Interview
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Böse Avocado, liebe Avocado? Geht es nach Autorin Kathrin Hartmann, soll nicht der Konsument darüber entscheiden müssen.  bild: unsplash.com

Interview

«Besserverdienende spielen Öko-Polizei und sagen: ‹Aha, du kaufst also eine Avocado?›»

Machen wir die Welt besser, wenn wir Label-Kaffee und Bio-Tomaten kaufen? Nein, sagt Kathrin Hartmann, Autorin des Buchs «Die grüne Lüge». Im Interview spricht sie über die Fair-Food-Initiative, selbsternannte Öko-Polizisten und George Clooney.



Frau Hartmann, da geben wir uns Mühe, biologisch und fair einzukaufen. Und dann kommen Sie und verspotten umweltbewusste Konsumenten als «grüne Hedonisten». Was bringt Sie dazu?
Kathrin Hartmann: Ich verspotte niemanden, ich bin vielmehr wütend: Auf die unpolitische Haltung der urbanen, gut verdienenden Leute, die mit ein paar Bio-Lebensmitteln ihr Gewissen reinwaschen wollen. Man fliegt zweimal im Jahr in die Südsee, hat vielleicht noch ein dickes Auto – aber das geht alles in Ordnung, wenn man nur sogenannt nachhaltig einkauft. Dann muss man den eigenen Lebensstil nicht mehr infrage stellen und das System erst recht nicht.

Schauen Sie selber denn gar nicht darauf, was Sie in den Einkaufskorb legen?
Ich kaufe keine Fertigprodukte, Süsses mag ich zum Glück nicht. Aber sonst bin ich im gleichen Dilemma gefangen wie alle anderen auch. Ich sehe Bio-Tomaten aus Spanien im Supermarkt und weiss, dass die Arbeitsbedingungen der Pflückerinnen vermutlich miserabel waren. Auf dem Markt nebenan könnte ich normale Tomaten kaufen, die aus der Region München kommen – was ist nun besser?

Nicht der Einzelne sei dafür verantwortlich, dass Lebensmittel fair produziert werden, sondern die Politik. So lautet die Kernaussage Ihres Buchs «Die grüne Lüge» und des gleichnamigen Films. Machen Sie es sich damit nicht etwas einfach?
Es ist doch zynisch, dass man uns die Verantwortung zuschiebt, zwischen «guten» und «schlechten» Produkten zu wählen. Warum aber ist es erlaubt, dass schlecht produzierte Produkte dastehen? Nehmen wir die Situation in Deutschland: Wir könnten uns zu 93 Prozent selbstversorgen. Doch zwei Drittel der landwirtschaftlichen Fläche wird für die Tierzucht genutzt, damit viel Fleisch exportiert werden kann. Dann sind wir auf Importe aus anderen Ländern angewiesen, wo die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung zerstört wird, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Nur eine politische Lösung vermag daran etwas zu ändern.

Foto von Kathrin Hartmann, Autorin

Kathrin Hartmann (46) ist deutsche Journalistin und Autorin. Sie arbeitete unter anderem für die «Frankfurter Rundschau», die TAZ und die Zeitschrift «Neon». Bild: ZVG

«Die Hersteller verwenden dann ein Etikett mit einem grünen Frosch, um den Konsumenten das gute Gefühl zu geben: ‹Hey, wir kümmern uns um die Kleinbauern!›»

In der Schweiz kommen im September zwei Volksinitiativen an die Urne, die sich mit dieser Thematik befassen. Die Ernährungssouveränitäts-Initiative will Lebensmittel aus einheimischer Produktion stärken. Der Staat soll dazu die Bauern noch stärker unterstützen und Zölle auf Import-Lebensmittel erheben. Ist es das, was Ihnen vorschwebt?
Ernährungssouveränität ist ein grosser Hebel für globale Gerechtigkeit. Wenn Lebensmittel vor Ort nach den Bedürfnissen der Gesellschaft produziert werden, dann rücken ökologische und soziale Kriterien in den Fokus. Davon profitieren die Menschen – und nicht mehr die grossen Konzerne.

Die zweite Initiative verlangt unter dem Titel «Fair Food», dass alle Lebensmittel – einheimische und importierte –, gewisse Mindeststandards erfüllen müssen. Was halten Sie davon?
Das kommt darauf an, wer die Mindeststandards definiert und wie sie geprüft werden. Es gibt sehr viele Gütesiegel, die komplett wertlos sind. Manche davon hat die Industrie selber initiiert, um Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Hersteller verwenden dann ein Etikett mit einem grünen Frosch, um den Konsumenten das gute Gefühl zu geben: «Hey, wir kümmern uns um die Kleinbauern!» Und um den Politikern zu signalisieren: «Ihr müsst uns nicht regulieren, wir machen das schon selber.» Und natürlich ist das auch eine Image-Politur nach innen, damit man weiter gutes Personal frisch von der Uni bekommt.

