Coronavirus
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bundesrat Alain Berset, rechts, diskutiert mit Daniel Koch, Leiter Abteilung uebertragbare Krankheiten BAG, am Ende einer Medienkonferenz ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 6. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

BAG-Mann Daniel Koch (links) und Gesundheitsminister Alain Berset (rechts) bei einer Pressekonferenz des Bundes Anfang März. Bild: KEYSTONE/symbolbild

Interne Dokumente zeigen, welche Kantone Berset und Koch bremsen wollten

Anfang März wurde der Bundesrat noch kritisiert, dass er zu langsam Massnahmen gegen das Coronavirus ergreift. Interne Dokumente zeigen nun, dass mehrere Kantone auf die Bremse drücken wollten.



Heute vor genau einem Monat begann die Schweiz, das Coronavirus ernst zu nehmen. Am 28. Februar rief der Bundesrat die «besondere Lage» aus, ab der das öffentliche Leben nach und nach mehr eingeschränkt und lahmgelegt wurde. Die Covid-Erkrankung forderte in der Schweiz bislang über 200 Todesopfer und erschütterte das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wie kaum ein anderes Ereignis der jüngsten Geschichte der Eidgenossenschaft.

Die Gefahren einer Pandemie waren der Schweiz schon lange bewusst. Trotzdem handelten Bundesrat und Behörden im internationalen Vergleich sehr zögerlich, was zu Beginn der Krise zu Kritik führte.

In dieser Zeit durfte der Bundesrat noch nicht im Alleingang handeln. Das Epidemiengesetz verpflichtete die Landesregierung während der «besonderen Lage», bei jeder Massnahme ein Anhörungsverfahren einzuleiten. Der Bundesrat verschickte Ende Februar und Anfang März seinen Verordnungsentwurf an die Kantone, diese erhielten wenige Stunden Zeit, ein Feedback zurückzuschicken.

Die Rückmeldungen protokollieren teilweise detailliert, was die Kantone von den beiden Massnahmen-Paketen hielten, die der Bundesrat während der «besonderen Lage» am 28. Februar und 13. März erlassen wollte.

watson konnte gestützt auf das Öffentlichkeitsprinzip des Bundes diese Rückmeldungen einsehen und hat die vier spannendsten Konflikte herausgearbeitet:

Das «Nein» aus dem Aargau

Schweiz-Karte mit Kantone bei Anhörung zu Covid-1-Verordnung Statement gegeben haben

Die Hälfte aller Kantone gab am 27. Februar eine Rückmeldung an den Bundesrat. Die meisten Kantone sprachen sich für das Veranstaltungsverbot aus, das am Folgetag beschlossen wurde. Bild: watson

Zu den Bremsern gehörte Ende Februar der Kanton Aargau. Am Tag bevor der Bundesrat die «besondere Lage» ausrief, stellte sich mit dem Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati ein einziger Kanton gegen die Bundesverordnung zur Einschränkung der Veranstaltungen.

Einen Grund wollte Gallati der «Aargauer Zeitung» weder Anfang März noch zu Beginn dieser Woche geben. Sein letztes Statement dazu war: «Ich hatte gute Gründe, warum ich damals gegen das Veranstaltungsverbot und dessen Ausgestaltung war.»

Coronavirus Rückmeldungen Kantone GDK

Der Kanton Aargau war zu Beginn gegen das Veranstaltungsverbot. bild: watson

Der Aargauer Regierungsrat hat Mitte März eine eigene, kantonale «ausserordentliche Lage» ausgerufen. Im Kanton infizierten sich mittlerweile über 350 Personen, darunter auch Regierungsrat Urs Hofmann und Polizeikommandant Michael Leupold.

Landsgemeinden und die Verbotsgrenze

Der Bundesrat versuchte derweil im zweiten Drittel des Monats März weitere Verschärfungen durchzubringen. Die Zeitungen der «CH Media» machten publik, dass die Landesregierung ein Versammlungsverbot bereits ab 300 Personen vorgeschlagen hatte. Definitiv beschlossen wurde jedoch die Grenze von 100 Personen.

The voters vote, pictured at the Landsgemeinde Glarus cantonal assembly, in Glarus, Switzerland, on May 5, 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die Stimmbuerger stimmen ab, aufgenommen an der Landsgemeinde Glarus am 5. Mai 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die Landsgemeinde in Glarus hätte nach dem verworfenen Vorschlag des Bundesrates ausnahmsweise durchgeführt werden können. Bild: KEYSTONE

Die Senkung passierte offenbar auf Druck der Kantone. Die Anhörungsdokumente zeigen auf, dass Solothurn, Fribourg und St.Gallen Veranstaltungen bereits ab 150 bzw. 100 Personen verbieten wollten.

Kritisiert wurde auch, dass der Bundesrat mit einem Passus die Durchführung von Landsgemeinde- und Gemeindeversammlungen ausnahmsweise erlauben wollte, sofern Verhaltens- und Hygieneempfehlungen eingehalten werden. Dieser Vorschlag stiess unter anderem bei den Glarner Vertretern auf Unverständnis, weil die Landsgemeinde «potenziell eine Virenschleuder par excellence» sei.

