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Pence hofft auf «neue Ära» in Nahost-Friedensgesprächen



US-Vizepräsident Mike Pence am Montag in Jerusalem von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu empfangen worden. Pence verteidigte bei dem Treffen erneut die «historische» Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Er hoffe auf eine «neue Ära» in den Friedensgesprächen zwischen Israelis und Palästinensern, sagte Pence.

Netanjahu bezeichnete den US-Vizepräsidenten als einen «lieben Freund» Israels. Es sei das erste Mal, dass er bei einem Staatsbesuch zusammen mit seinem Gast die Worte «Israels Hauptstadt, Jerusalem» aussprechen könne.

Netanjahu stufte in einer Ansprache vor dem Parlament die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch die USA als einen der wichtigsten Momente in der Geschichte des Zionismus ein. Das Bündnis zwischen Israel und den USA sei so stark wie nie zuvor, sagte Netanjahu. «Amerika hat keinen engeren Freund als Israel, und Israel hat keinen engeren Freund als die Vereinigten Staaten von Amerika.»

«Iran grösste Bedrohung der Welt»

Netanjahu sagte in seiner Ansprache weiter, der Iran stelle gegenwärtig die grösste Bedrohung der Welt dar. «Wir werden ihm nicht erlauben, Atomwaffen zu erlangen.» Dies sei auch die Politik der USA. Der israelische Regierungschef betonte, sein Land strebe weiter Frieden mit seinen Nachbarn an. «Ich werde mit Trump zusammenarbeiten, um ihn zu erzielen.» Es gebe keinen Ersatz für die USA als Vermittler in Nahost, sagte Netanjahu.

Am Nachmittag wollte Pence in der Knesset eine Rede halten. Arabische Abgeordnete hatten angekündigt, die Sitzung zu boykottieren.

Mit der Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin zu verlegen, hatte Trump im Dezember internationale Kritik auf sich gezogen und wütende Proteste in muslimischen Ländern provoziert.

Pence hatte seine ursprünglich für Dezember geplante Nahost-Reise am Samstag in Ägypten begonnen. Gespräche mit Palästinenserführern sind nicht geplant. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte es aus Ärger über die Jerusalem-Entscheidung abgelehnt, Pence zu treffen.

Bei seinen vorherigen Reisestationen wurde Trumps Vize mit Kritik an der Jerusalem-Entscheidung konfrontiert. Der jordanische König Abdullah II. brachte am Sonntag seine «Sorgen» über den Schritt zum Ausdruck. Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi pochte bei einem Gespräch mit Pence darauf, dass die Palästinenser das Recht auf einen eigenen «Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt» hätten. (sda/afp/dpa)

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