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Mehr als 100 Menschen im zentralen Mittelmeer gerettet



FILE - In this Feb. 12, 2021 file photo, migrants and refugees from different African nationalities wait for assistance aboard an overcrowded wooden boat, as aid workers of the Spanish NGO Open Arms approach them in the Mediterranean Sea, international waters, at 122 miles off the Libyan coast. The head of the U.N. refugee agency on Friday said he has urged Italy not to unnecessarily impede NGOs that operate migrant rescue ships in the central Mediterranean, as warmer weather is expected to bring the usual seasonal uptick in the departure of smugglers

Gerettet: Über 1000 Menschen wurden in Seenot befreit. Bild: keystone

Mehr als 100 Bootsmigranten sind am Freitag im zentralen Mittelmeer gerettet worden. Die Hilfsorganisation Sea-Watch brachte bei einem zweiten Rettungseinsatz in dieser Woche knapp 80 Migranten in Sicherheit.

Die Menschen, darunter 11 Frauen und ein Baby, seien auf einem Schlauchboot unterwegs gewesen und an Bord der «Sea-Watch 4» geholt worden, teilten die Helfer am Freitag mit. Am Donnerstag hatten sie nach eigenen Angaben mehr als 40 Menschen aus Seenot gerettet. Insgesamt seien nun etwas mehr als 120 Migranten an Bord der privaten Seenotretter.

Vor rund einer Woche lief die «Sea-Watch 4» aus dem Hafen der spanischen Stadt Burriana aus. Zuvor war das Schiff monatelang von den Behörden der sizilianischen Stadt Palermo wegen eines Rechtsstreits festgehalten worden. Die privaten Rettungsaktionen mehrerer im Mittelmeer operierender Organisationen sind politisch umstritten.

Am Freitagnachmittag teilte die italienische Marine mit, knapp 50 Bootsflüchtlinge nördlich der libyschen Hauptstadt Tripolis an Bord geholt zu haben. Ein Schlauchboot mit den Menschen an Bord sei auf dem Wasser getrieben.

In kleinen Schlauchbooten machen sich Flüchtlinge und andere Migranten immer wieder vom Bürgerkriegsland Libyen aus auf den Weg über das Mittelmeer nach Europa. Viele Menschen ertrinken bei der oft gefährlichen Überfahrt. Bislang starben in diesem Jahr nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 480 Menschen im zentralen Mittelmeer. (aeg/sda/dpa)

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Sea Watch 3 und Carola Rackete

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Sea Watch 3 und Carola Rackete
quelle: epa / till m. egen/sea-watch handout
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Kapitänin der Sea-Watch 3 verhaftet

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