Basel wollte GVs nicht verbieten

Fast schon absurd liest sich rückblickend die Antwort aus dem Kanton Basel-Stadt zur Ausnahme von Veranstaltungen mit «überwiegend öffentlichem Interesse». Darin heisst es, dass man eine solche Ausnahme auch für «qualifizierte private Interessen» begrüsse, damit «statutarisch zwingend vorgesehene Generalversammlungen, Fest- und Trauergottesdienste, etc.» durchgeführt werden könnten.

Coronavirus Rückmeldungen Kantone GDK

Gestützt auf das Öffentlichkeitsprinzip wurden acht Seiten Stellungnahmen für watson zugänglich. bild: petar marjanović/watson

Gegen weitere Verschärfungen waren auch Bern und Zug. Beide Kantone wollten das Versammlungsverbot bei 1000 Personen belassen, weil eine Änderung zu «neuer Verwirrung führen» würde. Zwei Tage nach der Anhörung stellten sich beide Kantone hinter den Entscheid des Bundesrates.

Zahlen zu Spitalbetten

Diskussionsstoff lieferten auch die Meldepflicht betreffend der Gesundheitsversorgung. Der Bundesrat schlug vor, dass Kantone laufend Zahlen zu Spitalbetten, Intensiv-Plätzen oder etwa Beatmungsgeräten liefern. Diese sind derzeit Mangelware, obwohl in den Jahren zuvor vor einem solchen Engpass gewarnt wurde.

Eine solche Meldepflicht wurde von den Kantonen als «nicht machbar», «nicht praktikabel» und «extrem aufwändig» bezeichnet. Aus der Bundeshauptstadt hiess es gar: «Der Kanton Bern verfügt über keine hinreichende rechtliche Grundlage, um die Spitäler zu verpflichten, ihm die geforderten Daten zu liefern.» Die Kritik überzeugte den Bundesrat jedoch nicht. Die Meldepflicht ist seit dem 13. März beschlossene Sache.

Wie watson an die Dokumente kam

Das Öffentlichkeitsgesetz gilt seit 2006 und soll durch Transparenz zusätzliches Vertrauen in Staat und Behörden schaffen. Gestützt darauf kann jede Person Zugang zu amtlichen Dokumenten verlangen, ohne ein besonderes Interesse nachweisen zu müssen. Das Bundesamt für Gesundheit hat watson auf Gesuch die Anhörungsdokumente zugestellt.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Smartphone-Tracking in Pandemie-Zeiten

Coronavirus: So hat der Bund diesen Risikopatient enttäuscht

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

117
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
117Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hoci 28.03.2020 20:07
    Highlight Highlight Unglaublich diese Spitalbettenstories. Man sollte meinen diese Daten gehören zur Grundlage, die jeder Spitalmanager zücken kann.
    Und das ist auch unter Garantie so.
    Da Frage ich mich was die für Betrügereien und Vernachläsdigungen zu verstecken suchen...gut zu wissen um welche Kantone es geht.
  • LURCH 28.03.2020 17:20
    Highlight Highlight Dass die unbelehrbaren Aargauer sich schon bei der letzen Wahl nicht daran erinnerten, welche Inkompetenten Exponenten einer gewissen Partei sie in die Verantwortung gewählt haben (z.B. Roth), trägt nun seine Früchte.
    Dass die Sektion Aargau der Sünneli-Sekte dann auch noch einen Hetzer und Rassisten zu ihrem Präsidenten machten, zeigt eigentlich die ganze Ignoranz.
    Dafür gibt es eigentlich nur eine Beschreibung:
    Unverbesserlich und Beratungsresistent.
    • Merida 29.03.2020 09:51
      Highlight Highlight Zum Glück sind nicht alle Aargauer gleich. Die Mehrheit der Wählenden sind aber leider noch immer „Sünnelisektenanhänger„. Wird Zeit, dass sich auch die selber denkenden Aargauer an den Wahlen beteiligen!
  • Malt-Whisky 28.03.2020 16:36
    Highlight Highlight Wenn jemand mit solchen Syptomen schon im May 2019 im Spital eingeliefert wurde und «konventionell» gepflegt wird, wird das a) nun ein Corona-Fall? b) sollte diese Person nach dem Megaausbruch sterben, wird sie automatisch zu einem Corona-Fall?
    • lilie 28.03.2020 17:48
      Highlight Highlight @Malt: Man stirbt im Schnitt nach 19 Tagen an Covid-19, dein hypothetischer Fall ist also schon lange tot.

