DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Graubünden will wegen gerissener Nutztiere mehrere Wölfe schiessen

27.07.2021, 10:2927.07.2021, 14:59

Wölfe haben in Graubünden trotz verstärktem Herdenschutz auf diversen Alpen zahlreiche Schafe und eine Ziege gerissen sowie zwei Esel und ein Kalb verletzt. Der Kanton will nun mindestens einen Wolf erlegen.

Die Wölfe haben die Nutztiere nicht nur in den bekannten Wolfsgebieten Surselva und Hinterrhein gerissen, sondern auch im Prättigau und im Misox. Dies teilte das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden am Dienstag mit. Gerissen wurden bisher 106 Schafe und eine Ziege.

Die Zahlen entsprechen etwa denjenigen des Vorjahres. Wie Amtsleiter Adrian Arquint vor wenigen Tagen gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte, ereigneten sich 2020 viele Risse in den Tälern, dieses Jahr hingegen vermehrt auf den Alpen.

Trotz verstärktem Herdenschutz gelingt es Wölfen immer wieder Schafe zu reissen.
Trotz verstärktem Herdenschutz gelingt es Wölfen immer wieder Schafe zu reissen.
Bild: www.imago-images.de

Als besonders auffällig erwies sich ein Einzelwolf im Prättigau, der innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Schafe in einem geschützten Bereich riss. Am Schamserberg im Hinterrheintal wurden zudem letzte Woche zwei Esel auf zwei verschiedenen Alpen in umzäunten Bereichen von Wölfen zum Teil schwer verletzt. Und im Valzeinatal bei Trimmis wurde ein zehn Monate altes Kalb von einem Wolf verletzt.

Rudel müssen sich vermehrt haben

Der Kanton will nun nach Möglichkeit mehrere Wölfe schiessen. Der Bund habe auf Mitte Juli die Schwellwerte für Wolfsabschüsse herabgesetzt, hiess es in der Mitteilung. Sind diese Schwellwerte erreicht, ordne der Kanton auch den Abschuss an.

Als gegeben erachtet das Amt für Jagd und Fischerei die Voraussetzungen für den Abschuss des Einzelwolfs im Prättigau. Im Streifgebiet zweier Wolfsrudel in der Surselva wurde die Schadensschwelle ebenfalls bereits erreicht. Für etwaige Abschüsse müssten sich die Rudel aber auch in diesem Jahr reproduziert haben. Diese Nachweise fehlen noch.

Noch geprüft werden die Voraussetzungen für Abschüsse im Hinterrheintal im Streifgebiet eines weiteren Rudels. (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Was Waldtiere machen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen

1 / 35
Was Waldtiere machen, wenn sie sich unbeobachtet fühlen
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Wölfe sind hier willkommen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

«Grösste je bewilligte Velodemo in Zürich» – Velofahrer fordern Handeln des Stadtrats

Mehrere Tausend Velofahrer demonstrierten am Mittwochabend für bessere Verhältnisse auf Zürcher Strassen. Gemäss Veranstalter haben sich an der bewilligten Demonstration im Rahmen des internationalen autofreien Tags «rund 5000 Radfahrende jeden Alters» versammelt.

Co-Organisator Lukas Bühler sprach auf Twitter von der «grössten je bewilligten Velodemo in Zürich».

Organisiert wurde die Demonstration von der Graswurzel-Bewegung «Velo Mänsche Züri», den Jungen Grünen und Pro Velo Zürich. …

Artikel lesen
Link zum Artikel