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Aus französischem Wasser werde Schweizer Wein: Bundesrat Maurer macht den Jesus und legt diplomatische Krise bei

16.12.2015, 11:3516.12.2015, 13:54
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Schweizer Superpuma-Helikopter beim Lac de Joux. 
Bild: DENIS BALIBOUSE/REUTERS

Es war eine amüsante Abwechslung im staubtrockenen Medienzirkus des vergangenen Sommers: Die Meldung, dass sich die Schweizer Armee mittels eines Super-Puma-Helikopters aus dem Wasserreservoir des französischen Lac des Rousses bediente, um den hitzeleidenden Waadtländer Jura mit dem dringend benötigten kühlen Nass zu versorgen. Weil versäumt wurde, dabei die französischen Behörden zu informieren, entspann sich in der Folge eine mittlere diplomatische Krise zwischen Frankreich und der Schweiz, die schliesslich als «Swiss Watergate» den Weg in die internationalen Zeitungsspalten fand.

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Jetzt wurde der Streit um das «Swiss Watergate» offenbar endgültig beigelegt – mit der Hilfe von Alkohol. Wie Verteidigungsminister Ueli Maurer am Dienstag im Ständerat erklärte, habe sich die Sache glänzend mit einigen Flaschen Schweizer Weins erledigen lassen. Die Beziehungen zum Nachbarland seien durch die Episode nicht etwa verschlechtert, sondern im Gegenteil verbessert worden, so Bundesrat Maurer.

Ständerat Isidor Baumann (CVP) merkte leicht belustigt an, dass es für die Qualität des Schweizer Weins spreche, wenn sich 58 Kubikmeter gestohlenes Wasser aus Frankreich mit einer 7-Deziliter-Flasche Wein kompensieren liessen. Die Aussage sorgte offenbar für einige Heiterkeit in der Runde.

Nach Darstellung des Kommissionssprechers handelte es sich bei der ganzen Geschichte ohnehin um ein Missverständnis. «Die Armee interpretierte die von der französischen Luftzentrale erteilte Überflugbewilligung irrtümlich auch als Bewilligung für Wasserentnahmen.» (wst)

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