      Er hätte aber unterdessen schon eine Pandemie ausgelöst, bei einer Verdoppelungsrate alle 2 Tage (ohne Massnahmen) wäre in der Zwischenzeit vermutlich bereits die Weltwirtschaft zusammengebrochen.
  • Heini Hemmi 28.03.2020 15:57
    Highlight Highlight Klar, Gallati ist einer der wenigen SVPler in den Kantonsregierungen. Unbrauchbar, wenn’s um Lösungen geht.
  • murrayB 28.03.2020 15:50
    Highlight Highlight Für mich hört sich dieser Artikel wie ein riesen Vorwurf an die Kantone an! Aber stop it watson, das gehört zur Demokratie - der Diskurs ist wichtig, es gibt kein Falsch oder Richtig- am Schluss gibt es ein Entscheid den alle mittragen können, that's democracy!
    • Hoci 28.03.2020 20:22
      Highlight Highlight Nö viele Kantone wie die Glarner, St. Galler usw. gaben sehr gute Impulse.
      Negativ fallen einige auf wie Aargau, Basel usw.
      Da es Vilksvertreter und Behörden sind, ist es wichtig für die Wähler zu wissen, wer, welche Partei im Sinne der Wirtschaft, des Volkes entschieden haben, welche mit Sachverstand und wer seine Aufgaben nicht gemacht hat.
      Ohne Kontrolle kann man Fehler nicht korrigieren und besser werden.
      Ich finde nicht dass der Bund gut Abschneidet. Er politisiert in der Mitte stattgemäss Sachlage zu Entscheiden. Mit Kantonen besser als ohne.
    • murrayB 29.03.2020 10:28
      Highlight Highlight @Hoci- Hier spricht wohl ein Experte der die Faktenlage en detail kennt...

      ... Und das auch noch während die Krise am laufen ist - Hut ab!
  • Eron Thiersen 28.03.2020 15:13
    Highlight Highlight Österreich macht es zur Zeit besonders gut. Auch wenn man hier in der CH kein Ausgehverbot aussprechen möchte, sollte man sich an A orientieren.
    Morgens zwischen 8 - 9 ist ein Zeitfenster für Senioren um Besorgungen zu erledigen, die Jüngeren sollen dann die Geschäfte meiden. Man soll zu Hause bleiben, jedoch kann man Radfahren, Spazieren, Joggen u.s.w., aber eben nicht in Gruppen und nur zu zweit (im gleichen Haushalt lebende). Und sonst immer mindestens 1 m Abstand. Quarantäne für Orte die als Hotspot gelten, konsequent. Verbier gehört unter Quarantäne, aber dort herrscht das Geld!
    • Hoci 28.03.2020 20:23
      Highlight Highlight Seh ich auch so. Aber die Gemeinde Verbier wollte die Quarantäne der Bund Verbot sie, weshalb der Hinweis auf Reiche?
  • luegeLose 28.03.2020 14:16
    Highlight Highlight Jetzt bin ich schon etwas enttäuscht vom Aargau, aber auf den zweiten Gedanken weniger überrascht. Der Aargauer Kanton beschert uns immer wieder neue Budgetkürzungen in der Bildung. Ich werde nie mehr eine Wahl verpassen.
    • Hoci 28.03.2020 20:24
      Highlight Highlight Nicht nur das, sie sind auch Schlusslicht beim Frauenanteil in der Regierung.
    • Merida 29.03.2020 09:47
      Highlight Highlight Na dann los!!! Ich habe seit ich wählen darf keine Wahl verpasst. Ich würde mir wine höhere Wahlbeteiligung sehr wünschen.
      Für mich ist es sowieso unverständlich, wie man auf sein Recht zu wählen verzichten kann...
  • Alpeler 28.03.2020 13:37
    Highlight Highlight Sorry, watson-Redaktion: Dieser Artikel ganz besonders den Titel finde ich völlig daneben. Die Kantone sind dem Bund nicht in den Rücken gefallen. Die Kantone haben sich geäussert, ein Fragen. Und dass die Aeusserung unterschiedlich ausfallen können, weil unterschiedliche Beurteilungen dahinter liegen, ist ja wohl klar. Es wäre ein leichtes gewesen, für Euch, mal positiv zu denken und zu schreiben, dass alle Kantone die eigenen Beurteilungen weg liessen und dem Bund folgten, auch der wichtige Kanton Aargau! Hört doch mal mit der Suche nach "Negativ" auf, das bringt uns nicht weiter!
    • sowhat 28.03.2020 19:54
      Highlight Highlight Ausserdem finde ich es ehrlich gesagt mindesten ebenso bedenklich, welch grosse Anzahl gar nicht geantwortet hat.
  • DerGrund 28.03.2020 11:58
    Highlight Highlight Bitte denkt bei der Kompensation auch an die Assistenz- und Oberärzte, Reinigungskräfte, Logistiker, ans Küchenpersonal der Spitäler und alle anderen, die im Moment ein deutliches Mehr leisten aber keine laute Lobby haben...
    • murrayB 28.03.2020 15:54
      Highlight Highlight Sorry, Ärzte haben ein so hohes Einkommen, klar ein Assistenzarzt zu Beginn seiner Karriere weniger, dafür aber nachher umso mehr...

      Denkt unbedingt daran die Bedingungen fürs Pflegepersonal zu verbessern- nicht nur der Lohn sondern auch an die Arbeitszeiten, mit Nachtschichten und Wochenendarbeit denken!