«Ist es liberal, wenn wir mit unserem Lifestyle die Freiheit von Menschen in anderen Ländern einschränken?»

Im Fall von «Fair Food» soll es aber die Politik sein, die die Regeln für die Lebensmittel-Produktion künftig festlegt.
Prinzipiell gut. Wenn aber Mindeststandards so harmlos werden, damit alles bleiben kann, wie es ist, wäre das Greenwashing. Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, müssen wir uns fragen: Welche politischen und ökonomischen Kräfte sind es, die heute eine gerechte Gesellschaft verhindern? Welche Machtverhältnisse gilt es zu kippen, damit sich die Menschen hier und anderswo gut ernähren können?

Das ist keine sehr liberale Haltung. Ist es wirklich nötig, den Freihandel einzuschränken und damit die Wahlfreiheit des einzelnen Konsumenten?
Ist es liberal, wenn wir mit unserem Lifestyle die Freiheit von Menschen in anderen Ländern einschränken? Wenn wir es in Kauf nehmen, dass sie krank werden, dass ihnen ihr Land und ihre Selbstbestimmung weggenommen werden? Nein, das ist ein krasses Ungleichgewicht zu unseren Gunsten! Wir nehmen uns das Recht heraus, auf Kosten anderer Menschen über unsere Verhältnisse zu leben. Das ist nicht liberal, das ist die Fortsetzung von Kolonialismus.

«Nehmen Sie Nespresso: Eine Maschine, die grotesk teuren Kaffee in die Tasse presst und dabei einen Müllberg von 8000 Tonnen Alukapseln pro Jahr produziert.»

Die Gegner der beiden Initiativen befürchten, dass die Preise für Lebensmittel bei einer Annahme steigen würden. Finden Sie das vertretbar?
Die Armen werden gern hervorgezerrt, um den Status Quo zu verteidigen. Wenn Billigflüge aus Klimaschutz-Gründen abgeschafft werden sollen, heisst es: Aber die arme Oma will doch auch mal nach Mallorca fliegen! Natürlich ist es zynisch, von Armen zu verlangen, Bio-Lebensmittel zu kaufen. Das können sie sich im gegenwärtigen System nicht leisten. Billige Lebensmittel sind politisch erwünscht, damit Löhne niedrig bleiben können. Beides muss sich ändern! Darum braucht es die Politik: Sie muss dafür sorgen, dass sich alle Leute gesundes und nachhaltiges Essen leisten können.

Sie stellen die Formel auf: Je gebildeter die Zielgruppe und je schädlicher ein Produkt, desto grösser sei das Bemühen, es mit einem Öko-Siegel zu veredeln. Das müssen Sie erklären.
Die Krux an der grünen Lüge ist, dass wir sie alle so gern glauben wollen. Uns wird das Unmögliche versprochen. Nehmen Sie Nespresso: Eine Maschine, die grotesk teuren Kaffee in die Tasse presst und dabei einen Müllberg von 8000 Tonnen Alukapseln pro Jahr produziert. Aber dann hat man George Clooney, der mit einer Menschenrechtsanwältin verheiratet ist und immer so aufrichtig in die Kamera schaut. Es ist kein Zufall, dass dieses Greenwashing vor allem in reichen Ländern funktioniert. Wir wollen glauben, dass es okay ist, so zu leben. Dass die schlechten Dinge auf der Welt dadurch irgendwie gut werden.

«Heute spielen gerade Besserverdienende Öko-Polizei und gucken ihren Mitmenschen auf die Finger: ‹Aha, du kaufst also eine Avocado?›»

Sie sagen also: Vielen Labels ist nicht zu trauen. Dann bleibt bewussten Konsumenten im Zweifelsfall also nur der Verzicht?
Nein, privater Verzicht ändert nicht viel. Sehen Sie zum Beispiel den Fleischkonsum an: Der ist in Deutschland pro Kopf zwar gesunken, aber die Produktion steigt an, weil mehr exportiert wird. Oder die Kleiderindustrie: Sicher ist es gut, wenig zu shoppen, aber deswegen produziert die Industrie nicht automatisch weniger. Schon jetzt werden ja so viele Kleider hergestellt, wie sie die ganze Menschheit zusammen nie tragen kann! Heute spielen gerade Besserverdienende Öko-Polizei und gucken ihren Mitmenschen auf die Finger: «Aha, du kaufst also eine Avocado?» Aber das führt zu keiner Solidarität, die wir bräuchten, um gegen Missstände zu kämpfen. Die Konzerne sehen uns bei diesem Zirkus zu und lachen sich ins Fäustchen.

