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Liverpool's Mohamed Salah, center, leaves the pitch during the English Premier League soccer match between Liverpool and Chelsea at Anfield stadium in Liverpool, England, Thursday, March 4, 2021. (Phil Noble, Pool via AP)

Mo Salah würdigt Jürgen Klopp bei seiner Auswechslung keines Blickes. Bild: keystone

Historische Heimpleite und Salah-Zoff – Klopp erlebt gegen Chelsea einen Horror-Abend



So etwas hat es in der langen Geschichte des ruhmreichen FC Liverpool noch nie gegeben: Gegen Chelsea verlieren die «Reds» zuhause mit 0:1 – es war bereits die fünfte Heimniederlage in Serie. In der Tabelle ist das Team von Trainer Jürgen Klopp, das zahlreiche verletzte Stammspieler zu beklagen hat, auf den 7. Rang abgerutscht. Der Rückstand auf die Champions-League-Plätze ist auf vier Punkte angewachsen.

Klopp war nach dem neuerlichen Dämpfer sichtlich angefressen: «Es ist ein schwerer Schlag für uns. Im Moment sind wir definitiv nicht in einer Position, um über die Champions League zu sprechen. Wenn wird das noch ändern möchten, brauchen wird dringend Resultate. Es ist noch nicht vorbei», erklärte der 53-jährige Deutsche nach dem Spiel.

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Klopp im Post-Match-Interview. Video: streamable

«Es wäre eine Überraschung gewesen, wenn wir Chelsea vom Feld geschossen hätten. Aber wir waren im Spiel», führte Klopp aus. «Es ist einfach ärgerlich, immer und immer wieder über dieselben Dinge zu reden. Es ist schwierig, aber wir müssen uns durchkämpfen.»

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Die Highlights der Partie. Video: YouTube/Liverpool FC

Salah-Auswechslung sorgt für Stunk

Doch nicht nur wegen der ausbleibenden Resultate kommt Klopp in Liverpool langsam in Erklärungsnot, gestern Abend sorgte er mit der Auswechslung von Mohamed Salah für noch mehr Unruhe. Der Toptorjäger wurde von Klopp in der 62. Minute vom Feld beordert – so früh wie seit September 2017 nicht mehr.

Nicht nur für Salah ein ziemliche Überraschung, schliesslich lag Liverpool zu diesem Zeitpunkt zurück und der Ägypter ist mit 17 Treffern in dieser Saison aktuell der beste Torschütze der Premier League.

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Salah sitzt nach seiner Auswechslung ungläubig auf der Bank. bild: screenshot sky

Salah konnte die Entscheidung seines Trainers überhaupt nicht nachvollziehen. Bereits beim Verlassen des Spielfelds schüttelte er den Kopf, lief ohne Blickkontakt schnurstracks an Klopp vorbei. Später zeigten TV-Kameras, wie Salah auf der Tribüne immer noch verärgert den Kopf schüttelte.

Nur fünf Minuten nach der Auswechslung mischte sich Salahs Berater ins Geschehen ein. Auf Twitter postete er eine Nachricht, die allerdings nur einen Punkt enthielt. Dies reichte jedoch, um eine heftige Diskussion unter dem Tweet über die Auswechslung seins Schützlings auszulösen. Salahs Vertrag läuft noch bis 2023, aber zuletzt gab es immer wieder Gerüchte, dass er gerne einmal in Spanien für Real Madrid oder den FC Barcelona spielen würde.

Auch Sky-Experte Jamie Carragher wunderte sich über Salahs Auswechslung. «Ich konnte es nicht glauben, das war schon komisch», erklärte die Liverpool-Legende in seiner Blitz-Analyse nach dem Spiel. «Wenn du ein Tor brauchst, dann lass' so viele Leute wie möglich auf dem Spielfeld, die ein Tor erzielen können ... Aber wenn Salah am Wochenende für Liverpool drei Punkte holen kann, dann hat Klopp vielleicht Recht.»

Der Liverpool-Coach selbst begründete seinen Wechsel so: «Ich hätte auch einen anderen Spieler auswechseln können, aber ich hatte in diesem Moment das Gefühl, dass er die Intensität des Spiels gespürt hat. Ich wollte nichts riskieren. Das ist alles. Ich kenne ihn schon lange und normalerweise sieht er frisch aus.» Dass der Liverpool-Trainer damit unnötig eine weitere Baustelle aufgemacht hat, konnte er da freilich noch nicht wissen. Immerhin kriegen die «Reds» bereits am Sonntag gegen Fulham die Chance, die Heimpleiten-Serie im sechsten Anlauf endlich zu beenden.

Tuchel reitet die Erfolgswelle

Während in Liverpool der Baum langsam zu brennen beginnt, ist die Gefühlslage beim gestrigen Gegner Chelsea komplett anders. Seit Thomas Tuchel bei den «Blues» übernommen hat, läuft es wie geschmiert. Von seinen ersten zehn Spielen mit seinem neuen Verein gewann Tuchel deren acht, zweimal gab's ein Unentschieden.

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Die ersten 10 Spiele von Tuchel. bild: screenshot sky

«Es war natürlich ein Sechs-Punkte-Spiel. Aber das Rennen läuft noch, es sind noch viele Spiele und wir müssen Schritt für Schritt gehen. Wir dürfen uns nicht ausruhen oder feiern», sagte der 47-jährige Deutsche, der erst Ende Januar die Nachfolge von Frank Lampard angetreten hatte und mit seinem Team nun auf Champions-League-Rang 4 liegt. (pre)

Die Tabelle:

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