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Neue Startseite von The Pirate Bay: Phönix statt Piratenschiff.
Neue Startseite von The Pirate Bay: Phönix statt Piratenschiff.
screenshot: the pirate bay
Filesharing-Website

The Pirate Bay ist wieder online 

Knapp zwei Monate nach einer Razzia ist The Pirate Bay wieder online. Von wo aus sie nun betrieben wird und wer dahintersteht, ist unklar. 
02.02.2015, 09:44
Ein Artikel von
Spiegel Online

«The Pirate Bay ist wieder einmal aus ihrer digitalen Asche auferstanden.» Mit diesen schwülstigen Worten freut sich das Filesharing-Blog TorrentFreak, darüber, dass die berühmte und umstrittene Filesharing-Website seit Samstagnachmittag wieder erreichbar ist. Sogar die alte schwedische Domain würde weiterverwendet. Der Datenverlust, so die Tauschexperten, sei offenbar gering. 

Die zuvor oft geäusserte Befürchtung, das System habe möglicherweise erhebliche Datenverluste erlitten, war durchaus berechtigt. Anfang Dezember hatte die schwedische Polizei im Grossraum Stockholm eine Razzia durchgeführt. Deren Ziel war unter anderem ein Rechenzentrum, auf dessen Rechnern das Angebot lief. 

Jetzt auf

Die Ermittler stellten im Rahmen der Razzia mehrere Computer und Server sicher, was den Ausfall des Angebots zur Folge hatte. Unbekannte hatten versucht, das System wenig später unter der Top-Level-Domain von Costa Rica wieder in Betrieb zu nehmen. Versuche, die Seite über diese Adresse zu erreichen, produzierten jedoch in erster Linie Fehlermeldungen. 

Der Gründer der Seite will damit nichts mehr zu tun haben 

The Pirate Bay ist seit Jahren im Visier von Ermittlern. Dem Angebot wird vorgeworfen, illegalen Tauschhandel mit digitalen Medien zu ermöglichen. Erst im November 2014 war Fredrik Neij, als letzter der drei Gründer der Plattform, in Asien festgenommen worden. Einen Monat zuvor war Mitgründer Gottfrid Svartholm Warg wegen eines Hackerangriffs auf Polizeidatenbanken in Dänemark zu drei Jahren Haft verurteilt worden. 

Der dritte Mitgründer, Peter Sunde, war Anfang November aus dem Gefängnis entlassen worden. Er habe zwei Drittel seiner 2010 wegen Urheberrechtsverletzungen verhängten Strafe abgesessen, sagte sein Anwalt in Stockholm. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Sunde und die Mitgründer mit The Pirate Bay eine Plattform fürs illegale Herunterladen von Musik, Filmen und Spielen angeboten hatten. 

Sunde selbst erklärte im Dezember, das Schicksal der Filesharing-Website sei ihm egal. Er selbst sei kein Fan von dem, wozu The Pirate Bay geworden sei. Von den aktuell Verantwortlichen habe sich niemand mehr darum gekümmert, das Angebot technisch auf dem neuesten Stand zu halten: «Die Seite war hässlich, voller Fehler, altem Code und Design. Nichts hat sich geändert, mit einer Ausnahme: Den Anzeigen.»

Die heutigen Betreiber der Seite hatten den Neustart bereits vor Tagen für den 1. Februar angekündigt. Weshalb es nun einen Frühstart gab, ist unklar, allerdings funktionieren am Samstagabend auch noch nicht alle Bereiche der Seite. Offensichtlich ist jedoch, dass das Angebot aus einem Backup wiederhergestellt worden ist. Die Daten der zuletzt eingetragenen Dateien stimmen mit dem Datum der Polizeirazzia in Schweden überein. 

Wer genau hinter dem neuen Pirate Bay steckt, das anstelle des alten Piratenschiffes jetzt mit einem Phönix-Symbol aufmacht, klärt auch «TorrentFreak» nicht auf. Auf der Seite selbst lässt sich nur lesen, die Seite würde nun von einer Organisation betrieben, die auf den Seychellen registriert sei. Das Kontaktformular allerdings führt derzeit nur zu der Fehlermeldung: «Not Found (aka 404)». 

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