Frankreich
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epa07504152 Protesters from the 'Gilets Jaunes' (Yellow Vests) movement clash with French riot Police during the 'Act XXII' demonstration (the 22nd consecutive national protest on a Saturday) in Toulouse, France, 13 April 2019. Yellow Vest protests are expected in several cities across France.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Mitte April lieferten sich einige «Gilets Jaune» Scharmützel mit der französischen Polizei. Bild: EPA/EPA

Wegen Notre-Dame-Spenden: Tausende demonstrieren bei «Gelbwesten»-Protesten



Auch am Osterwochenende haben in Paris und anderen französischen Städten wieder zahlreiche Anhänger der «Gelbwesten» demonstriert. In Paris kam es am Samstag erneut zu Spannungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, mehrere Fahrzeuge gingen in Flammen auf.

Die «Gelbwesten» sammelten sich auf dem Platz der Republik. Nach Behördenangaben gingen 27'900 Menschen in ganz Frankreich auf die Strasse, davon 9000 in Paris. Die «Gelbwesten» machten deutlich höhere Angaben. Eine Woche zuvor hatten nach offiziellen Angaben 31'000 Anhänger der Protestbewegung demonstriert.

Mehr als hundert Menschen seien festgenommen worden, berichtete der Sender Franceinfo am Samstag unter Berufung auf die Pariser Polizeipräfektur. Ausserdem habe es mehr als zehntausend präventive Kontrollen gegeben.

Die «Gelbwesten»-Bewegung protestiert seit Mitte November gegen die Reformpolitik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, sie fordern unter anderem eine Erhöhung ihrer Kaufkraft. In Paris sind rund um die bei einem Brand schwer beschädigte Kathedrale Notre-Dame und die Champs-Élysées keine Proteste erlaubt. Auf dem Boulevard war es in der Vergangenheit immer wieder zu heftigen Ausschreitungen gekommen.

Für das Osterwochenende hatten einige Führungsfiguren der zersplitterten Bewegung bereits vor Wochen zu Protesten aufgerufen und mobilisiert. Frankreich hatte sich daher erneut auf schwere Ausschreitungen vorbereitet - der Innenminister hatte ein grosses Sicherheitsaufgebot angekündigt.

Ärger über Notre-Dame-Spenden

Ärger gab es unter einigen Anhängern der Bewegung über die hohen Spenden, die in kurzer Zeit für den Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame zusammenkamen.

Es ist bereits das 23. Protestwochenende der «Gelbwesten»-Bewegung - und das letzte, bevor Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag seine Reformpläne vorstellt, die er unter dem Druck der anhaltenden Demonstrationen entwickelt hat.

Die «Gelbwesten» protestieren seit fünf Monaten für mehr soziale Gerechtigkeit und niedrigere Steuern. Im Dezember hatte Macron zunächst Zugeständnisse im Umfang von rund zehn Milliarden Euro angekündigt, unter anderem einen höheren Mindestlohn. Von Mitte Januar bis Mitte März liess der Präsident die Bürger zudem im Rahmen einer «grossen nationalen Debatte» befragen, um «die Wut in Lösungen zu verwandeln». (sda/dpa/reu/afp)

