DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Genfer Politiker wollte zeigen, wie einfach ein Kokain-Kauf ist – Gericht spricht ihn frei



Der Mitbegründer der Genfer Bürgerbewegung MCG, Eric Stauffer, ist definitiv vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz freigesprochen worden. Das Bundesgericht hat einen entsprechenden Entscheid der kantonalen Vorinstanz bestätigt.

Eric Stauffer du Mouvement citoyens genevois (MCG), s'exprime devant des journalistes, a Uni Mail, lieu de depouillement centralise des bulletins de vote pour les Elections des executifs des communes genevoises, ce dimanche 10 mai 2015 a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Eric Stauffer. Bild: KEYSTONE

Die Lausanner Richter haben eine Beschwerde der Genfer Staatsanwaltschaft abgewiesen. Eric Stauffer wurde strafrechtlich verfolgt, weil er zeigen wollte, wie einfach man in der Stadt Genf Kokain kaufen kann. Um dies zu demonstrieren, begab er sich im September 2013 mit MCG-Anhängern und einer Kamera in der Hand in das Quartier Pâquis, wo viele Dealer verkehren.

Das Ziel war, ein kurzes Video für die Wahlkampagne des MCG zu drehen. Stauffer gab dem Jüngsten in der Gruppe 200 Franken und bat ihn, eine Gruppe von Personen afrikanischer Herkunft anzusprechen. Wenige Augenblicke später kehrte der Beauftragte mit zwei Kügelchen Kokain zu den MCG-Anhängern zurück.

Zulässiges Risiko

Die Genfer Staatsanwaltschaft hatte vor Gericht argumentiert, Stauffer habe mit seinem amateurhaften Vorgehen riskiert, dass die Drogen in die Hände Dritter fallen. Das Kokain hätte wegen Stauffer auf dem Drogenmarkt zugänglich gemacht werden können.

Das Bundesgericht hat diese Ansicht verworfen. Die Lausanner Richter gehen im Gegenteil davon aus, dass das Vorgehen der MCG das Risiko verkleinert habe, dass die Drogen konsumiert würden.

Die Polizei sei sehr schnell benachrichtigt worden. Die Aktion des Politikers habe zur Einziehung von zwei Gramm Kokain geführt. Zudem sei ein Drogenhändler dingfest gemacht worden. (whr/sda)

Aktuelle Polizeibilder

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Heute ist Sirenentest, du weisst was das heisst!

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Mehr Urteile gegen Jugendliche wegen Gewalt – aber weniger wegen Drogen

Die Urteile gegen Jugendliche wegen Gewalttaten haben 2020 gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent zugenommen. Urteile wegen einer Straftat des Strafgesetzbuchs stiegen um 10 Prozent. Die Urteile wegen Drogendelikten sanken dagegen um 18 Prozent.

Insgesamt stieg die Zahl der Verurteilungen von Jugendlichen um 10 Prozent auf 20'611, wie das Bundesamt für Statistik am Montag mitteilte. Das Amt schränkt ein, dass sich die Zahlen nur bedingt mit jenen der Vorjahre vergleichen lassen. Die Angaben der …

Artikel lesen
Link zum Artikel