Wirtschaft
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Lotterien

Comlot hat in 38 Fällen Strafanzeige erstattet

Die interkantonale Lotterie- und Wettkommission (Comlot) hat im vergangenen Jahr in 38 Fällen wegen illegaler Lotterie- oder Wettspiele Strafanzeige erstattet. Auch in der Schweiz würden Wettkampfmanipulationen gehäuft auftreten, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht.



Im Berichtsjahr 2013 bewilligte die Comlot der Loterie Romande 38 und der Swisslos 49 Spiele. Zudem wurde der Swisslos eine generelle Zulassungsbewilligung für die Produktefamilie der virtuellen Lose erteilt. Beiden Lotteriegesellschaften wurden ausserdem generelle Zulassungsbewilligungen für die Produktefamilie der Promotionslotterien ausgestellt.

Ein Hauptaugenmerk im Bereich Aufsicht galt erneut der Bekämpfung des illegalen Marktes sowie der Beaufsichtigung der Lotteriegesellschaften. Wegen vermuteten Verstössen gegen die Lotteriegesetzgebung wurden 2013 gesamthaft 110 Dossiers eröffnet. Im Vorjahr waren es 85 gewesen.

In 38 Fällen (Vorjahr 42) wurde bei den zuständigen kantonalen Strafverfolgungsbehörden Strafanzeige erstattet. Wegen Delikten im Zusammenhang mit Sportwetten-Terminals begleitet die Comlot häufig polizeiliche Massnahmen, weil dafür spezifische Kenntnisse der Materie erforderlich sind. Das Inspektorat der Comlot wohnte insgesamt 38 polizeilichen Massnahmen kantonaler Strafverfolgungsbehörden bei, davon 35 Hausdurchsuchungen.

Manipulation von Sportereignissen

Ein Sonderfall stellt in den Augen der Comlot die Wettkampfmanipulation dar, deren Fälle sich in den vergangenen Jahren auch in der Schweiz gehäuft haben. Darunter wird die Manipulation von Sportereignissen verstanden. Konkret bedeutet dies Absprachen über regelwidrige Änderungen des Verlaufs oder des Resultats eines Sportwettbewerbs. In die Absprachen sind Spieler oder Schiedsrichter involviert, die teilweise von Aussenstehenden bestochen worden sind.

Heute werde weltweit auf unzählbare sportliche Wettkämpfe und Ereignisse gewettet. Häufig bilde die Aussicht, mit der Platzierung von Wetten auf manipulierte Wettkämpfe grosse Summen verdienen zu können, gerade den Grund für die Wettkampfmanipulationen. Diese Entwicklung sei für die für den Sportwettbereich zuständigen Regulierungsbehörden weltweit besorgniserregend.

Eine wirksame Bekämpfung von Wettkampfmanipulation verlange nach präventiven, repressiven und organisatorischen Massnahmen auf verschiedenen Ebenen und könne nicht alleine durch Selbstregulierung der Sportorganisationen erfolgen. Vielmehr sei die Kooperation von Behörden, Sportorganisationen sowie Wettveranstaltern auf nationaler und internationaler Ebene notwendig. Dabei komme der Schweiz als Sitzstaat zahlreicher Sportorganisationen eine zentrale Rolle zu. (pma/sda)

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