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Karikatur eines Internet-Trolls. bild: wallpoper

«Abschaum», «Schweine», «Bastard»? So nicht, liebe Leser! – Warum Schweizer Medien beleidigende Leserkommentare löschen



Wenn man in einem Leserkommentar eines Newsportals beleidigt wird, kann man vom Betreiber Schadensersatz fordern – selbst dann, wenn das Newsportal die entsprechenden Kommentare bereits entfernt hat. Dies entschied diese Woche der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg.

Das Urteil wird vermutlich weitreichende Folgen für Internetnutzer und Unternehmen haben – auch wenn es im konkreten Fall um eine eher nebensächliche Frage ging: Ausgangspunkt war ein Streit darüber, ob in Estland Fähren vor der Küste das Eis kaputt machen dürfen. Was für uns harmlos klingt, sorgte in Estland für wüste Beschimpfungen gegen den Besitzer des Fährunternehmens in den Leserkommentaren eines Newsportals.

«Abschaum», «Schweine» oder «Bastard» geht nicht

Angerufen hatte den Gerichtshof das estnische Nachrichtenportal Delfi.ee. Auf der Plattform war im Januar 2006 ein Artikel über eine estnische Fährgesellschaft erschienen: Das Unternehmen hatte seine Routen zu bestimmten Inseln geändert. Dies führte dazu, dass die Fähren das Eis an Stellen zerbrachen, an denen eigentlich Eisstrassen hätten angelegt werden sollen. Solche Eisstrassen ermöglichen Inselbewohnern, ohne Fähre nach Hause zu kommen – sie fahren mit dem eigenen Auto übers Eis. Die Schäden durch die Fähren verzögerten die Entstehung der Eisstrassen um mehrere Wochen.

Für den einen oder anderen Esten war das Thema ein ausgesprochen emotionales, wie man an den Kommentaren unter dem betreffenden Delfi.ee-Artikel sehen kann. Vertreter der Fährgesellschaft wurden teils wüst beschimpft, es fielen Begriffe wie «Abschaum», «Schweine» und «Bastard». Auch Aufrufe zur Gewalt gegen den Besitzer der Firma gab es. Delfi.ee entfernte die beleidigenden Kommentare nach entsprechenden Hinweisen.

Warum watson beleidigende Kommentare löscht

In der Schweiz hat der Presserat schon 2011 festgehalten, dass die Medien für alle publizierten Inhalte auf ihrer Webseite verantwortlich sind, also auch für veröffentlichte Leserkommentare. Entsprechend vorsichtig verhalten sich die meisten Online-Portale: Leserkommentare werden in der Regel vor der Veröffentlichung geprüft. Das gilt auch für watson. Persönlichkeitsverletzende Kommentare veröffentlichen wir nicht – und dürfen wir auch nicht publizieren. Zum Beispiel Entgleisungen wie:

Beschimpfungen: «Diese Veganerin, die in diesem Interview ihre Religion propagieren darf, ist der reinste Abschaum!» oder «Miethai U. ist ein Vollpfosten.»

Anfeindungen anderer Kommentarschreiber: «@Stinkstiefel: Du musst mal zum Psychiater. Deine Einstellung ist einfach krank.»

Offensichtliche Falschbehauptungen: «Weiss doch jeder, dass die Juden die abgeschnittene Vorhaut danach fressen.»

Nazivergleiche: «Andreas T.s Hetze gegen Muslime ist schlimmer als die Nazi-Propaganda.»

Rassendiskriminierung: «X.S. ist ein Drecksjugo!»

Typische Beispiele für Leserkommentare, die Medien nicht veröffentlichen dürfen, sind laut Medienanwalt Martin Steiger ehrverletzende Äusserungen, Beschimpfungen, Rassendiskriminierung oder Nazi-Vergleiche, an den Pranger stellende sowie die Privats- und Intimsphäre verletzende Kommentare oder unwahre Tatsachenbehauptungen.

