Tennis
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French Open, Viertelfinal

Herren:
Federer – Wawrinka 7:6, 4:6, 7:6, 6:4
Nadal – Nishikori 6:1, 6:1, 6:3

Frauen:
Konta – Stephens 6:1, 6:4

epa07625502 Roger Federer of Switzerland (R) reacts with Stan Wawrinka of Switzerland after winning their men’s quarter final match during the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 04 June 2019.  EPA/YOAN VALAT

Wieder einmal entschied Roger Federer ein Spiel gegen seinen Freund Stan Wawrinka für sich. Bild: EPA/EPA

Federer schlägt Wawrinka und trifft auf Nadal: «Bin gekommen, um gegen ihn zu spielen»

Roger Federer hat das Schweizer Duell beim French Open für sich entschieden. Der Basler bezwang den Waadtländer im nervenaufreibenden und phasenweise hochklassigen Viertelfinal mit 7:6 (7:4), 4:6, 7:6 (7:5), 6:4.



Wawrinka tat sein Möglichstes. Er wehrte massenhaft Breakchancen ab und befreite sich aus zahlreichen heiklen Situation. Er steigerte sich nach einem spielerisch verhaltenen Start in den Match und gewann sogar zeitweise die Oberhand. Zum vierten Sieg im 23. Duell mit Federer, zur Wiederholung des Viertelfinal-Erfolges von 2015 an gleicher Stätte, reichte es aber nicht.

Nach 3 Stunden und 35 Minuten und einem kurzen Regenunterbruch Mitte des vierten Satzes sicherte sich Federer den Halbfinal-Einzug und das erste Duell gegen Rafael Nadal seit Herbst 2017.

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Die Highlights des Spiels. Video: YouTube/Roland Garros

Federer war der konstantere der beiden Spieler. Ihm gelang nicht immer alles gleich gut wie im ersten und letzten Satz, als er klar den Rhythmus vorgab und deutlicher dominierte als das Spielverlauf aussagt. Dazwischen tat er sich bei seinen Returnspielen schwerer, traf seltener die richtigen Entscheidungen. Im dritten Satz drohte die Partie aus seiner Sicht sogar zu kippen: Wawrinka schaffte den Servicedurchbruch zum 4:3 und schien angesichts seiner Überlegenheit bei den wichtigen Punkten auf dem Weg zur Satzführung.

«Es war ein hartes Match. Nicht nur, weil ich gegen einen Kollegen spielte, sondern auch wegen dem Regen. Stan hat unglaublich gespielt, und das nach diesem Match gegen Tsitsipas. Ich gratuliere ihm zu dieser Leistung. Ich musste mein ganzes Repertoire auspacken, das ist so gegen Stan. Normalerweise bevrozuge ich die Ballwechsel etwas kürzer als heute. Der nächste Gegner (Rafael Nadal) weiss leider auch, wie man auf Sand spielt. Aber ich bin hierher gekommen, um gegen ihn zu spielen.»

Federer beim Platzinterview

Doch ausgerechnet mit dem erstmaligen Vorsprung im Rücken misslang Wawrinka das darauffolgenden Aufschlagsspiel. Mit dem Break zum 4:4 endete eine bemerkenswerte Serie des 34-jährigen Befreiungskünstler: Er hatte zuvor 16 Breakbälle in Folge abgewehrt - acht in der Schlussphase seines Achtelfinals gegen Stefanos Tsitsipas und acht bis dahin gegen Federer. Auch danach löste Wawrinka die eine oder andere schwierige Situation dank seinem starken Service oder dem einen oder anderen Fabelschlag. Er erhöhte das Tempo, dann, wenn sich die Lage zuspitzte. Nur: Dauerhaft diktieren konnte der Lausanner das Spielgeschehen nicht.

«Ich hätte auch frustriert sein können nach den ersten Sätzen, ich habe vieles richtig gemacht und viele Chancen liegen lassen. Aber ich spürte auch, dass es anders läuft als 2015. Am Schluss war ich extrem nervös und der Rhythmus hat etwas gefehlt. Ich bin froh, dass ich auf Teufel komm raus gespielt habe. Die Fans haben meinen Namen gesungen, das gibt es sonst nie. Ich freue mich auf das Duell mit Rafa, ich wollte ihn nicht vermeiden. Ich habe nichts zu verlieren.»

Federer beim Interview mit dem Schweizer Fernsehen.

Federer wirkte eine Spur abgeklärter und ein bisschen ideenreicher im Duell der beiden Schweizer, die sich nicht aus den Matches, sondern auch aus den Trainings bestens kennen. Sie haben zusammen zahlreiche Davis-Cup-Partien bestritten und im Doppel Olympia-Gold gewonnen. Geheimnisse können sie voreinander keine haben. Um den anderen zu überraschen, musste das Ungewöhnliche kommen und das kam meistens von Federer, etwa mit der Rückhand, die er immer wieder risikoreich einsetzte.

Einer der besten Ballwechsel des Spiels.

Nadal locker weiter

In seinem 44. Grand-Slam-Halbfinal, dem achten in Paris, trifft Federer am Freitag auf Rafael Nadal. Der elffache Turniersieger hatte leichteres Spiel als der Schweizer: Er setzte sich gegen den Japaner Kei Nishikori (ATP 7) in weniger als zwei Stunden mit 6:1, 6:1, 6:3 durch. Nadal und Federer werden sich zum 39. Mal gegenüberstehen, aber zum ersten Mal seit dem Herbst 2017, als Federer den Final von Schanghai klar gewann.