Massenproteste in Frankreich eskalieren

Die Forderungen der Gelbwesten

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 21.04.2019 20:51
    Highlight Highlight Gemeinnützige Spenden können in Frankreich von den Steuern abgezogen werden.
  • Rol007 21.04.2019 10:42
    Highlight Highlight Die letzte Gilets-Jaunes Demonstration zeigt, dass auch der Brand von Notre Dame an der kritischen Lage in FRA nichts ändert. Tatsächlich muss die Frage gestellt werden, ob hier nicht Brandstiftung mit im Spiel war? - Die Tatsache, dass bereits innert 24 Stunden nach dem Brand, hunderte von Millionen EUR als Spenden eingingen, erscheint ungewöhnlich. - Ich denke, das letzte Kapitel ist hier noch nicht geschrieben. Im Gegenteil.
  • Peter R. 21.04.2019 08:21
    Highlight Highlight Das ist doch normal in einem EU-Land - Symbole (Notre-Dame) und Sprüche sind wichtiger als der Mensch von der Strasse.
  • Jungleböy 21.04.2019 01:19
    Highlight Highlight Warum schreibt ihr nicht mal drüber wie die notre dame finanziert wurde damals?!
  • DerTaran 21.04.2019 00:48
    Highlight Highlight Und die Spenden landen am Ende wo? In Frankreich, Notre Dame wird wohl kaum in China wieder aufgebaut.
  • Faktenchecker 20.04.2019 23:57
    Highlight Highlight Gewalt ist nie gut, aber irgendwie verstehe ich es doch. Das ist pure Verzweiflung, nach so vielen Monaten hat Macron ausser netten Versprechungen noch nichts Konkretes geliefert.
    Das die Super-Reichen so schnell so viel Geld für ein Gebäude gesammelt haben, stösst nicht nur in Frankreich vielen sauer auf, das macht Schlagzeilen rund um den Globus. Man fragt sich schon, wie hier Prioritäten gesetzt werden, Philantrophie hin oder her.
    • Basti Spiesser 21.04.2019 08:07
      Highlight Highlight Ausserdem gibt es genügend Videos wo zu sehen ist, wie die Gewalt ja sogar Vandalismus und Plünderungen auch von der Polizei ausgingen, zumindest von diesen komischen Einheiten mit den roten Binden.
    • Basti Spiesser 21.04.2019 17:55
      Highlight Highlight Beispiel:
      Play Icon
  • Mia_san_mia 20.04.2019 22:40
    Highlight Highlight Was soll denn das? Die sollen froh sein, dass gespendetet wird!
  • w800 20.04.2019 22:27
    Highlight Highlight Die haben absolut in kürzerster zeit fast 1milyarde euro crazy. Sie haben verdammt unrecht mit dem sinnlosen Krawallen!!!
  • Don Alejandro 20.04.2019 21:14
    Highlight Highlight Man kann ja einigermassen nachvollziehen, dass - wenn man Frankreich und seine Probleme kennt - diese Spendenflut im Kontext der sozialen Ungerechigkeit schmerzen mag. Nur manövrieren sich die Gelbwesten mit dieser sinnlosen Gewalt selbst ins Abseits und geben ihren Anliegen keine Argumente.
  • Domino 20.04.2019 20:38
    Highlight Highlight Macron senkt die Steuern der Superreichen. Als dank bekommt er Spenden der Superreichen für Notre Dame und stilisiert sich so zum Helden...
  • Der Rückbauer 20.04.2019 20:25
    Highlight Highlight Ist verständlich. Wenn die Superreichen denken, sie könnten sich mit einer 100 Mio.-Spende noch das letzte Sprösschen des Himmelsleiterchens erkaufen, legen die französischen Büezer die gelben Westen an.
    Lukas Brunner: Richtige Revolutionen haben historisch immer in Frankreich begonnen. Die anderen grossen europäischen Nationen taugen für Revolutionen nichts.
    • häxxebäse 20.04.2019 22:21
      Highlight Highlight Während einer revolution sterben menschen... bist Du auch bereit dazu?
    • Harry Zimm 21.04.2019 00:11
      Highlight Highlight Da waren mir die polnischen, tschechisch-slowakischen und DDR-Volksbewegungen (Revolutionen) allemal sympathischer. Diese Volksbewegungen waren friedlich und erfolgreich in der Beseitigung von Unrechtsregimen. Weder ist die - demokratisch gewählte - Regierung unrechtmässig, noch haben die "Gelbwesten" ein nützliches Zukunftsrezept. Pathetische Revolutionsromantik ist hier vollkommen fehl am Platz...
    • häxxebäse 21.04.2019 09:05
      Highlight Highlight Tschechoslowakei war auch ein konstrukt, darum war eine trennung einfach, klare grenzen und kein geld zum aufteilen, da keines vorhanden war. Und die DDR zieht ja jetzt ihre chemnitzsessions durch, also so friedlich sind die nicht. Erst wenn geld gerochen wird, dann verlaufen revolutionen eher blutig....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Barracuda 20.04.2019 20:09
    Highlight Highlight Kein Wunder distanzieren sich die Köpfe, die selbst seit erster Stunde diese Bewegung anführten, immer mehr von den Gelbwesten. Langsam wird es lächerlich.
    • Basti Spiesser 20.04.2019 20:28
      Highlight Highlight Was wird lächerlich?
    • glüngi 20.04.2019 22:19
      Highlight Highlight warum? findest du es lächerlich das inner paar stunden 700 millionen von den reichsten zusammenkahmen obwohl aber das 10% franzosen in armut leben interessiert niemand? oder das die getanen spenden lächliche prozentuale anteile sind wenn man sieht wie reich diese leute sind? oder das diese leute alleine durch die tat mehr als das zehnfache verdient haben weil die gute PR die aktien dieser leute und deren firmen beeinflusst hat und sie dadurch Milliarden verdient haben? ist das eine faire welt für dich?
    • arthos 21.04.2019 09:44
      Highlight Highlight Von Reichen die den Staat um Milliarden Steuergelder geprellt haben und nun ein paar Peanuts grosszügigen verteilen, die sie erst noch zu 60% von den Steuer abziehen können. Von was sollte man sich denn distanzieren?
  • LukasBrunner 20.04.2019 15:17
    Highlight Highlight Ich kann und wird diese Gillet-Jaune Bewegung nie vollumfänglich Ernst nehmen können. Sie verursachen nur grundlos Schaden bei Leuten die NICHTS damit zu tun haben. Wenn die wirklich mal etwas erreichen möchten, sollten sich alle Parteien an einen runden Tisch besammeln.
    • Basti Spiesser 20.04.2019 18:48
      Highlight Highlight Du scheinst dich auch nicht gross darüber informiert zu haben.
    • glüngi 20.04.2019 22:15
      Highlight Highlight ahhh... ja voll easy...
    • Rol007 21.04.2019 10:43
      Highlight Highlight Macron will diesen Leuten das letzte Hemd wegnehmen, da verstehe ich sehr wohl, dass die sich das nicht bieten lassen.
  • violetta la douce 20.04.2019 15:09
    Highlight Highlight Der Gelbwesten Protest zeigt beispielhaft, dass Scheitern der EU Politik.
    • Crecas 20.04.2019 19:45
      Highlight Highlight Eher Jahrzehnte verfehlter französischer Politik.
    • FrancoL 20.04.2019 19:51
      Highlight Highlight Und wieso genau? Es ist schon langsam pathologisch was alles der EU in die Schuhe geschoben wird. Noch nie bemerkt dass gerade die Franzosen ihren eignen Weg gehen, ohne zu werten Ober er der richtige ist.
    • Fabio Haller 20.04.2019 19:57
      Highlight Highlight Die Proteste haben im ersten Sinne nichts mit der EU-Politik zu tun. Das ist die Folge der schlechten Innenpolitik der Franzosen. Wobei die Art der Demonstrationen auch nicht zumutbar sind und mehr schaden als nützen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tooto 20.04.2019 13:56
    Highlight Highlight Zum ersten Mal seit dem Brand?
    Es ist ja auch der erste Samstag seit dem Brand :)

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