Der Anwalt geht davon aus, «dass Schweizer Medien grundsätzlich für alle Inhalte, die auf ihren Websites veröffentlicht werden, verantwortlich sind.» Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) sei hierzulande insofern von Bedeutung, als dass die Schweiz Mitglied der Europäischen Menschenrechtskonvention ist und die Rechtsprechung demnach auch bei uns gilt.

Wichtig, so Steiger: «Das Gericht hat nur in einem Einzelfall und nicht über die Haftung an sich entschieden». In der Praxis entscheiden also weiter Schweizer Gerichte, ob ein Newsportal für rechtsverletzende Kommentare seiner Nutzer verantwortlich ist. (oli)

Medien haften für diffamierende Kommentare

Doch der Besitzer des Fährunternehmens, dessen Name von einigen der wütenden Kommentatoren genannt worden war, war damit nicht zufrieden: Er verklagte das Nachrichtenportal Delfi vor einem Zivilgericht und forderte eine Entschädigung. Gegen eben jene Entschädigungsforderung ging Delfi.ee nun seinerseits vor – und unterlag. Delfi habe die anstössigen Kommentare nicht schnell genug entfernt, befand der Strassburger Gerichtshof.

Das Gericht betont in einer Mitteilung zu dem Urteil, dass es hier um ein kommerzielles Nachrichtenangebot gehe, und nicht um «andere Foren im Internet, wo von Dritten Kommentare verbreitet werden können, zum Beispiel ein Internetdiskussionsforum, ein Bulletin Board oder eine Social-Media-Plattform».

Schon im Oktober 2013 hatte der Gerichtshof gegen das Newsportal entschieden

Das Gericht entschied bereits 2013, dass die gegen Delfi.ee verhängte Schadensersatzzahlung in Höhe von etwa 320 Euro nicht als Einschränkung der Meinungsfreiheit zu werten sei. Diese Urteil wurde jedoch nicht rechtskräftig, der Fall wurde stattdessen an die sogenannte Grosse Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verwiesen. Diese fällte nun ihre Entscheidung. 

Der Fall könnte Auswirkungen für Betreiber von kommerziellen Nachrichtenangeboten in allen 47 Ländern des Europarats haben. Sie müssen sich nun darauf gefasst machen, für bösartige oder diffamierende Kommentare anonymer Nutzer unter Umständen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Dies gilt für alle EU-Länder, für die Schweiz, die Türkei und die meisten osteuropäischen Länder wie Russland und die Ukraine, die Mitglieder der Strassburger Staatenorganisation sind. 

In Deutschland kann die Polizei bei Verleumdungen oder Beleidigungen verlangen, dass Seitenbetreiber die IP-Adresse der Nutzer offenlegen. Dies gilt grundsätzlich auch bei uns. Das Bundesgericht hat indes in einem Grundsatzentscheid festgelegt, dass sich Medien bei Kommentaren mit einem minimalen Informationsgehalt auf das Redaktionsgeheimnis berufen dürfen und somit die Identität des Kommentarschreibers nicht in jedem Fall herausgeben müssen.

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Sollen Medien alle Kommentare freischalten?

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  • 18%Ja, alles andere ist Zensur.
  • 42%Ja, wenn sie nicht persönlichkeitsverletzend sind.
  • 34%Nein, Medien sollten nur qualitativ hochwertige Kommentare freischalten.
  • 6%Ich bin mir nicht sicher

Was ist deine Meinung? Wie sollen sich Medien bei beleidigenden, ehrverletzenden oder rassistischen Kommentaren verhalten? Ist es richtig, dass Medien für persönlichkeitsverletzende Kommentare ihrer Leser gebüsst werden können?

