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Smartphone-Banken setzen Schweizer Banken unter Druck



Der Wettbewerb für die klassischen Schweizer Banken verschärft sich. Jetzt werden sie auch noch von den sogenannten Smartphone-Banken unter Druck gesetzt. Diese sind bei Gebühren und Wechselkursen oft massiv günstiger als klassische Banken.

Sie tragen Namen wie Revolut, TransferWise, Zak oder Neon und bieten digitalisierte Bankendienstleistungen via Smartphone-Apps an. Daraus ableitend werden diese Fintech-Startups als Smartphone-Banken oder auch Neobanken bezeichnet.

Diese werden die klassischen Banken zwar kurzfristig noch nicht in Bedrängnis bringen, lautet das Fazit einer vom Online-Vergleichsdienst Moneyland durchgeführten und am Montag veröffentlichten Studie. Mittelfristig müssten Schweizer Banken aber aufpassen, dass sie den Anschluss nicht verlieren würden.

In der Studie wurden Leistungen, Funktionen, Gebühren, Wechselkurse und Gesamtkosten für verschiedene Nutzungsprofile zwischen den oben genannten Neobanken und den fünf grössten Schweizer Instituten (UBS, CS, ZKB, Raiffeisen und PostFinance) verglichen.

Tiefere Wechselkurse

Dabei hätten vor allem Revolut und TransferWise mit günstigen Wechselkursen und benutzerfreundlichen Prozessen überzeugt. Beide stellen laut Moneyland allerdings noch keinen vollständiger Ersatz für alle Bankdienstleistungen, da sie kein Schweizer Konto anbieten.

Allerdings verrechnen Revolut und TransferWise beim Schweizer-Franken-Euro-Verkaufskurs keinen Aufpreis. Bei klassischen Banken lagen die Aufschläge für Einkäufe mit der Debitkarte im Ausland dagegen im Bereich von bei 1.18 Prozent (Postfinance) und 1.67 Prozent (UBS-Debitkarten).

Doch selbst in dieser Rubrik überzeugen nicht alle Smartphone-Banken: So erheben Neon und Zak gar einen Aufschlag von 1.69 Prozent respektive 2 Prozent. Zusätzlich zu den Kurs-Aufschlägen kommen je nach Transaktionstyp und Bank noch weitere Gebühren hinzu.

Massiv günstiger sind diese beiden ausländischen Neobanken auch bei den Kreditkartengebühren. So fallen beispielsweise bei TransferWise bei einem Vergleichsprofil jährliche Gesamtkosten von lediglich 3.95 Franken und bei Revolut von 7 Franken an, dagegen sind es bei der Standard-Kreditkarten von Viseca bei der ZKB 125.65 Franken und der Credit Suisse gar 146.80 Franken.

Je nach Profil könne die Rangliste allerdings auch anders aussehen, räumt Moneyland ein. Im Vergleichsprofil wurden die Kartenführungsgebühren, Bearbeitungsgebühren für Fremdwährungen, Wechselkurskosten und Gutschriften für Käufe in der Schweiz in der Höhe von 5000 Franken und im Ausland in der Höhe von 1000 Euro während eines Jahres zu Grunde gelegt.

Günstigere Bankpakete

Moneyland hat zusätzlich auch einen Vergleich mit Bankpaketen durchgeführt, der unter anderem Einkäufe im In- und Ausland mit der Kreditkarte, Bargeldbezüge mit der Debitkarte, Zahlungsverkehr und Sparkonto-Zinsen für einen Betrag von 30'000 Franken berücksichtigt.

Diesbezüglich ist für Erwachsene die Smartphone-Bank Neon für das untersuchte Profil die günstigste Lösung mit jährlichen Gesamtkosten in der Höhe von 49.50 Franken. Es folgt das Privatkonto Plus der Postfinance mit 106.30 Franken und die Smartphone-Bank Zak mit 122.50 Franken. Am teuersten sind Bonviva Silver der Credit Suisse mit 200.35 Franken und das Privatkonto Plus von Raiffeisen mit 224.80 Franken. (sda/awp)

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