Der Basler hat die Duelle nach seiner Rückkehr von der Knieverletzung Anfang 2017 dominiert und steht bei fünf Siegen in Serie. Doch am Freitag sind die Voraussetzungen ganz anders: Erstmals seit über sechs Jahren stehen sich die beiden auf Sand gegenüber. Auf dieser Unterlage hat Federer nur zwei von 15 Begegnungen gewonnen. 2009 siegte er in Madrid, 2007 in Hamburg. In Roland Garros verlor er einmal im Halbfinal und viermal im Final gegen Nadal. Dieser wurde bei seinem Lieblings-Major nur in zwei von 93 Matches bezwungen - von Novak Djokovic 2015 und Robin Söderling 2009. (abu/sda)

Ticker: 04.06 Federer-Wawrinka

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • trichie 05.06.2019 08:44
    Highlight Highlight Roger gegen Rafa bei Roland Garros... alles was es für ein legendäres Match braucht auf das die meisten Tennisfans sicher seit Jahren gewartet haben.

    Nur zwei Wermutstropfen:
    * Noch genialer wär die Partie im Final gewesen
    * leider musste Stan ausscheiden damit das möglich wurde
  • wasps 04.06.2019 23:20
    Highlight Highlight Sackstarke Ansage von Fedi. Bin gekommen, um gegen ihn zu spielen. Ich traue ihm den Sieg definitiv zu!
  • Free Pegasus 04.06.2019 22:56
    Highlight Highlight Ich hätte es beiden gegönnt zu gewinnen. Gegen Nadal wird es so oder so schwierig werden.

    Abgesehen davon: WATSON

    war das Absicht? 🤔😕🤔😁
    Benutzer Bild
  • Sebultikon 04.06.2019 22:04
    Highlight Highlight Einerseits wünscht man sich ein hartes duell zeischen den beiden. Andererseits soll der "überlebende" fit für nadal sein. Schwierig.
  • Peter R. 04.06.2019 19:59
    Highlight Highlight Ein episches Spiel zwischen den beiden Top-Tennisspielern aus der Schweiz.
    Nun gilt es für Federer Kräfte sammeln, damit er gegen Nadal Widerstand leisten kann.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 04.06.2019 19:43
    Highlight Highlight Zwei Schweizer an der absoluten Weltspitze, what a time to be alive, dass werden wir in diesem Ausmass nie mehr haben....
  • dä brüeder vom heinz 04.06.2019 19:07
    Highlight Highlight Sehr schade, da wäre für Stan mehr möglich gewesen
  • elnino 04.06.2019 17:23
    Highlight Highlight Läck du mir, Wawrinka hat bereits insgesamt 24 breaks angeweht und nur 1 kassiert IM GANZEN TURNIER

  • crona (1) 04.06.2019 16:57
    Highlight Highlight ... und es macht mich so verdammt stolz, dass in diesem epischen Match, bei dem die ganze Tenniswelt begeistert zuschaut, zwei Schweizer auf dem Platz stehen! Bin sonst nicht so der Patriot. Aber hey... Come on!!!
  • Team Insomnia 04.06.2019 16:24
    Highlight Highlight Hopp Stanislas!
  • dabu 04.06.2019 16:20
    Highlight Highlight Das ist ja ein trauerspiel. Hätte ich nicht erwartet. Entäuschend
    • Fichtenknick 04.06.2019 17:08
      Highlight Highlight Ein typischer Schweizer. Machs besser, du Nörgler. Wir haben zwei der besten Tennisspieler der Welt, aber der Bünzli findet halt immer was, das ihm nicht passt.
    • dabu 04.06.2019 18:29
      Highlight Highlight Bin ein grosser Fan der beiden, aber das Niveau war mmn immer höher zwischen den beiden als im heutigen duell. Villeicht gibt es einen hochklassigen 5ten..
  • rumpelpilzli 04.06.2019 15:55
    Highlight Highlight Kann man nicht beiden Spielern oben ein Härzli verteilen?
  • Bananciaga 04.06.2019 14:53
    Highlight Highlight Hat jemand ggf. einen Stream? 🙈 Sitze in Seoul in einem Hotel und kann keine VPN App downloaden da die App Store Verbindung immer abbricht 😩
    Weitere Antworten anzeigen
  • birdiee 04.06.2019 14:11
    Highlight Highlight Mein Tennisherz schlägt für King Roger, aber auch Marathon-(stan the)-man würde ich es gönnen...
    Hauptsache der Sieger von heute gewinnt den Coupe des Mousquetaires!
    • chnobli1896 04.06.2019 14:23
      Highlight Highlight Eigentlich bin ich pro Stan. Will aber Federer nochmals in Paris gewinnen sehen... Leider ists ja erst das Viertelfinale
    • 3,2,1... vorbei 04.06.2019 14:58
      Highlight Highlight Hauptsache die Schweiz gewinnt heute...
      Hopp Schwiiz. ;-)

      Ich mag es beiden gönnen. Stan hat ja ein unglaubliches Spiel im Achtelfinale hingelegt.
      Mal sehen ob seine Kräfte ausreichen um so ein intensives Spiel, wie es aktuell ist, durchzuziehen.
      Schade muss ich arbeiten.

«Love is in the air» – Tenniswelt feiert die «Bromance» zwischen Federer und Nadal

Das Team Europe gewinnt auch die dritte Austragung des Laver Cups. Das von Björn Borg gecoachte Team setzte sich in der Genfer Palexpo-Halle gegen das Team World dank Siegen in den letzten beiden Einzeln mit 13:11 durch.

Einmal mehr war das Augenmerk auf die beiden GOAT des Tennis gerichtet: Roger Federer und Rafael Nadal haben an diesem Wochenende das nächste Kapitel in ihrer «Bromance» geschrieben, aber seht selbst.

(zap)

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