(oli/spon/cis/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MediaEye 05.07.2015 09:08
    Highlight Highlight So bleiben die Spiesse ebne immer und ewig ungleich lang; wer beurteilt denn nun, was Beleidigend oder ehrverletzend ist? Die Redaktoren?
    Dann aber auch eine Offenlegung der politischen und wirtschaftlichen Interessen der Journis und zwar subito !!!!!!
    Auch die Presse und deren Vertreter dürfen nicht mehr alles schreiben, oder müssen dies als pers. Kommentar kennzeichnen !!!!!
    0 0 Melden
    • MediaEye 05.07.2015 09:25
      Highlight Highlight Worte schwärzen ist ok, nicht aber das Löschen oder zensieren; denn so disqualifiziert sich der Schreiber eben nur selbst, was ja auch ganz sinnvoll sein kann .....!!
      0 0 Melden
  • kowalski 03.07.2015 16:30
    Highlight Highlight Finde es genial wie das mit den Kommentaren bei Watson geregelt ist!

    Das Beste ist meiner Meinung nach dass die Autoren/Redaktoren sich auch in die Diskussion einbringen können. Habe ich sonst bisher noch nirgends gesehen!
    2 0 Melden
  • Donalf 30.06.2015 00:02
    Highlight Highlight Offensichtliche Falschbehauptungen von Leserkommentaren löschen ist OK, warum aber Falschbehauptungen der Politiker dann prominent auf die Titelseite??
    1 0 Melden
    • MediaEye 05.07.2015 09:08
      Highlight Highlight und von ihren pers. Interessen geleiteten Journis
      1 0 Melden
  • droelfmalbumst 19.06.2015 11:06
    Highlight Highlight hey.. wie wärs mit einer shoutbox... da gilt die anarchy und alle können chatten... dann sind dafür bei den berichten die kommentare evtl. hochwertiger bzw. inhaltlich brauchbarer...

    #proshoutbox
    12 4 Melden
  • Martin1610 19.06.2015 09:22
    Highlight Highlight Wenn du bei mir einen Rechtsschreipfeler findest darfst du ihn behalten. 😉
    4 1 Melden
  • NoraDrenalin 19.06.2015 08:14
    Highlight Highlight Also ich werde weiterhin jeden, der nicht meiner Meinung ist, aufs übelste beleidigen! ;)
    19 3 Melden
  • Pippo30 18.06.2015 22:59
    Highlight Highlight Also bei 20min werden auch kritische Kommentare zum teil auch gelöscht, vor allem wenn man nicht mit dem Strom schwimmt. Bei schwierigen Themen werden die Kommentare auch ganz abgeschaltet, dies ist auch ein Grund, weshalb ich zu Watson gekommen bin.
    25 3 Melden
    • Angelo C. 19.06.2015 12:22
      Highlight Highlight Gebe euch Beiden recht, wobei ich ganz besonders auch den TAGESANZEIGER mit in solche Überlegungen mit einschliessen möchte. Dort wird meist eine "allgemeine Mainstream-Klagemauer" bei brisanten Themen eingerichtet und wenn jemand eine diametral andere Ansicht hat, wird sein statement sehr oft gar nicht erst angenommen. Die Redaktion will dann offenbar nur das Klagelied lesen und hören, das sich weitgehend mit der redaktionellen Meinung deckt. Und genau solche Vorgehensweisen sind eines seriösen und auf Vielfalt ausgerichteten Mediums unwürdig und sind der Grund, weshalb ich meine Tagi-Abo gekündigt habe, dennoch aber hin und wieder wenigstens ihren Newsletter lese. WATSON muss man da sicherlich ein grosses Kränzchen winden: mehrheitlich politisch etwas linker unterwegs, kann doch hier Jede(r) auch (s)eine abweichende Meinung offen vertreten und es wird wenig bis nichts herumgeflickt, oder elegant unter den Teppich gekehrt! Bleibt zu hoffen, dass dies stets so bleibt, denn es ist ein Grund mit, weswegen ich mich heute mehrheitlich hier tummle 😐!
      11 1 Melden
  • JJ17 18.06.2015 22:34
    Highlight Highlight Darf ich Rechtschreibfehler korrigieren oder ist das ein Angriff auf die Persönlichkeit?
    11 7 Melden
    • philipp meier 19.06.2015 07:53
      Highlight Highlight ich persönlich finde schreibfehler nicht relevant; hauptsache, wir verstehen uns 😀
      11 4 Melden
  • The Destiny // Team Telegram 18.06.2015 21:11
    Highlight Highlight Bei 20 Minuten habe ich immer mehr das Gefühl dass 8 von den 10 Freischaltern via Multi accounting eine Pseudo Lesermeinung machen und die anderen 2 Freischaltern sind damit beschäftigt alle Kommentare von nicht registrierten User zu müllen.
    Als nicht registrierter User hat man bei 20 min. keine Chance mehr, überhaupt freigeschaltet zu werden. Zudem ist die penetrante Werbung und all die trackkers enorm nervig.

