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Auch im Alltag auf zwei Rädern: Marlen Reusser in Hindelbank.
Auch im Alltag auf zwei Rädern: Marlen Reusser in Hindelbank.
Bild: keystone

WM-Gold im Visier: Reusser will «meine eigenen Grenzen nochmals sprengen»

2021 ist definitiv das Jahr von Marlen Reusser. Nach Olympia-Silber und EM-Gold will die Bernerin heute ihre starke Saison mit dem WM-Titel im Zeitfahren vergolden. Es wäre das grösste Geschenk an ihrem 30. Geburtstag.
20.09.2021, 13:30

Den 20. September 2021 hat Marlen Reusser in ihrer Agenda dick angestrichen. Es ist jener Tag, an dem sie vor 30 Jahren in Jegenstorf das Licht der Welt erblickt hat. Doch eine grosse Sause wird es im Bernbiet zum runden Geburtstag deswegen nicht geben, womöglich aber in Brügge. Im Nordwesten Belgiens findet heute Nachmittag das WM-Zeitfahren der Frauen statt – und die Jubilarin hat dabei beste Aussichten auf den Sieg.

Das hätte vor fünf Jahren kaum jemand geglaubt. Doch Reusser, die als studierte Ärztin und Quereinsteigerin den Radsport anfänglich noch berufsbegleitend betrieb, hat innert kürzester Zeit den Aufstieg in die absolute Weltspitze geschafft. Heute zählt sie im Zeitfahren zu den Allerbesten und kann auch bei schwierigen Strassenrennen wie der Flandern-Rundfahrt oder zuletzt bei der Challenge by la Vuelta um den Sieg mitfahren.

Olympia-Silber in Tokio – WM-Gold in Flandern?
Olympia-Silber in Tokio – WM-Gold in Flandern?
Bild: keystone

Top-Nation Niederlande mit zwei heissen Eisen im Feuer

Bereits vor einem Jahr sprach Reusser davon, in der «Form ihres Lebens» zu sein. Damals gewann sie als Dritte des EM-Zeitfahrens ihre erste Medaille an internationalen Titelkämpfen. Einen Monat später liess sie in ihrer Paradedisziplin WM-Silber folgen, geschlagen nur von der Niederländerin Anna van der Breggen.

Die Strassen-Olympiasiegerin von 2016, die Ende Jahr zurücktritt, wird ihren WM-Titel jedoch nicht verteidigen. Sie präsentierte sich zuletzt ausser Form.

Trotz Van der Breggens Absage gehen Reusser die Konkurrentinnen nicht aus. Aus dem niederländischen Lager stehen mit Annemiek van Vleuten und Ellen van Dijk zwei andere Topfahrerinnen bereit, die der Schweizerin das Leben schwer machen wollen. Gerade Van Vleuten hat seit ihrem Olympiasieg in Tokio zuletzt mehrfach bewiesen, dass sie in Topform ist. Bei Reussers EM-Sieg vor eineinhalb Wochen gönnte sich die Zeitfahr-Weltmeisterin von 2017 und 2018 allerdings eine Auszeit.

Fokussiert auf Medaillenjagd.
Fokussiert auf Medaillenjagd.
Bild: keystone

«Will Vollgas zum Titel fahren»

In Flandern werden die Uhren wieder auf null gestellt. Auf dem 30 km langen und flachen Parcours zwischen Knokke-Heist und Brügge kann Reusser ihre Qualitäten als starke Rollerin voll ausspielen. Die Frohnatur aus Hindelbank ist topmotiviert, ihrer bislang so erfolgreich verlaufenen Saison ein weiteres grosses Highlight hinzuzufügen.

«Nur der WM-Titel kann meine Saison noch toppen. Das wäre das absolute i-Tüpfelchen und darauf hoffe ich», blickte sie nach ihrem EM-Triumph voraus. «Ich habe vor, meine eigenen Grenzen nochmals zu sprengen und will Vollgas zum Titel fahren.» (ram/sda)

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