«Die Grüne Lüge» als Film und Buch

Der Film «Die Grüne Lüge» kommt am 6. September 2018 in die Schweizer Kinos. Zusammen mit Werner Boote, dem Regisseur von «Plastic Planet», ist Kathrin Hartmann dem Phänomen des Greenwashing auf den Grund gegangen. Die deutsche Journalistin befasst sich auch in einem gleichnamigen Buch mit dem Thema. «Grüne Lügen – je absurder sie sind, desto bereitwilliger werden sie geglaubt», so das Fazit der Autorin.

Kann es sein, dass Sie die Macht der Konsumenten unterschätzen? Ein Beispiel: Vor 15 Jahren gab es noch kaum vegetarische Produkte in den Regalen. Heute überbieten sich die Detailhändler gegenseitig mit veganen Linien. Hier hat die Nachfrage doch erfolgreich das Angebot gesteuert.
Ich bin selber seit fast 30 Jahren Vegetarierin und muss sagen: Damals war das Angebot echt trostlos. Noch vor zehn Jahren galten Veganer als Spinner, jetzt ist Veganismus plötzlich anerkannt und man kann gut essen gehen ohne Fleisch. Das ist eine erfreuliche gesellschaftliche Entwicklung. Aber leider eine Nische. Die umweltbewussten Konsumenten werden nie die kritische Masse erreichen, damit das von selber aufhört. In einigen Ländern steigt der Fleischkonsum ja immens. Das liegt auch an der grossen Macht der Agrar-, Fleisch- und Lebensmittelindustrie und einer Landwirtschafts- und Handelspolitik, die diese Privilegien sichert oder sie eben nicht reguliert.

Dann wollen Sie, dass die Politiker den Bürgern das Fleisch verbieten? Dann müssen Sie sich aber auf eine Revolte gefasst machen.
Man kann nicht verbieten, etwas zu kaufen, was legal hergestellt in den Regalen liegt. Aber sehr wohl kann Landwirtschaft so reguliert werden, dass die immense Fleischproduktion, die billigen Futtermittel, die Massenställe und so weiter nicht mehr möglich sind. Wenn es dann einen Aufstand gibt, muss man das auch mal aushalten! Das Problem ist doch, dass sich aus Angst vor den Wählern niemand getraut, Dinge fundamental zu ändern. Das hat man ja schön gesehen, als die Grünen in Deutschland einen Veggie-Day gefordert haben. Die Kantinen hätten dann an einem Tag pro Woche kein Fleisch mehr serviert, es hätte jedoch weiterhin jedem freigestanden, sich an der nächsten Pommes-Bude eine Currywurst zu holen. Aber die Grünen krebsten zurück, aus Angst, nicht mehr gewählt zu werden.

«Wenn in einer Stadt autofreie Zonen eingerichtet werden, gibt es auch zuerst ein Getöse. Aber dann finden es alle geil, dass sie jetzt auf den freien Plätzen Kaffee trinken können.»

Können Sie es ihnen verübeln? Solange es bei den Konsumenten keine Mehrheit für eine ökologische Wende gibt, wird es auch bei den Wählern keine geben.
Es muss doch um das Gemeinwohl gehen und nicht um die individuelle Konsumfreiheit! Wenn in einer Stadt autofreie Zonen eingerichtet werden, gibt es auch zuerst ein Getöse. Aber dann finden es alle geil, dass sie jetzt auf den freien Plätzen Kaffee trinken können. Dito mit dem Rauchverbot. Ich glaube, mit einer ökologischen Landwirtschaft wäre es ähnlich.

Für wie realistisch halten Sie es, dass Sie den Paradigmenwechsel, von dem Sie träumen, tatsächlich erleben werden?
Zu sagen: «Ach weisst du, das ist eh nicht realistisch» – das kann man sich nur in einer Gesellschaft leisten, in der die Supermarktregale voll sind und man sich in der falschen Sicherheit wiegt, dass es für immer so bleiben wird. Es stimmt, die Zeichen deuten nicht daraufhin, dass Politiker und Konsumenten scharf darauf sind, die alten Gewohnheiten über Bord zu werfen. Aber dennoch entwickeln sich Bewegungen auf der ganzen Welt, die Gerechtigkeit fordern. Denn das einzige, was wir derzeit aus einer realistischen Perspektive mit Sicherheit sagen können, ist, dass es bergab gehen wird, wenn wir nichts unternehmen.

