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The Clinica Sant Anna di Lugano in Sorengo the southern part of Switzerland is pictured on Friday, March 13 2015. Several Media spread the rumor of Vladimir Putin's girlfriend Alina Kabajewa giving birth to Putin's third child at the Clinica Sant'Anna. (KEYSTONE/TI-PRESS/Samuel Golay)

Hier pfuschte der Arzt: Die Klinik Sant'Anna weist jede Verantwortung von sich. 
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Arzt amputierte in Tessiner Promiklinik der falschen Frau die Brüste – nun wurde ihm die Arbeitslizenz entzogen



Ein Arzt in Lugano TI hatte einer 67-jährigen Patientin, die an einem Brusttumor litt, versehentlich beide Brüste amputiert. Das Tessiner Gesundheitsdepartement entzieht dem Mann nun auf «unbestimmte Zeit» die Arbeitserlaubnis als Mediziner.

Frühestens nach zwei Jahren könne der Arzt einen Antrag stellen, um erneut in seinem Beruf arbeiten zu dürfen, teilte das Tessiner Departement für Gesundheit am Mittwoch mit.

Die beauftragte Tessiner Gesundheitsaufsichtsbehörde sei zum Schluss gekommen, dass das anschliessende Verhalten des Arztes für die Sanktion stärker ins Gewicht falle als der Operationsfehler selbst.

Arzt hat Vertrauen verspielt

Denn der Arzt hatte nach der Operation in der Klinik Sant'Anna im Juli 2014 zunächst behauptet, die Amputation beider Brüste sei notwendig gewesen. Erst nach mehreren Monaten gab der Gynäkologe zu, die Patientin verwechselt zu haben.

Im Zuge der administrativen Untersuchung sei man zum Urteil gelangt, dass der Arzt nicht mehr vertrauenswürdig genug sei, um auch in Zukunft Patientinnen behandeln zu können.

Die strafrechtliche Untersuchung ist gemäss Gesundheitsdepartement noch nicht abgeschlossen. Erst wenn dies geschehen sei, könne über mögliche Konsequenzen für andere am Operationsfehler beteiligte Personen auf der administrativen Ebene entschieden werden.

Promiklinik weist Verantwortung von sich

Die Tessiner Klinik Sant'Anna ist in Promi-Kreisen eine bekannte Adresse. Im vergangenen April ging das Gerücht um, dass Wladimir Putins Geliebte, Alina Gabajewa, dort ein Kind geboren haben soll. Ein Sprecher des russischen Staatschefs dementierte in der Folge die Mutmassungen. 

Nun gerät die Klinik erneut in die Schlagzeilen. Der Kantonsarzt habe bei einer Inspektion im vergangenen Juni feststellen können, dass diese alle nötigen Sicherheitsbestimmungen erfülle, um weitere Kunstfehler in Zukunft zu vermeiden, schreibt das Gesundheitsdepartement.

Die Klinik Sant'Anna, die der Waadtländer Privatkliniken-Gruppe Genolier gehört, hatte in einer Stellungnahme im Juli den schweren Vorfall bedauert. Sie liess bereits damals mitteilen, dass die Verantwortung für den Fehler alleine beim Arzt gelegen habe. (rwy/sda)

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