Islamischer Staat (IS)
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Gründung einer IS-Terrorzelle

Drei Iraker in der Schweiz verhaftet: Sie sollen eine IS-Zelle betrieben haben 



Im vergangenen Frühling soll die Bundesanwaltschaft in der Schweiz drei Iraker festgenommen haben, die im Mittelland wohnen. Den festgenommenen Irakern wird vorgeworfen, in der Schweiz ein Netzwerk aufgebaut und darüber die Terrorgruppe Islamischer Staat finanziell und logistisch unterstützt zu haben. Das berichtete die «NZZ am Sonntag».

Die offiziellen Stellen – Bundesanwaltschaft und Bundesstrafgericht – geben sich zugeknöpft. Das Gericht bestätigt gegenüber der Zeitung lediglich, dass Entscheide ergangen, diese aber noch nicht veröffentlicht worden seien. Die Verhafteten gelangten offenbar mit Beschwerden zum Verfahren gegen sie ans Gericht.

Vor einigen Wochen hatte Bundesanwalt Michael Lauber bekannt gegeben, dass seine Behörde vier Verfahren gegen Dschihadisten führe, die nach Syrien gereist seien. Heute heisst es, es handle sich um vier Fälle von «radikalem Dschihadismus mit Syrien-Bezug».

FILE - In this undated file photo posted on Wednesday, Aug. 27, 2014 by the Raqqa Media Center of the Islamic State group, a militant extremist group, which has been verified and is consistent with other AP reporting, fighters of the Islamic State wave the group's flag from a damaged display of a government fighter jet following the battle for the Tabqa air base, in Raqqa, Syria. In staging airstrikes against Islamic State extremists in Syria, the U.S. may find itself in a confounding morass teeming with jihadis, rebel rivalries and sectarian hatred. (AP Photo/Raqqa Media Center of the Islamic State group, File)

Kämpfer der Terrorgruppe IS posieren mit ihrer schwarzen Flagge vor einem zerstörten syrischen Kampfflugzeug (Archivbild). Bild: AP/Raqqa Media Center of the Islamic State group

Rund 25 Schweizer Dschihadisten

Die «NZZ am Sonntag» spricht von einer IS-Zelle in der Schweiz, was eine neue Entwicklung wäre. Bislang war nur bekannt, dass radikalisierte Personen aus der Schweiz nach Syrien oder in den Irak gereist sind, um dort für die Terrormiliz zu kämpfen.

Neu beziffert der Nachrichtendienst die Anzahl solcher Dschihad-Reisenden aus der Schweiz auf rund 25, wovon ungefähr zehn bestätigt seien. Im Frühsommer war die Rede von bis zu 40 Personen gewesen.   

EDA: Es gibt keine Schweizer Geisel

Einen Wirbel um eine angebliche Schweizer Geisel hat die «New York Times» ausgelöst. Berichte der Zeitung liessen den Schluss zu, dass die Terrormiliz auch eine Schweizer Geisel festhält. 

Alles nur ein Missverständnis, teilte dazu das Schweizer Aussendepartement (EDA) der Zeitung «Schweiz am Sonntag» mit. Bisher habe die Behörde keine Fälle von Schweizern bearbeiten müssen, die durch den IS entführt worden seien.

Hintergrund des Missverständnisses ist laut EDA, dass die «Times» von einem Krisenmanagement-Zentrum berichtet, das in der Schweiz im vergangenen November nach Berichten über Geiselnahmen eröffnet worden sei. Dieses Zentrum gebe es aber seit 2012. (trs)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 21.09.2014 13:12
    Highlight Highlight Die CH ist weiterhin ein Rückzugsgebiet für Jiadisten aus der ganzen Welt. Hier kommen die Jihadisten zur Ruhe und können sich vom "Kampf" erholen. Das Sozialsystem sorgt vorzüglich dafür, dass sie dies auch können. Man lebt in der CH noch in relativer Ruhe, da die Jihadisten ihr Rückzugsraum und die vom Steuerzahler finanzierten Sozialleistungen nicht gefährden möchten.

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