DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bundesrätin Keller-Sutter erwartet keine Rochaden in der Regierung

12.12.2019, 04:3012.12.2019, 04:33

Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP) erwartet in der Regierung vorerst keine Rochaden. Nach ihrer Wahrnehmung wollten alle Bundesräte das jeweilige Departement behalten, sagte sie in einem Interview mit der SRF-Sendung «Rundschau» vom Mittwochabend.

Karin Keller-Sutter rechnet nicht mit Rochaden im Bundesrat.
Karin Keller-Sutter rechnet nicht mit Rochaden im Bundesrat.Bild: KEYSTONE

Zuletzt wurden Innenminister Alain Berset (SP) Ambitionen auf das Aussendepartement von Ignazio Cassis (FDP) nachgesagt. Der seit 2017 amtierende Aussenminister steht wegen seiner Amtsführung teilweise in der Kritik.

«Ich finde es gut, wenn Herr Cassis das Aussendepartement weiterführt», sagte die FDP-Bundesrätin über ihren Parteikollegen. Cassis selbst hatte Mitte November in einem Interview erklärt, er wolle den Job des Aussenministers mindestens zehn Jahre machen.

Die Spekulationen um eine mögliche Rochade in der Regierung angefeuert hatte CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister am Mittwoch unmittelbar nach der Gesamterneuerungswahl des Bundesrats. Pfister griff Cassis in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» erneut an und forderte einen Personalwechsel im Aussendepartement, um den Verhandlungen über einen Rahmenvertrag mit der EU neuen Schub zu verleihen.

Gerhard Pfister liess Spekulationen über eine mögliche Rochade laut werden.
Gerhard Pfister liess Spekulationen über eine mögliche Rochade laut werden.Bild: KEYSTONE

Pfister plädierte dabei nicht offen für einen Wechsel von Cassis, verlangte aber einen neuen Unterhändler beim EU-Dossier. Ein Departementswechsel sei Sache des Gesamtbundesrats, meinte Pfister und fügte an: «Falls er Aussenminister bleibt, erwarte ich von ihm mehr Berechenbarkeit und Führungskraft. Er muss ein klareres Bekenntnis zur Europastrategie des Gesamtbundesrats abgeben.»

Die vereinigte Bundesversammlung hatte am Mittwoch alle sieben amtierenden Bundesräte im Amt bestätigt. Die grüne Sprengkandidatin Regula Rytz blieb chancenlos. Falls einer der Magistraten einen Wunsch für einen Wechsel des Departements deponiert, wird das Gremium voraussichtlich am Freitag darüber diskutieren. Ihre Pläne verraten die Bundesräte jeweils nicht vorab. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Gössi zur Bundesratswahl

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kaum wird es ein wenig kälter, geht es wieder los
Ein paar Tage mit tieferen Temperaturen haben genügt, um in den «Impfmuffel»-Kantonen die Corona-Fallzahlen ansteigen zu lassen. Deshalb ist die Zertifikatspflicht nötiger denn je.

In einer Woche ändert sich manches. Zum Beispiel die Meinung des Bundesrats zur epidemiologischen Lage. Sie habe sich «stark verbessert», sagte Gesundheitsminister Alain Berset nach der Sitzung in Luzern vom 13. Oktober. Deshalb werde der Bundesrat in einer der nächsten Sitzungen die Notwendigkeit der Zertifikatspflicht noch einmal prüfen.

Zur Story