      Danke für euren grossen Einsatz, liebes Pflegepersonal!
    • DerGrund 28.03.2020 16:25
      Highlight Highlight Diejenigen Ärzte, die ein hohes Einkommen haben, sind definitiv nicht die Grundversorger, welche jetzt am Anschlag arbeiten. Ein hohes Einkommen haben privat tätige Belegorthopäden, Radiologen etc. Nicht die Spitaloberärzte und Assistenten, welche eine gesetzliche 50h Woche haben. Das macht bei einem Assistenzarzt 36-38.- pro Stunde, was de facto weniger Stundenlohn ist als in der Pflege mit FH (39.- aufwärts).
    • Bächli 28.03.2020 17:21
      Highlight Highlight Äpfel mit Birnen vergleichen? Assistenzärzte mit ausgebildeten Pflegefachleuten? Geht gar nicht.
  • Resistance 28.03.2020 11:30
    Highlight Highlight Ich hoffe dieses Foto ist zusammen geschnitten!
    • Petar Marjanović 28.03.2020 11:58
      Highlight Highlight Nein, aber von Anfang März. Steht doch in der Legende.
  • AG-Bärner 28.03.2020 10:58
    Highlight Highlight Was hat der Bundesrat gesagt. Wir beobachten ganz genau und werden, wenn nötig Maßnahmen ergreifen.
    Nun die Maßnahmen wurden ergriffen, zu spät ergriffen. Das Desaster ist hier. Werden die Maßnahmen zu früh gelockert, fängt das ganze wieder von vorne an.
    Es muss auch Konsequenzen geben für das Verhalten. Solches verhalten wie der Gallati von der SVP ist nicht tragbar. Wenn er schon Gründe hat, müssen diese Offen gelegt werden. Ansonsten sind es Privat gründe und haben in der Politik nichts verloren.
    Es muss Konsequenzen geben beim Bundesrat, weil dieser zu lange gewartet hat.
    • Barracuda 28.03.2020 11:26
      Highlight Highlight Galatti ist in der Tat untragbar. Er hat sogar erst vor wenigen Tagen bestätigt, dass er aus heutiger Sicht, das Veranstaltungsverbot immer noch für falsch hält! Galatti ist nachweislich ein krasser SVP-Hardliner, bei dem nur die Wirtschaft und nicht der Mensch zählt. Entsprechend "empathisch" sehen auch die Reden des Gesundheitsdirektors aus. 🤦🏻‍♂️ Sogar Glarner ist in dieser Hinsicht vernünftiger.
    • sowhat 28.03.2020 19:58
      Highlight Highlight Glarner vernünftiger? Echt?
  • AG-Bärner 28.03.2020 10:53
    Highlight Highlight Der Bundesrat macht zum jetzigen Zeitpunkt mit den verschiedenen Maßnahmen und dem Hilfspaket einen guten Job.
    Ist das Virus einmal bekämpft, muss aber zwingend darüber diskutiert werden, warum Bundesrat und Parlament solange gewartet haben mit Maßnahmen.
    Der Schaden, der angerichtet wurde, ist immens, Wirtschaftlich aber auch auf Privater Ebene.
    Unser Bundesrat hat immer betont, dass er genau beobachte was geschehe. Leider hat er diesen Beobachtungen zu wenig Beachtung geschenkt und zu lang zugewartet bis er etwas gemacht hat.
    Bleibt Gesund, bleibt zu Hause.
    • La Joya 28.03.2020 11:04
      Highlight Highlight Genau deswegen finde ich macht der bundesrat eben keinen guten job. Viel zu spät massnahmen angesetzt, und diese sind viel zu lasch. Schulen zwar geschlossen, die kinder spielen deswegen aber einfach zu 10. draussen anstatt in der schule. Eltern sehen einfach zu. Angehörige der Risikogruppe gehen draussen spazieren und schimpfen leute an, Man solle zuhause bleiben (ist mir so passiert).
      Baustellen bleiben offen, obwohl da der abstand schwierig einzuhalten ist, vorallem auf dem Weg zur baustelle und vor dem ausrücken in der bude. Die massnahmen sind zu schwach. Es droht uns italien 2.0
    • Lumpirr01 28.03.2020 11:59
      Highlight Highlight In einem Punkt hast Du recht: Der ursprünglich aus dem Glarnerland stammende Galatti hat vermutlich ohne Meinung der Aargauer Mehrheit seine Antwort nach Bern geschickt.
      NB:
      Wir warten nach wie vor auf eine Entschuldigung von Galatti in Sachen Absetzung vom Wohler Gemeindeamman Dubler................
  • Vilnius 28.03.2020 10:41
    Highlight Highlight Informativer Artikel, nur fehlt für Nicht-Aargauer die Angabe zur Parteizugehörigkeit von Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati. Es ist die SVP. Finde das ist eine wichtige Zusatzinformation.
    • Petar Marjanović 28.03.2020 10:45
      Highlight Highlight Herr Koch trägt Lederjacken. Finde, das ist auch eine wichtige Zusatzinformation. Aber irrelevant für den Artikel. Wir wissen nicht, wie Herr Gallati das «Nein» begründet. Kann gut sein, dass es ein Entscheid des Gesamtregierungsrates ist.
    • Varanasi 28.03.2020 10:55
      Highlight Highlight Gut Petar, könnte auch die Entscheidung des Gesamtregierungsrates gewesen sein (2xSVP, 1xFDP, 1xCVP und 1xSP). Übermacht der wirtschaftsfreundlichen Kräfte .... Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
      Nach Franziska Roth ein Gallati, viel hat man anscheinend nicht gelernt.