    Schön dass man bei euch noch nicht mit hu adds, 12 verschiedenen analytics und tracker tools verfolgt wird.
    Kommentare werden zum Teil enorm schnell aufgeschaltet ( innert Skeunden).
    19 2 Melden
  • elivi 18.06.2015 19:39
    Highlight Highlight Und ich dachte die medien löscht die komentare damit es ned den anschein hat die leserschaft besteht aus lauter falschinformierte, rasisten oder trolls ...
    14 8 Melden
  • SVARTGARD 18.06.2015 18:55
    Highlight Highlight Ohne Kommentar...
    User Image
    7 39 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 18.06.2015 20:57
      Highlight Highlight omg...die Eier
      8 6 Melden
  • Jol Bear 18.06.2015 18:29
    Highlight Highlight "Qualitativ hochwertig" oder "inhaltlich richtig", "wahr" usw. ist entweder subjektiv oder in vielen Fällen nicht überprüfbar. Das wäre außerdem nahe bei einer inhaltlichen Zensur, was den Zweck von Leserinputs völlig verfremden würde. Rassistisches, persönlichkeitsverletzende Kommentare usw. können jedoch problemloser identifiziert und gesperrt werden, was auch richtig ist. Watson scheint hier eine vernünftige Balance gefunden zu haben. Als konträres Beispiel könnten beispielsweise die Kommentare zum Thema Fußball beim "Eurosport"-App angeführt werden. Frage mich, wie oder ob dort überhaupt regelmäßig kontrolliert wird.
    14 3 Melden
    • Angelo C. 18.06.2015 19:49
      Highlight Highlight Jol Bear : Ganz deiner Meinung - sehe ich auch so....
      8 2 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 18.06.2015 18:11
    Highlight Highlight @watson: führt Ihr Statistik, wieviel % der Kommentare nicht veröffentlicht werden? Würde mich interessieren.
    33 4 Melden
  • sleepalot 18.06.2015 18:06
    Highlight Highlight Ja aber Moment einmal... Es geht mir um das Intro mit den "weitreichenden Folgen". Hier wurde wohl eine DPA Meldung abgedruckt. Die Entscheidung des EGMR bestätigt nur eine frühere Kammer-Entscheidung vom Oktober 2013.
    Vielmehr hat der Gerichtshof, unter ausdrücklicher Betonung der Umstände des Einzelfalls, entschieden, dass eine Verurteilung eines grossen, kommerziellen Portalbetreibers zu einem Schadensersatz von lediglich EUR 320,- wegen Nutzerkommentaren, die schwerwiegende Rechtsverletzungen beinhalten, noch keinen Verstoss gegen Art. 10 der Menschenrechtskonvention darstellt. EASY!!
    10 3 Melden
    • Oliver Wietlisbach 18.06.2015 18:43
      Highlight Highlight Das ist richtig. Die Information wurde nun im Artikel ergänzt.

