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Wieder Unruhen in US-Stadt Milwaukee nach tödlichen Polizeischüssen



Nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen Mann in der US-Stadt Milwaukee hat es die zweite Nacht in Folge dort Krawalle gegeben. Zunächst sei eine Demonstration friedlich verlaufen.

Dann seien Schüsse gefallen und Steine sowie Flaschen geworfen worden, teilte die Polizei am Montag mit. Eine angeschossene Person sei ins Spital gebracht worden.

Ob es sich dabei um einen Demonstranten handelte, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Auch ein Polizist sei in einer Klinik behandelt worden, nachdem ein Stein die Frontscheibe seines Streifenwagen zertrümmert habe.

Die Behörden verhängten am Montag eine Ausgangssperre in Milwaukee. Bürgermeister Tom Barrett forderte die Bewohner auf, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder nicht mehr nach 22 Uhr auf der Strasse sind. «Es herrscht eine Ausgangssperre, die heute Nacht für Jugendliche strikter durchgesetzt wird», sagte er.

Kein Einsatz der Nationalgarde

Die vom Gouverneur des Bundesstaates Wisconsin mobilisierte Nationalgarde kam nicht zum Einsatz. Die militärisch ausgebildeten Reservisten sollten der Polizei beistehen, wenn es nötig sei, sagte Gouverneur Scott Walker am Sonntag (Ortszeit).

Auslöser der Unruhen war der Tod eines 23-Jährigen durch Schüsse eines Polizisten. Der Mann war bei einer Polizeikontrolle weggelaufen und von dem Polizisten zu Fuss verfolgt worden.

Polizeichef Edward Flynn sagte am Sonntag, die Aufnahmen der Videokamera am Körper des Polizisten liessen darauf schliessen, dass dieser sich rechtmässig verhalten habe. Es sei zu sehen, wie sich der Verdächtige mit einer Schusswaffe in der Hand zu dem Polizisten umgedreht habe.

Bei dem Erschossenen soll es sich Medienberichten zufolge um einen Afroamerikaner handeln, der schon mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten sei. Der betroffene Polizist war nach Flynns Worten ebenfalls ein Afroamerikaner.

Viele fühlen sich ungerecht behandelt

An der Stelle, wo der Mann erschossen worden war, entzündeten am Sonntagabend rund 200 Menschen Kerzen. «Wir sind keine ignoranten und dummen Menschen», sagte ein Pastor und brachte die Empfindungen vieler Afroamerikaner in Milwaukee zum Ausdruck, die sich systematisch ungerecht behandelt fühlen.

«Jeder Einzelne müsse als Mensch betrachtet werden und nicht als Wilder oder als Tier», sagte der Pastor. Geschwister des Getöteten sagten, er sei kein Schwerverbrecher gewesen und nur davongelaufen. Er sei von hinten erschossen worden.

Seit zwei Jahren kommt es in den USA nach tödlichen Schüssen durch die Polizei auf Verdächtige immer wieder zu Unruhen, zuletzt in Baltimore im Bundesstaat Maryland und in Ferguson im Bundesstaat Missouri. Oft sind die Opfer Schwarze. Kritiker werfen der Polizei vor, rassistische Vorurteile zu haben und Schwarze zu benachteiligen. (sda/reu)

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