    • Michael Scott 28.03.2020 11:01
      Highlight Highlight @Petar Marjanovic
      Ich finde die Parteizugehörigkeit von einem Gesundheitsdirektor wichtiger und sicherlich relevanter als eine Lederjacke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Samurai Gra 28.03.2020 10:28
    Highlight Highlight Eigentlich hätte man schon damals nur nach Italien blicken müssen um zu Wissen welche Stunde geschlagen hat.

    Ich hoffe das bei uns keine Toten von der Armee mit Lastwagen zu Krematorien gefahren werden müssen oder die Toten wie in NYC in Kühllastwagen gelagert werden 😔

    Wenn bei uns die IPS Plätze knapp werden fürchte ich aber schlimmes 😔

    Tragisch finde ich das noch immer viele Leute nicht verstehen was das enorme Risiko dieses Virus ist, nicht die Mortalität sondern seine Heimtückische Inkubationszeit und entsprechende Verbreitung und Überlastung des ganzen Gesundheitssystems
    • AG-Bärner 28.03.2020 11:09
      Highlight Highlight Das ist Richtig. Man hat das Desaster schon in China gesehen. Warum riegelt China eine ganze Stadt ab. Da müssen alle Alarm Lampen und Glocken angehen. Ganz Europa hat zugeschaut und nichts unternommen. Dazu gehört auch Italien. Italien hat gewusst wie viele Chinesen in Norditalien sind. Mann weiß auch das Chinesen sehr reisefreudig sind. BR hat weiterhin zugeschaut als es in Italien losgegangen ist. Deshalb muss es eine Diskussion geben im Anschluss, wenn das Virus bekämpft wurde. Es braucht Konsequenzen.
    • walsi 28.03.2020 12:47
      Highlight Highlight @AG-Bärner: Das Problem ist doch, dass man im Nachhinein immer schläuer ist. Das ist eine Situation die man in Europa seit Generationen nicht mehr hatte. Es fehlen schlicht die Erfahrungswerte, zum Glück.
    • Samurai Gra 28.03.2020 13:05
      Highlight Highlight @walsi: Aber Asien hat die Erfahrung und auch sehr schnell reagiert, die hatten immer wieder Seuchen und Wissen auch relativ gut was man machen muss und allen voran was passiert wenn man es nicht macht.
      In Asien laufen viele Leute in so Situationen mit Masken rum um andere zu Schützen weil sie Wissen es kann einem schneller wieder Einholen als einem lieb ist.

      Wir haben in Europa so eine Insel- und Elfenbeimturm Mentalität.
      "Uns passiert das nicht!", "Das sind halt die Chinesen", "wir haben es im Griff", "Mir gehts ja gut, bin Gesund"...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stiller Berg 28.03.2020 10:04
    Highlight Highlight Guter Artikel, danke für die Recherche. Ich finde jedoch den Titel unpassend, einfach ein unnötig negatives Framing. Was hier passiert ist, ist ein politischer Prozess, bei dem Meinungen aufeinanderprallen. Es gab auch Kantone, die den Bund unter Druck setzten. In diesen Zeiten: Framing matters. Zu früh für das Blame Game.
    • Stiller Berg 28.03.2020 13:33
      Highlight Highlight Richtig. Ein Vorteil des ganzen ist jetzt jedoch, dass sich mehr Leute mit politischen Prozessen auseinandersetzen und sehen, wie komplex das Ganze halt ist. Wichtiges Stichwort sind Kompetenzen, nicjt nur in der Schweiz aber auch auf europäischer Ebene. Erste (negative) Auswirkungen sehen wir hier leider auch schon. Salvini enerviert sich darüber, dass die EU zu wenig schnell gehandelt habe und fordert die Überdenkung der EU mitgliedschaft. Wo aber sind die Kompetenzen? Die müssten halt erstmal auf EU Ebene gebracht werden, damit diese aktiv werden kann. Ist alles halt nicht so einfach.
  • Staedy 28.03.2020 09:51
    Highlight Highlight Müsste unter Pt. 2 nicht stehen: Definitiv beschlossen wurde jedoch die Grenze von 1000 Personen
    • Petar Marjanović 28.03.2020 09:57
      Highlight Highlight Nö. Es geht um die zweite Verordnung vom 13. März. Dort wurde die Reduktion von 1000 auf 100 beschlossen.
  • Staedy 28.03.2020 09:44
    Highlight Highlight Ich wiederhole mich gerne, die Kantonsregierungen mit ihren durchsetzungsschwachen Regierungsräten und die nationalen Politiker (die welche lieber parlieren als agieren) im Parlament sind die Bremsklötze und Verhinderer in Krisenzeiten. Der Bundesrat und die Bundesbehörden machen einen sensationellen Job. Kommt der Kantönligeist endet es abrupt.
  • landre 28.03.2020 09:30
    Highlight Highlight «Interne Dokumente zeigen (…)»

    Diese Pandemie ist nicht nur ein historischer Lernprozess, sie ist auch eine gigantische Überprüfung hinsichtlich allerlei Funktionsfähigkeiten, Sicherheiten usw.