      Dass der Gerichtshof in einem Einzelfall entschieden hat, steht in der Infobox.
      8 2 Melden
    • sleepalot 18.06.2015 19:48
      Highlight Highlight Danke...
      Somit können nationale Gerichte künftig auch weiterhin eine solche Haftung auch verneinen. Man kann das Urteil des EGMR gleichwohl für bedenklich halten, weil der EGMR eine Haftung u.U. auch dann toleriert, wenn der Portalbetreiber noch nicht einmal auf den Verstoss hingewiesen worden ist. Siehe Urteilstext ("However, in cases such...").
      Das ist grundsätzlich nach CH / DE / EU-Recht anders, was das Ausgangsgericht in Estland aber verkannt hat. Andererseits sind EU-Richtlinien nicht Prüfungsmasstab des EGMR. Ich bezweifle, dass es irgendwelche Einflüssen haben wird.
      7 2 Melden
  • Lezzelentius 18.06.2015 18:06
    Highlight Highlight War nicht mal irgendwo ein Fall, wo gegen die Beschimpfung "Drecks-iwas" Klage wegen Rassendiskriminierung eingereicht worden ist, diese jedoch abgelehnt worden ist?
    1 1 Melden
    • Lezzelentius 18.06.2015 18:11
      Highlight Highlight "Drecksasylant" war es, die Beschimpfung eines Polizisten, die nicht als rassistisch gewertet worden ist.
      12 3 Melden
  • Don Huber 18.06.2015 18:03
    Highlight Highlight Ohne viel zu schleimen, aber Watson schaltet die meisten Kommentaren auf ich glaube von 100 haben sie 1 von mir nicht aufgeschaltet (Gefühlsmässig) Das ist einfach nur GEIL ! Danke.
    28 5 Melden
    • stadtzuercher 18.06.2015 18:13
      Highlight Highlight Finde auch, Watson ist sehr kommentierendenfreundlich. Macht Freude.
      Im Gegensatz dazu scheint beim Tagi die Devise zu heissen: Im Zweifelsfall besser mal nicht aufschalten. So werden etwa ironische oder sarkastische Kommentare beim Tagi fast immer gelöscht.
      20 3 Melden
    • Ehringer 18.06.2015 18:23
      Highlight Highlight Hängt wohl auch sark damit zusammen, dass Watson im Vergleich zu anderen nahmhaften Internetportalen eine sehr reife Community hat. Es macht richtig Spass hier Kommentare zu lesen!
      60 8 Melden
  • Daniel Caduff 18.06.2015 18:03
    Highlight Highlight Wie wird das mit den offensichtlichen Falschaussagen in der Praxis gehandhabt? Bzw: Was heisst "offensichtlich". Ich begegne immer wieder Kommentaren (nicht zwingend bei watson) wo sich die Autoren auch auf Nachfragen hin beharrlich weigern, Belege \ Quellen für ihre Behauptungen zu liefern. - Die Kommentare bleiben dennoch stehen, unüberprüfbar.
    18 2 Melden
    • Daniel Caduff 18.06.2015 18:55
      Highlight Highlight Hier zwei Screenshots aus einer Diskussion auf Newsnetz, von Vorgestern. Google Suchstring: "tagi.ch Bigler verschickt 140 000" Sie können gerne die gesamte Diskussion nachlesen, inkl. aller unbelegten Behauptungen. Mehr kann ic h gerne nachliefern. Aber danke für Ihre erkenntnistheoretischen Überlegungen.
      User Image
      4 3 Melden
    • Daniel Caduff 18.06.2015 18:56
      Highlight Highlight Hier die Fortsetzung.
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      3 2 Melden
    • stadtzuercher 18.06.2015 19:47
      Highlight Highlight caduff, bei ihrer als beispiel gezeigten diskussion ist ihr gegenüber nicht im unrecht. sachlich vollkommen richtig, soweit ich das erkennen kann.
      7 0 Melden
  • Daniel Caduff 18.06.2015 17:58
    Highlight Highlight Ich finde, nicht die Medien sollten haftbar sein, sondern die Verfasser. Wenn ich einen anonymen, beleidigenden Brief verschicke, ist auch nicht die Post schuld. Umgekehrt verlange ich schon lange, dass die Nutzer identifizierbar sein sollten. Also Kommentare nur noch im vollen Klarnamen inkl. Wohnort, nach Anmeldung mit Kreditkarte oder SuisseID. Ich bin überzeugt, dass dies auch das Troll-Problem reduzieren würde.
