Venezuela
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USA aktivieren regionales Militärbündnis gegen Maduro



epa07681570 A handout photo made available by Miraflores Press Office shows Venezuelan President Nicolas Maduro (C) as he poses for a picture with members of the military in Cojedes State, Venezuela, 04 May 2019 (issued 29 June 2019).  EPA/MIRAFLORES PRESS OFFICE / HANDOU EDITORIAL USE ONLY/NO SALES HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Maduro ist auf sein Militär angewiesen. Bis jetzt stützen sie ihn. Bild: EPA

Mit Blick auf Venezuela hat die Regierung in Washington ein Militärbündnis aktiviert, dem neben den USA zehn Länder der Region angehören. Konkret gehe es um den Interamerikanischen Vertrag über gegenseitigen Beistand (Tiar), teilte am Donnerstag Aussenminister Mike Pompeo mit. Zur Begründung für die Entscheidung führte er «die jüngsten kriegslüsternden Aktionen der venezolanischen Armee» unter Präsident Nicolás Maduro an.

In jüngster Zeit habe es venezolanische Truppenbewegungen entlang der Grenze zu Kolumbien gegeben, erklärte Pompeo. Ausserdem lasse Maduro «illegale bewaffnete Gruppen und terroristische Organisationen» auf seinem Staatsgebiet gewähren.

«Dies beweist, dass Nicolás Maduro nicht nur eine Gefahr für das venezolanische Volk darstellt, sondern dass sein Handeln auch den Frieden und die Sicherheit der Nachbarländer Venezuelas bedroht», erklärte Pompeo weiter. Deshalb sei nun der Tiar aktiviert worden.

Tote und Verletzte bei Protesten in Venezuela

Der Vertrag sichert allen Mitgliedern Beistand im Verteidigungsfall zu. Venezuela war 2013 unter Maduros Vorgänger Hugo Chávez aus dem Verteidigungsbündnis ausgestiegen. Erst im Juli hatte aber das von der Opposition dominierte Parlament in Venezuela den erneuten Beitritt zu dem Vertrag beschlossen.

Parlamentspräsident Juan Guaidó, der sich im Januar selbst zum Übergangspräsidenten ernannt hatte und sich seitdem einen Machtkampf mit Maduro liefert, schliesst eine Militärintervention der USA zum Sturz der Maduro-Regierung nicht aus. Mit dem erneuten Beitritt zum Tiar-Vertrag wollte er offenbar die rechtliche Grundlage für eine solche Intervention in Venezuela schaffen.

Allerdings hob Venezuelas Oberstes Gericht die Parlamentsentscheidung wieder auf. Die regierungstreuen Richter erklärten, es gebe dafür keine rechtliche Grundlage. Das Oberste Gericht erkennt die Autorität des von der Opposition dominierten Parlaments schon seit 2016 nicht mehr an und erklärt alle seine Entscheidungen für nichtig.

«Leute sterben in Spitälern»

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Video: srf/SDA SRF

Venezuela hatte am Dienstag ein Militärmanöver an der Grenze zu Kolumbien begonnen. An der Übung nehmen 150'000 Soldaten teil. (aeg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • landre 12.09.2019 13:50
    Highlight Highlight Militärbündnisse welche durch ein festgesetztes Feindbild aktiviert werden, dienen per se dem Angriff und nicht der Verteidigung bzw. dem "Verteidigungsfall". Zumindest solange die Weltgemeinschaft als solche anerkannt wird.
    • El Mac 12.09.2019 14:20
      Highlight Highlight Was? Venezuela führt gerade Militärmanöver an der Grenze zu Kolumbien mit über 100 000 Soldaten durch, kauft neue Raketensysteme und hat Russische und Kubanische Soldaten ins Land gelassen? Mal abgesehen, dass dort ein Diktator regiert.

      Wer hat da ein festgesetztes Feindbild und benimmt sich offensiv gegenüber alle anderen?
    • Liselote Meier 12.09.2019 18:20
      Highlight Highlight Klar doch mit einer schlechter ausgebildeten und Zahlenmässig weit unterlegenen Armee, marschiert Venezuela mit Raketenabwehr-Systemen in Kolumbien ein. Kolumbien hat eine Kampferporbte-Armee + Geländevorteil.

      Da sind ein paar Kubanische und Russische Militärberater in Venzuela. Das fünfache wird es wohl in Kolumbien an US-Militätberater haben.

      Den Stuss kannst du schreiben wenn die Russen 10‘000 T14 Panzer, 2‘000 Gradwerfer, 500‘000 Soldaten und paar Luftwaffenverbände rüberschicken würden (Offensivwaffen), dann wären wir aber am Punkt eines Weltkrieges angelangt.









  • Liselote Meier 12.09.2019 13:44
    Highlight Highlight Wiedermal ein hübscher einseitiger Bericht eine ausländischen Depechenagentur.