    Auch in Betracht von (Kritik-) Schwachpunkten wie hier oben im Artikel und trotz politisch und technisch koordinativ komplexerer Prozesse als sonst wo, zeigt diese Pandemie dass unser demokratisch bedingter/ getrimmter Schweizer Föderalismus auch in einem Ausnahmezustand lösungsorientiert effizient funktioniert.
  • gulf 28.03.2020 09:25
    Highlight Highlight im Nachhinein ist man immer klüger, und jetzt Fehlbare anzuprangern bringt nichts.
    Trotzdem ist es für die Zukunft wichtig, gewisse Sachen nicht zu vergessen:
    - welche Bergbahnen liessen aus purem Egoismus ihre Bahn länger laufen?
    - welche Kantone waren einfach informationsresistent?
    - die Pflegeberufe sind unterbezahlt
    - Notlager vollständig auffüllen
    - Medikamente, etc. wieder in der Schweiz herstellen können, inkl. Grundstoffe
    - die Bevölkerung überzeugen und " mitnehmen " ist gut .... aber manchmal müssen auch nötige Entscheidungen ohne lange Vernehmlassungen einfach gemacht werden
    • ScottSterling 28.03.2020 10:00
      Highlight Highlight @Speedo: "Die ganze Seuche wird missbraucht um die Marktwirtschaft und die Demokratie auszuhebeln."
      Wer sollte ein Interesse haben, die Marktwirtschaft auszuhebeln?
    • ScottSterling 28.03.2020 11:33
      Highlight Highlight Oh, danke, das habe ich gar nicht mitbekommen! Bei welchen Themen denn beispielsweise?
    • Kruk 28.03.2020 11:52
      Highlight Highlight Speedo ist sich nicht gewohnt über den Tellerrand zu schauen, sonst würde er auch sehen was hinter der Grenzen geschieht....
      Von wegen Massnahmen seien unverhältnismässig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 28.03.2020 09:22
    Highlight Highlight Ich muss mich beim Bund teilweise entschuldigen. Ich habe die föderale Situation zu beginn komplett aus meinen Gedanken ausgeschlossen. Ich finde auch die Kantonalen Behörden und Regierungen schulden den Bürgern eine Erklärung.
    Nichts desto trotz, Bund und Kantone haben sträflicherweise Vorgaben zu Vorratslagerungen etc. nicht befolgt und haben es auch zugelassen, dass in der Schweiz kein Impfstoff mehr hergestellt wird. Dies muss sich künftig wieder ändern.
  • MrSafetybay 28.03.2020 09:12
    Highlight Highlight Jean-Pierre Gallati ist offensichtlich überfordert in seinem Amt. Würde er die Schweiz regieren, hätten wir jetzt einen Massenexodus. Ich hoffe, wir Aargauer erinnern uns in der nächsten Wahl an sein Versagen.
    • freakykratos 28.03.2020 12:13
      Highlight Highlight Das war weder überforderung noch versagen, das war purer Egoismus. Er ist ja auch Verwaltungsrat bei diversen Firmen und diese hatten doch sicher Angst vor einem Umsatzrückgang.
  • Freedoom Fighter 28.03.2020 09:11
    Highlight Highlight Bitte beim symbolbil landsgemeinde die richtige erwähnen... das bild ist aus appenzell
    Unsere glarner landsgemeinde sieht anders aus.
    • Petar Marjanović 28.03.2020 09:15
      Highlight Highlight Mist, das ist mir als Walensee-Mensch peinlich. Bild wird gleich ersetzt. Danke für den Hinweis.
  • Goldjunge Krater 28.03.2020 09:05
    Highlight Highlight So spannend finde ich das nun auch wieder nicht..
    • FrancoL 28.03.2020 09:22
      Highlight Highlight Ja klar wenn mehr Licht ins dunkle kommt dann hat der Herr Hauptmann keine Freude.
    • Mia_san_mia 28.03.2020 09:51
      Highlight Highlight @Goldjunge: Bist Du Hauptmann? 😂
    • ChlyklassSFI 28.03.2020 10:34
      Highlight Highlight Goldjunge: Wie findest du denn deine Kommentare?
  • Erklärbart. 28.03.2020 09:03
    Highlight Highlight Will jetzt nicht den Kanton Aargau in Schutz nehmen. Aber wieso kriegt er ein Gesicht/Namen (Gallati) während es bei den anderen "St. Gallen, die Glarner, Basler, etc." waren? Gallati ist ja nicht der ganze Kanton Aargau. Oder hat Watson noch eine offene Rechnung mit ihm?
    • Petar Marjanović 28.03.2020 09:09
      Highlight Highlight Die Anhörung lief über die Gesundheitsdirektorenkonferenz. Herr Gallati ist der Gesundheitsdirektor jenes Kantons, der mit dem anfänglichen «Nein» ein besonderes Alleinstellungsmerkmal aufweist. Das Fairnessprinzip gebietet es, Herrn Regierungsrat Gallati die Möglichkeit zu geben, die Gründe seines Kantons zu erklären. Herr Gallati wurde zwei Mal dazu befragt, zwei Mal lehnte er es ab; ich habe das so aufgeschrieben.
    • Erklärbart. 28.03.2020 09:15
      Highlight Highlight Danke für die Antwort. Irgendwie nachvollziehbar. Aber es gibt bereits User die kommentieren, man solle ihn nicht mehr wählen. 🤦‍♂️
