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In this Sept. 6, 2018 photo, Supreme Court nominee, Brett Kavanaugh waits to testify before the Senate Judiciary Committee for the third day of his confirmation hearing, on Capitol Hill in Washington.  Official Washington is scrambling Monday to assess and manage Kavanaugh’s prospects after his accuser, Christine Blasey Ford, revealed her identity to The Washington Post and described an encounter she believes was attempted rape. Kavanaugh reported to the White House amid the upheaval, but there was no immediate word on why or whether he had been summoned.  (AP Photo/J. Scott Applewhite)

Der erzkonservative Brett Kavanaugh ist Präsident Trumps Kandidat für den Obersten Gerichtshof der USA.  Bild: AP/AP

Druck auf Trumps Richter-Kandidaten Kavanaugh steigt: Christine Blasey Ford will aussagen



Laut Berichten von US-Medien will die Professorin Christine Blasey Ford, die schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Brett Kavanaugh vorgebracht hat, nächste Woche vor einem Ausschuss des Senats aussagen. Kavanaugh ist der Wunschkandidat von Donald Trump für das Amt eines Richters am Obersten Gerichtshof der USA

«Dr. Ford akzeptiert die Bitte des Komitees, ihre Kenntnisse aus erster Hand über Brett Kavanaughs sexuelles Fehlverhalten vorzulegen», gaben ihre Anwälte in einem Schreiben an das Senatskomitee bekannt. 

Die 51-jährige Ford beschuldigt den erzkonservativen Kandidaten für das vakante Richteramt am Obersten Gericht der USA, in den 80er Jahren bei einer Schülerparty versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Kavanaugh weist die Anschuldigung zurück. US-Präsident Donald Trump, der Kavanaugh als Richter vorgeschlagen hat, stellte Fords Glaubwürdigkeit in Frage.

Ford hatte sich bereits zuvor grundsätzlich zu einer Aussage im Senats-Justizausschuss bereit erklärt – ebenso wie Kavanaugh. Die Professorin lehnte aber den Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Chuck Grassley ab, bereits am Montag in einer öffentlichen Anhörung auszusagen.

Später schlug Grassley den Mittwoch vor und setzte Ford eine Frist bis Freitagabend, um darüber zu entscheiden. Andernfalls werde der Ausschuss am Montag über Trumps Wunschkandidaten für den mächtigen Supreme Court abstimmen – ohne sie vorher anzuhören. Später verlängerte Grassley die Frist dann bis Samstag 20.30 Uhr MESZ.

Die Vorwürfe gegen Kavanaugh sind für die Demokraten eine Gelegenheit, dessen Nominierung bis nach dem 6. November hinauszuzögern. Dann finden die Zwischenwahlen von Senat und Repräsentantenhaus statt, die möglicherweise neue Mehrheitsverhältnisse bringen. Die Demokraten könnten dann den erzkonservativen Kavanaugh und damit eine langjährige Dominanz der Konservativen am Obersten Gerichtshof verhindern. 

(dhr/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Billy the Kid 23.09.2018 08:56
    Highlight Highlight Passt doch zu der ganzen Heuchelei in den USA:
    Ehemaliger Vergewaltiger, der unter Eid lügt, dass sich die Balken biegen - wird das konservative Zünglein an der Waage im Höchsten Gericht des Landes.
  • Kronrod 23.09.2018 03:53
    Highlight Highlight Wie kommt es, dass ich über die mögliche Wahl eines einzelnen Richters in einem fernen Land wöchentlich mehr Text vorgesetzt bekomme, als über alle Richter und Urteile in der Schweiz zusammen in einem ganzen Jahr? Seid ihr tatsächlich überzeugt, dass das Theater um ersteres Thema derart viel relevanter ist für uns Leser?
    • Billy the Kid 23.09.2018 08:52
      Highlight Highlight @Kronrod
      Die USA sind (noch) ein Weltimperium, für das u.a. im Supreme Court die Weichen gelegt werden.
      Falls Sie das nicht interessiert - sei`s ihnen gegönnt.
    • Zarzis 23.09.2018 09:55
      Highlight Highlight Das liegt an der Bedeutung des Obersten Gericht.
      Zur Zeit sind 4 Dem. und 4 Reps. darin Vertreten. Wenn nun Kavanaugh rein kommt, sind es 5Reps. also die Mehrheit. Zusätzlich sind diese Richter nicht Absetzbar. Die können selber sagen, wie lange sie bleiben wollen. Also der einte der kürzlich zurück trat, wurde noch von Nixon, eingesetzt! Kavanaught ist auch kurz über 50. Und so kann der noch 35 Jahre im Amt bleiben. Zusätzlich hätte eigentlich Obama einen einsetzten sollen und die Reps haben so lange Blockiert bit Trump im Amt war. Aber ja, diese Berufung ist sehr wichtig.
    • Kronrod 23.09.2018 13:34
      Highlight Highlight Ja, ich verstehe, dass das Supreme Court wichtig ist für die Amerikaner und die Amerikaner für die Welt. Aber für mich als Schweizer wäre es doch mindestens so wichtig, über das Bundesgericht informiert zu sein, oder? Darüber liest man kaum je was.
  • Vanessa_2107 23.09.2018 00:39
    Highlight Highlight Na da hoffe ich doch, dass ihre Aussage einige Republikaner davon abbringen wird für Kavanaugh zu stimmen. Einen Lügendetektortest hat sie ja schon gemacht.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 22.09.2018 22:03
    Highlight Highlight Weshalb Bad News für Kavanaugh? Wenn Ford nicht noch sehr gewichtige Fakten zurückhält wird er dort sitzen, sagen alles was gegen ihn vorgebracht wird sei falsch und habe sich so nicht abgespielt.
    Dazu wird er ausgewählte Abschnitte von Fords Geschichte angreiffen, um ihre gesamte Erzählung in misskredit bringen. Die Republikaner werden sagen können, man habe Ford angehört, sie sei nicht überzeugend gewesen und gut ist. Und selbst wenn das zusätzliche Frauen für die Dems an die Urne bringen wird, ein konservativer Richter im SC ist deutlich mehr wert als ein paar Senatorensitze.
    • Butzdi 23.09.2018 01:28
      Highlight Highlight Passiert unter Eid - nicht dass das Kavanaugh was ausmacht, er hat schon mindestens 3x Meineid abgelegt. Es gibt aber mit Judge einen Zeugen und der will nicht unter Eid aussagen. Die GOP wird ihre Wahlchancen im Nov noch weiter verkleinern, wenn Sie Trumps vermeintliche Rettung durchboxen.

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