Ihr Buch ist ein eigentlicher Rundumschlag gegen Konzerne wie H&M, Coca-Cola, BP oder Nestlé. Haben Sie schon Post von den Anwälten bekommen?
Nein. Alles was ich schreibe, habe ich belegt. Was sollten sie mir denn vorwerfen? Die Firmen wissen, dass sie die Aufmerksamkeit damit erst recht auf jene dunklen Ecken lenken würden, die der Öffentlichkeit verborgen bleiben sollen.

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Das Plakat zum Filmstart in den Schweizer Kinos. bild: zvg

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
75Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DomKi 03.09.2018 22:09
    Highlight Highlight Alle meckern, aber keiner hört auf diese Produkte zu konsumieren. Das Angebot richtet sich doch nach der Nachfrage
  • Herbert Anneler 03.09.2018 22:00
    Highlight Highlight Städter wie Landeier werden ab schlechtem Food krank und ebenso in einer vergifteten Umwelt. Fair food als Arm-Reich-Konflikt hochzustilisieren, ist böswillig! Das spielt nur einer rücksichtslosen Agrarlobby in die Hände.
  • Trouble 03.09.2018 21:45
    Highlight Highlight Ich kaufe Bio primär nicht, weil ich denke, dass es für Umwelt gut ist, sondern weil ich überzeugt bin, dass es für meine Familie besser ist. Ich schaue aber zuerst auf die Herkunft der Lebensmittel. Herkunft vor Bio.
    • Borki 04.09.2018 07:10
      Highlight Highlight Herkunft vor Bio! Ein wichtiger Grundsatz, den sich die Leute einmal hinter die Ohren schreiben sollten. (Ausnahmen bestätigen die Regel.)
      Übrigens nicht nur beim Essen so. Holz ist auch so ein Beispiel. Herkunft ganz klar vor FSC!
  • Binnennomade 03.09.2018 19:14
    Highlight Highlight So viel Stuss aufs mal.. Geht es denn der Tomatenpflückerin in Spanien besser, wenn wir keine Tomaten aus Spanien mehr kaufen? Äääh, nein, weil dann hat sie keinen Job mehr.

    "Man kann nicht verbieten, etwas zu kaufen, was legal hergestellt in den Regalen liegt." - Hmm, wenns verboten wär, würds nicht mehr im Regal liegen?

    "Sicher ist es gut, wenig zu shoppen, aber deswegen produziert die Industrie nicht automatisch weniger." - Ähm, doch, schon. Angebot-Nachfrage, kännsch?

    Und dass Fleisch, Nespresso und Grosskonzerne scheisse sind, wissen wir schon. Aber sie will halt ein Buch verkaufen.
    • sottosopra 03.09.2018 21:15
      Highlight Highlight Weniger produziert wird nicht, vielmehr wird das Marketingbudget ausgebaut, damit die Produkte den Konsumenten untergejubelt werden können (bzw ein künstliches Bedürfnis geschafft wird).
    • Menel 03.09.2018 23:46
      Highlight Highlight Angebotsorientierter Markt, känsch 😉
    • Binnennomade 04.09.2018 06:07
      Highlight Highlight Sottosopra, das mag sein, dass die Firmen ins Marketing investieren, wenn die Absätze zurückgehen. Und was passiert dann? Na..? Die Leute kaufen wieder mehr.

      Die gute Frau spielt vielleicht drauf an, dass Kleiderfirmen die Saumode entwickelt haben, zuviel zu produzieren. Das ändert nichts daran, dass wenn alle Konsumenten 20% weniger Kleider einkaufen, die Firmen mittelfristig 20% weniger Kleider produzieren werden, es sei denn, sie steigern in der gleichen Zeit die Überproduktion, was sie sich kaum leisten können. Die Macht ist am Ende immer beim Konsumenten
    Weitere Antworten anzeigen
  • Anna Landmann 03.09.2018 18:53
    Highlight Highlight Wir sind psychologisch schlicht nicht fähig, an die langfristigen Konsequenzen unseres kurzfristigen Handelns zu glauben (sehen tun wir sie schon..). Darum sind solche Bücher zwar ganz nett und haben sicher auch recht. Etwas ändern wird sich aber erst, wenn es zu spät ist, wie fast immer eigentlich in der Geschichte der Menschheit, die immer nur eine erfolgreiche oder erfolglose Reaktion auf eigentlich absehbare Katastrophen war.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 03.09.2018 17:05
    Highlight Highlight "Das Problem ist doch, dass sich aus Angst vor den Wählern niemand getraut, Dinge fundamental zu ändern."
    Das nennt sich Demokratie und schützt dem Bürger grundsätzlich vor willürlichen Entscheiden einflussreicher Minderheiten.
    • Billy the Kid 04.09.2018 06:55
      Highlight Highlight @rER
      Demokratie hat mündige Bürger zur Voraussetzung. Alles andere ist manipulierte Pöbelherrschaft.
  • Carlo Meyer 03.09.2018 16:04
    Highlight Highlight Statt gutem Gewissen besser Vollkostenrechnung dh. Verursacherprinzip beim Preis.