    • FrancoL 28.03.2020 09:24
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass Herr Gallati sich nicht erklärt und somit sich selbst in ein schlechtes Licht stellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • teXI 28.03.2020 08:51
    Highlight Highlight Die Aargauer sind die Trumps der Schweiz. Und Auto fahren können die auch nicht
    • Merida 28.03.2020 09:03
      Highlight Highlight Moooment! Nicht alle Aargauer haben Gallati gewählt. Ich definitiv nicht.
      Aber du darfst Gallati und Hürzeler gerne als Trumps der Schweiz bezeichnen...
    • Varanasi 28.03.2020 09:11
      Highlight Highlight Solche pauschalen Aussagen sind total daneben.
      Es gibt genug Leute im Aargau, die keinen Gallati gewählt haben.
      Ausserdem hat die SVP hier bei den letzten Wahlen ziemlich verloren.
      Sie sollen nur so destruktiv weitermachen (Hürzeler mach bei der Bildung einen ähnlich schlechten Job), dann verlieren sie bei der nächsten Wahl noch mehr.
    • Barracuda 28.03.2020 11:33
      Highlight Highlight Selten so einen Schwachsinn gelesen. Diese Aussage disqualifiziert höchstens dich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • offgrid 28.03.2020 08:50
    Highlight Highlight Mir waren die Aargauer schon immer sympathisch, jetzt muss ich mir schon bald überlegen dahin auszuwandern.
    • Varanasi 28.03.2020 09:14
      Highlight Highlight Danke, aber wir verzichten gern.
      Es gibt hier leider schon genug Holzköpfe.
  • Flurin Carigiet 28.03.2020 08:47
    Highlight Highlight Die guten Gründe von Gallati (AG) waren so gut, dass er sie natürlich nicht verraten darf! Ich denke jeder hat nun gute Gründe ihn nicht mehr zu wählen.
    • farbarch1 28.03.2020 09:45
      Highlight Highlight Kann ja jeder kommen und Auskunft wollen. Wo führt das hin? (Ironie)
  • paule 28.03.2020 08:46
    Highlight Highlight Jedes Hotel kann genau sagen was frei ist, einige Spitäler bezeichnen das offenbar als "schwer machbar".
    Aber auch das BAG mit Meldungen per Fax, versuchen sie mal einen Fax zu kaufen!
    Es wurde der Sanitätsdienst beim Zivilschutz abgeschafft, gäbig wäre es aber jetzt schon.
    Ich war Zivilschutzsanitäter, wurde aber seinerzeit nie informiert wo und was in unserer Gemeinde vorhanden wäre u.s.w.
    Wir müssen aufhören mit Beamten die eine Pensionsberechtigte Stelle und nicht Arbeit gesucht haben!!!!!
    • Fairness 28.03.2020 09:08
      Highlight Highlight Der Fax ist fast in jedem Drucker drin.
    • Staedy 28.03.2020 09:48
      Highlight Highlight @fairness: Aber die welche ihn bedienen können sind alle älter als 65 und somit zu Hause parkiert.
    • bbelser 28.03.2020 09:50
      Highlight Highlight Gibts nicht auch noch virtuelles Faxen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fritze 28.03.2020 08:35
    Highlight Highlight sehr sehr gute recherchierung - weiter so und bitte sämtliches material veröffentlichen! mich würde interessieren wie „vorzüglich“ meine kantonsvertreter mich in diesem ernstfall hätten schützen wollen.
    unser bundesrat macht vorzügliche arbeit; tritt souverän auf - dem gibt es nichts beizufügen ausser die „unbelehrbaren ständeräte“ die jetzt eine sondersession wollen: braucht es nicht: schaut den eigenen kantonsregierungen auf die finger, das ist jetzt von höchster priorität, wenn ich diesen artikel lese !
    ein riesengrosser dank an unseren bundesrat - danke
    insbesondere auch an herrn koch
    • Thomas G. 28.03.2020 08:54
      Highlight Highlight Vor allem kann die Session per Videokonferenz abgehalten werden. Verstehe wirklich nicht wieso diese Veranstaltung erlaubt sein soll. Das mit dem Abstand einhalten ist ja lächerlich, klappt sicher nicht. Die stecken sich schön gegenseitig an und verteilen dann ihren Virenschlamassel übers ganze Land. Oberschlau!
    • bokl 28.03.2020 09:23
      Highlight Highlight Die Kantonsregierungen werden von den Kantonsparlamenten kontrolliert. Ständeräte haben da nix zu melden.
  • KrasseChecker 28.03.2020 08:34
    Highlight Highlight Alle Stellen haben gepennt und die Verantwortlichen sollten zur Rechenschaft gezogen werden.
    • ChlyklassSFI 28.03.2020 08:51
      Highlight Highlight Wann checkst du endlich etwas?
    • FrancoL 28.03.2020 09:28
      Highlight Highlight Hast Du den Artikel gelesen? Ich hoffe nicht, denn sonst muss man an Deiner Lesekompetenz zweifeln.
  • lilie 28.03.2020 08:27
    Highlight Highlight Ich finde es wirklich falsch, das Vorgehen des Bundesrat als "zögerlich" zu bezeichnen.