    17 18 Melden
    • Sagitarius 18.06.2015 18:06
      Highlight Highlight Absolut!
      Die Anonymität des Schreibers ist vielfach das Problem!
      7 11 Melden
    • Baba 18.06.2015 18:43
      Highlight Highlight @Daniel Caduff: Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, aber... Ich selbst habe einen Namen, den es nur einmal in der Schweiz gibt. Glauben Sie im Ernst, dass ich meine Kommentare also unter meinem Namen abgebe? Ich habe das früher gemacht, mit dem Ergebnis, dass ich telefonisch belästigt wurde, bedroht & beleidigt (und nein, ich will meine TelNr nicht sperren). Ich poste nie mehr Kommentare unter meinem kompletten Namen! Die Anmeldung mit der SwissID ist grundsätzlich gut, dann weiss das Portal, mit wem sie es zu tun haben. Aber ein Alias nach aussen ins Netz muss weiterhin möglich bleiben!
      27 2 Melden
    • droelfmalbumst 19.06.2015 11:10
      Highlight Highlight es war doch schon immer so dass man in der virtuellen bzw. digitalen welt ein nickname verwendet... ist ja sinn der sache dass man anonym bleibt...
      2 2 Melden
  • Syk27 18.06.2015 17:32
    Highlight Highlight Finde ich gut und richtig, dass die Kommentare vor der Veröffentlichung überprüft werden.
    Bei watson ist die Zahl der Kommentare ja noch sehr bescheiden im Vergleich zu anderen Newsportalen, also ist das hier auch noch gut machbar. Liegt vielleicht dran, dass die Kommentarfunktion hier (bewusst?) so versteckt ist, brauchte ein paar Monate bis ich sie überhaupt entdeckte...
    12 4 Melden
  • swissda 18.06.2015 17:32
    Highlight Highlight Was mich noch mehr nervt als die infantilen Beleidigungen in den Kommentaren sind Behauptungen bzw. Falschmeldungen, die faktisch schlicht falsch sind.
    28 2 Melden
    • Oberon 18.06.2015 18:09
      Highlight Highlight Am besten direkt korrigieren damit die nächsten Leser dies nicht als Meinungsbildung übernehmen und am falls es geht mit Quelle.
      10 1 Melden
    • Angelo C. 18.06.2015 18:35
      Highlight Highlight Nerven tut das sicher - nur : wie willst du von einen oberflächlich prüfenden Redaktionsmitarbeiter erwarten, dass er jede Aussage und jedes Zitat oder Studie als wahr oder unwahr bewerten oder gar auch noch eingehend prüfen soll? Sowas ist (leider) nicht realistisch, es sei denn, eine klassische Lüge sei auch ohne jede Nachprüfung völlig evident, wie ein kürzliches unrühmliches Beispiel: "85% aller Muslime in der Schweiz praktizieren ihren Glauben nicht!" Beten also quasi genausowenig, wie sie jemals eine Moschee aufsuchen. Sowas wäre (vielleicht) knapp zumutbar redaktionell zu beanstanden, aber auch hier : Jeder schreibt halt seine ganz persönliche Meinung, und es ist meist schwer, klare Absicht zur Manipulation zu unterstellen, oder auch nur die Aussage als blossen Irrtum zu verifizieren.
      8 2 Melden
  • welefant 18.06.2015 17:31
    Highlight Highlight Machen das die Juden wirklich?
    13 4 Melden
    • Oberon 18.06.2015 18:05
      Highlight Highlight Solange gegen kein Gesetz verstossen wird kann jeder essen was er will. ;)
      8 2 Melden
    • welefant 18.06.2015 18:09
      Highlight Highlight & wie darf man sich das vorstellen? Jeder seine eigene oder gibts da au staatliche unterstützung resp. gleichstellung der geschlechter?
      5 6 Melden
    • droelfmalbumst 19.06.2015 11:12
      Highlight Highlight lala-sa-lama... fall sie es nicht wissen gibt es auch weibliche beschneidung.

      hier eine lektüre:
      http://www.wabnig.net/weibliche_beschneidung__1.htm
      0 2 Melden

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