Populärkultur
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Watson bei «Joiz»

«Es war sicher nicht dumm» - der Chef und die Zielgruppe über das neue Schweizer Newsportal

Der watson-Chefredaktor im TV? Willkommener Anlass für eine «kritische Life-Berichterstattung». Live machen wir nächstes Mal.



Schicke uns deinen Input
Philipp Dahm
In eigener Sache...
... ist das Motto dieses Livetickers: Unser Chefredaktor Hansi Voigt ist mit Kollegin Lina Selmani zu Gast beim Jugendsender «Joiz». «Ist das eine Meldung wert?», mögen Sie da fragen.

Die Antwort lautet: nein. Aber Sie glauben doch nicht, dass sich der Autor dieser Zeilen entgehen lassen kann, ein paar spitze Bemerkungen über den Chef loszuwerden. Wir nennen ihn auch den «Grossen Vorsitzenden» weil er den «Grossen Sprung nach vorn» in einem Fünfjahresplan angekündigt hat. Das soll der Mao mal vormachen!

Und dann die Kollegin Selmani, die zuletzt fulminate Dschungelcamp-Berichte verfasst hat – mit viel Liebe zur Lästerei. Mal sehen, wie DIE sich nun vor der Kamera schlägt. Jeder Fehltritt soll hier genüsslich zerlegt werden. Dazu willkommen, liebe Leser.
Hansi Voigt, Chregi und Lina Selmani bei Joiz.
Los gehts
Chregi moderiert an. Selmani sieht angespannt aus, der Chef gibt sich mit verschränkten Armen gewohnt locker. Er muss sich fragen lassen, ob er grössenwahnsinnig sei. Wegen des Fünfjahresplans. Nun rudert er zurück, bekundet «Demut» und sagt, Zweiter oder Dritter wär auch okay.

Selmani meint, das Team sei motiviert – und zieht den grossen Joker. Ihre Soundmachine! Bei «Geschichten anders» lässt sie es furzen – und gewinnt 50 Stutz. Voigt sagt, er will auf Klo. Auch er gewinnt 50 Stutz.
Was reden die da?
Was soll das? Geld gewonnen? Also: Die Jungs und Mädels von der watson-Schülerzeitung haben vorher eine Liste mit Sätzen erstellt, die die zwei on Air sagen müssen. Tun sie es, winkt Geld. Und sie tun es wirklich. Die Tausendsassas! Voigt geht also nicht auf Toilette, doch ein armer Kollege muss ihm nun womöglich von seinem Praktikanten-«Gehalt» noch bezahlen, obwohl der Millionen im Jahr verdient!
Was ist besser als bei «20 Minuten»?
Das fragt sich ein Joiz-Zuschauer. Selmani sagt, es gebe keine Regeln bei uns. Die wird morgen von ihrem Ressortchef was zu hören kriegen, versprochen. Voigt meint, es müsse einfach gut gemacht sein. Da wären Sie jetzt nicht drauf gekommen. Chregi gibt eine Frage weiter: Warum was machen, wenn es schon so Gutes gibt? Voigt meint, es machen ja auch neue Beizen auf. Punkt für ihn!
Narrenfreiheit
Na, Frau Selmani, wollt ihr nicht ernst genommen werden, fragt Chregi! Selmani pariert mit Dschungelcamp, weil wir – hahaha – nicht denselben lahmen Müll wie alle anderen machen. Punkt für sie, weil der Schreiber dieser Zeilen auch zwei Mal beim RTL-Wahn ranmusste.
Sind die User eingebunden?
Hat watson direkten Kontakt zum User? Voigt sagt, er will das Wissen da draussen nutzen. Selmani berichtet von gutem Feedback. Dann wird mal wieder nach «20 Minuten» gefragt. Voigt erzählt abermals, er will, dass Geschichten anders erzählt werden. Eigene Meinung. Hier eigene Meinung? Pfff! Irgendeiner von beiden faselt noch was von «Lust, was Neues auszuprobieren», Voigt sagt, «20 Minuten» mache seine Sache riesig.
Einspieler von Joiz
Joiz-Fräulein Johanna präsentiert die filmische Ausbeute ihres kürzlichen Redaktionsbesuchs. Wir sammeln Jööö-Punkte mit «Redaktionshündin» Genna – und dann sehen wir noch die Kollegen Ulrich, Meier, Rothenfluh und Thiriet... Letzterer lobt, dass bei uns «weniger Untergangsstimmung» sei als in anderen Medienhäusern. Ätschbätsch!
Schon wieder auf die Ex angesprochen
Und nochmal «20 Minuten». Voigt sagt mit Blick auf die Zwangsehen, die es allerorten zwischen Print und Online gibt, er glaube nicht an konvergente Geschichten. Im Netz müsse man seinen eigenen Weg gehen. Selmani soll dann beantworten, ob Voigt ein Guru sei. Das wird verneint. Sehr verdächtig!!!
Alle Macht dem Journalistenvolk!
Voigt sagt, er sei nichts ohne sein Team. Jetzt mag ich ihn doch. Er lobt auch die IT. Gut, muss halt auch sein.
Selber duhm
Selmani äussert mit Nachruck: «Es war sicher nicht dumm» (– dass sie den heimeligen Hafen ihrer früheren Redaktion gegen den schlingernden Kahn watson ausgetauscht hat). Warte nur bis morgen, du naives Ding! Du wirst vier Stunden lang Angela Merkels beste Bilder suchen und dann vier Stunden die besten Tweets vom Kim Kardashian. Du wirst noch Augen machen!
Fazit
Zum Schluss jammert die Selmani noch ein Fazit ins Mikrofon. «Ich will nicht, dass es in zwei Jahren schon vorbei ist, wie einige Journalisten schreiben.» Der Grosse Guru, pardon, Vorsitzende sagt, das geschehe nicht, weil wir die Leute interessieren werden. Mhhh, nicht gut, klingt nach Arbeit ...
Das richtige Fazit
Selmani und Voigt sind nach nur 30 Minuten wieder aus dem Joiz-Camp herausgeworfen worden, womit sie mieser sind als der Wendler oder die Drews. Schon allein das zeigt, dass die beiden noch vermehrt an ihrem TV-Appeal arbeiten müssen. Meine persönliche Meinung, die man hier ja laut TV-Ansprache explizit äussern darf: Ich kannte das meiste schon, war ein bisschen langweilig. Nächstes Mal mehr Geräusche aus der Soundmachine, bitte! (Und ein Hoch auf das Fetten von Textpassagen!)
Nachtrag: SMS vom Chef, dem Spassvogel
«Luca hänni getroffen bei joiz !!»

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