    *ä"Umsichtig, aber entschlossen" fände ich sehr viel treffender.

    Durch sein konsequentes, aber auf Dialog setzendes Vorgehen ist es ihm gelungen, nicht nur alle Kantone, sondern schliesslich auch praktisch die gesamte Bevölkerung ins Boot zu holen.

    Dass die Medien nun dieses Musterbeispiel an sozialer Führungsqualität in den Dreck ziehen, ist gelinde gesagt einfach schäbig.
    • Denk nach 28.03.2020 08:36
      Highlight Highlight Eventuell gehen Themen und Skandale aus... Da muss man kreativ werden
    • Petar Marjanović 28.03.2020 08:42
      Highlight Highlight «Umsichtig, aber entschlossen» kann meinetwegen die Pressestelle des Bundesrates sagen. Für Hofberichterstattung bin ich nicht zuständig. «zögern» zieht niemanden durch den Dreck.
    • Erlins Bach 28.03.2020 08:47
      Highlight Highlight Sollte man in Zeiten des Social Distancings wirklich alle ins gleiche Boot holen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk nach 28.03.2020 08:27
    Highlight Highlight Das sind normale Entscheidungs-findungsprozesse, deswegen diskutiert man ja darüber um möglichst viele Bedürfnisse und Bedenken berücksichtigen zu können. Das man nicht immer gleicher Meinung ist und im Nachhinein so oder so klüger, liegt auch auf der Hand.
    • elco 28.03.2020 08:44
      Highlight Highlight Das Nachhinein steht uns ja noch bevor, so in 1-2 Jahren, wenn der Volkswirtschaftliche Schaden ersichtlich wird.
    • mon tuno 28.03.2020 11:04
      Highlight Highlight „Im Nachhinein klüger“ ist die Ausrede der Zögerlichen, egal ob hier, auf der Arbeit oder in der Politik. Ich erwarte von einem Entscheidungsträger Weitsicht und langfristiges Denken. Jeder der einigermassen die Sinne beisammen hatte sah in diesem konkreten Fall schon Ende Januar/ Anfang Februar was passieren wird. Mich nervt dieser Spruch ungemein, und ich habe gefühlt schon Jahre verbraucht um Mitarbeiter oder Vorgesetzte von einer Massnahme zu überzeugen obwohl die Fakten auf dem Tisch liegen.
    • Em Den 28.03.2020 11:39
      Highlight Highlight Wer ist klüger im Nachhinein? Lesen Sie doch die Artikel und die Kommentare vor einigen Wochen! Man hat diese und noch strengere Massnahmen gefordert und zwar gestützt auf Expertisen, Erfahrungen im Ausland und nicht auf gefühlte Wahrheiten. Anstatt rechtzeitig die richtigen Massnahmen zu ergreifen im die Wirtschaft zu schützen, werden wir bis Sommer solche Massnahmen haben und die Wirtschaft auf die Knie bringen. Ich finde es erstaunlich wie die Leute in Krisen wie besessen von den Regierenden sind und ihnen blind zutrauen. Als Beispiel Trump - er ist so beliebt wie nie im Moment!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glatttaler 28.03.2020 08:24
    Highlight Highlight Ich bin Sprachlos...
    • farbarch1 28.03.2020 17:17
      Highlight Highlight Ich nicht.

Auch die Schweiz hat einen Fall «George Floyd» – und er ist nicht minder dramatisch

Der Fall erinnert an die Tötung von George Floyd. 2018 starb der Nigerianer Mike Ben Peter bei einer Polizeikontrolle in Lausanne. Sechs Polizisten hatten sich während der brutalen Verhaftung auf den Mann gestürzt. Mit fatalen Folgen. Nun warten die Polizeibeamten auf ihren Prozess.

Eine Welle der Empörung brandete im März 2018 durch Lausanne. «Black lives matter» skandierten 500 meist dunkelhäutige Demonstrierende in den Gassen der Westschweizer Metropole. Nicht nur die Proteste weisen Parallelen zum Fall von George Floyd auf. Wie beim Gewaltexzess eines Polizisten in den USA starb auch in Lausanne ein dunkelhäutiger Mann bei einer brutalen Verhaftung.

In der Nähe des Lausanner Bahnhofs führen Polizeibeamte am Abend des 28. Februar 2018 eine Aktion gegen Drogenhandel …

Artikel lesen
Link zum Artikel