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Türkei: Die meisten Anschlagstoten in Istanbul sind Ausländer



Bei einem Anschlag in Istanbuls Altstadtviertel Sultanahmet sind zehn Personen getötet worden, die meisten davon Ausländer. Nach weiteren Angaben der Regierung war der Selbstmordattentäter Syrer.

Der Sprengsatz detonierte um 10.18 Uhr Ortszeit im Altstadtviertel Sultanahmet im europäischen Teil Istanbuls. Vor der Blauen Moschee sind täglich tausende Touristen unterwegs. Der Ort ist der grösste Anziehungspunkt für Reisende in der grössten Stadt der Türkei. Wie unter den Toten waren denn auch unter den Verletzten zahlreiche Ausländer, darunter Touristen aus Deutschland, Norwegen und Peru.

Ministerpräsident Ahmet Davutoglu berief eine Krisensitzung des Sicherheitskabinetts ein, an der auch Geheimdienstchef Hakan Fidan teilnehmen sollte. Das vom Anschlag betroffene Viertel wurde abgeriegelt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte: «Ein Selbstmordattentäter syrischer Herkunft hat diesen Terrorakt verübt.» Er verurteilte das «terroristische Attentat» in einer Fernsehansprache. Die Türkei sei «das erste Ziel von allen Terrororganisationen, die in dieser Region aktiv sind».

Nachrichtensperre

Es bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Der bislang blutigste Anschlag auf türkischem Boden, bei dem im Oktober in Ankara 103 Menschen getötet worden waren, wird der in Syrien und im Irak agierenden Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) zugeschrieben. Seitdem gilt in der Türkei schon die höchste Terrorwarnstufe.

Die türkischen Behörden verhängten nach der Explosion eine Nachrichtensperre. Zur Begründung teilte die Medienaufsicht RTÜK mit, ein solcher Schritt sei laut Gesetz möglich, wenn er der «nationalen Sicherheit» diene. Eine Moderatorin von CNN Türk sagte, wegen der Nachrichtensperre könne der Sender nur noch eingeschränkt berichten. (sda/afp/dpa)

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