    Warum gibt es denn erhöhte Truppenbewegungen zur Kolumbischen Grenzen, nicht etwa weil dort Paramilitärs trainiert werden? Anschlagsversuche gäbe es keine?

  • FaridBang3000 12.09.2019 13:22
    Highlight Highlight ui nein, das ist jetzt blöd, da die usa ja nie ohne rechtliche grundlage etwas dergleichen unternehmen würden...ääääähhhh....
  • Amenokal 12.09.2019 13:09
    Highlight Highlight Immer dieses Kriegspielen.. hoffe die USA entscheiden sich für den Frieden.. http://dafür,
    • El Mac 12.09.2019 14:21
      Highlight Highlight Die USA haben dort rein gar nichts zu sagen. Es ist sind Südamerikanischen Länder, die entscheiden werden was passiert.
  • aglio e olio 12.09.2019 12:15
    Highlight Highlight Gab es eigentlich mal eine US-Militärintervention in Südamerika die den Menschen dort etwas Positives brachte?

    • Pana 12.09.2019 14:01
      Highlight Highlight In Panama wurde mal ein Diktator gestürzt. Natürlich handelte die USA auch aus Eigeninteresse, aber grundsätzlich schon positiv.
    • loquito 12.09.2019 14:06
      Highlight Highlight Nein.
    • loquito 12.09.2019 14:09
      Highlight Highlight Ah du meinst den Krieg gegen Noriega, welcher von den USA unterstützt wurde um die Sandinisten zu bekriegen und dafür mit Drogen handeln dirfte wie es ihm beliebte? Ja das war super, als die USA dann den Noriega nicht mehr brauchten und ihn stürzten (ironie off)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Whitchface 12.09.2019 11:43
    Highlight Highlight Für mich schreit das bis zum Himmel nach Militärputsch. Nicht, dass ich ein Fan Maduro's wäre...
    Durch die CIA orchestrierte Regimewechsel waren noch nie von Erfolg gekrönt.
    Wann lernen es die Amis endlich?
  • RandomNicknameGenerator 12.09.2019 11:15
    Highlight Highlight Eine Demokratie wird zur Diktatur 😓
    • tagomago 12.09.2019 11:29
      Highlight Highlight Du meinst die USA? Da hast du Recht!
    • DerewigeSchweizer 12.09.2019 11:54
      Highlight Highlight Du meinst die USA.

      Also in dieser "Diktatur" Venezuela,
      konnte der Oppositonsführer Guaido
      in der Presse, frei,
      seinen 7 Punkte Plan zum Umsturz der Regierung verbreiten.
      In Venezuela dürfen sich politische Parteien bilden, versammeln und kommunizieren.

      Stellt euch mal dasselbe in Saudiarabien, des Westens geliebter Businesspartner, vor,
      oder in Nordkorea.

      Also, RandomNicknameGenerator:
      Bez. des Begriffs "Diktatur" bitte nochmal zur Schule gehen.

      Und bitte verschont uns mit eurer Regierungsumsturz-Lügenpropaganda.
    • PlayaGua 12.09.2019 12:00
      Highlight Highlight Das ist schon unter Chavez geschehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 12.09.2019 11:08
    Highlight Highlight Oha, gibt's für die USA mal wieder ein Land zu demokratisieren. Schön.
  • Aithria 12.09.2019 10:51
    Highlight Highlight Wie wenn der Russe an innerhalb seiner eigenen Staatsgrenzen Einheiten herumschiebt, so ist das auch im Falle Venezuelas ein aggressiver Akt und muss geahndet werden. Wieso eigentlich? Der Chef Venezuelas will Krieg gegen Stars and Stripes? Ja natürlich, denn, er ist ja so weltfremd wie unser Ueli und hält seine Armee für die beste der Welt.
  • DerewigeSchweizer 12.09.2019 10:29
    Highlight Highlight Die USA wollen unbedingt an Venezuelas Öl, Gold, Uran, Coltan etc.

    Mit ihrer undemokratischen Regimewechselpolitik seit 20 Jahren,
    erfolglos,
    haben sie sich selber aus dem Rennen genommen und das Feld Russland und China überlassen.

    Ich finde die Bodenschätze Venezuelas gehören den Venezolanern.

    KEINE ausländische Macht soll,
    mittels korrupten Elementen,
    Vorrang auf diese Reichtüber haben.
    Nicht die USA, nicht China, nicht Russland und nicht Europa.
    Alle sollen Venezuelas Kunde sein.

    Aber die USA wollen aggressiv alles für sich.
    Abartig, widerlich, unwürdig.
    • RandomNicknameGenerator 12.09.2019 19:36
      Highlight Highlight "Ich finde die Bodenschätze Venezuelas gehören den Venezolanern."

      Da hast du recht. Und Diktator Maduro verschenkt sie grosszügig den Russen und Chinesen.

      Übrigens: Der Tiar Beschluss war einstimmig (von den 19 Mitgliedsstaaten), nicht einfach ein Putschversuch der USA

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