    "...der urbanen, gut verdienenden Leute..."
    und die Velofahrer in der Stadt sind alles arme Landbewohner bei der Fahrt zur Arbeit?
  • w'ever 03.09.2018 15:38
    Highlight Highlight jemand hat mal gesagt, dass bio- fairtrade und all die ähnlichen natürlichen produkte eingentlich gar nicht deklariert werden müssten, sondern alle anderen produkte die chemische oder unnatürliche zusätze enthalten
    • Paddiesli 03.09.2018 16:19
      Highlight Highlight Genau das habe ich gedacht (oder mir gewünscht), als ich das 1. Mal ein Bio-Produkt gesehen habe. Aktuell sind die Fair-Labels dazu gekommen.
    • real donald trump 03.09.2018 23:32
      Highlight Highlight Ich würde gleich doppelt und dreifach eine Initiative unterschreiben welche fordert genau das zu kennzeichnen. Schockbilder aus Massentierhaltung wie z.B. Legebatterien bei den Eiern.
    • w'ever 04.09.2018 19:43
      Highlight Highlight also los.
      wie lanciert man eine initiative?
  • Freckle 03.09.2018 15:03
    Highlight Highlight Den Kernaussagen ihres Buches kann ich absolut zustimmen, aber die militante Art wie sie das rüberbringt geht gar nicht! In Deutschland ist es tatsächlich so, dass die Lebensmittel viel zu günstig sind und die Konsumenten sich überhaupt keine Gedanken machen. Also muss leider die Politik intervenieren! Was sie jedoch nicht tun wird... Siehe Glyphosat!
    Es gibt nicht nur ganz oder gar nicht... Ich bin der Meinung, wenn jeder ETWAS ändert, dann können wir zusammen VIEL bewirken!
  • Paddiesli 03.09.2018 14:47
    Highlight Highlight Ich habe auch solche Freunde: sind Vegetarier, machen Yoga.
    Aber sie fliegen pro Jahr an 2 Musikfestivals, dann in ein Yoga-Ressort, und letztlich noch in die Ferien. Dazu posten sie dann Fotos von unberührter Heile Welt-Natur in der Schweiz.
    Ich persönlich bin bewusst letztmals vor 3 Jahren geflogen, bin bewusst ein "wenig Fleisch" -Esser und mache auch kein Yoga.
    Die Abstimmungen werden das Gesicht von Herr und Frau Schweizer zeigen.
    • grünergutmensch 03.09.2018 15:54
      Highlight Highlight wir, 4 köpfige familie sind vegis und meine frau vegan. fliegen nie, ev kurzstrecke mal alle 5 jahre. urlaub camping oder ferienwohnung in der nähe. versuchen saisonal/regional einzukaufen.
      finde nicht dass wir was verpassen.
      einziges laster: ein kombi, diesel

      also so schwierig ists nicht
    • Phiilofofi 03.09.2018 19:46
      Highlight Highlight Ich glaube Yoga zu machen würde weder dir noch der Umwelt schaden (-:

      Abgesehen davon sehe ich auch ganz viele Heuchler.
    • Paddiesli 03.09.2018 21:06
      Highlight Highlight @Philofil, klar, mit Yoga schade ich niemandem, aber ich mach die Welt auch nicht automatisch zu einrm besseren Ort.
      Ich hab überhaupt nichts gegen Yoga. Ist einfach nicht mein Ding. Hab's aber versucht.
      Es geht darum, dass ich als rauchender Trinker nachhaltiger lebe, als Menschen, die meinen, sie leben bewusst, und naturbewusst. Dabei sind sie nur in ihrer Bequemzone und nicht annähernd konsequent
  • Hayek1902 03.09.2018 14:31
    Highlight Highlight Sie hat keine Ahnung von internationalem Handel und dessen Auswirkung aus Entwicklungsländer, die ihre Märkte öffnen können (wenn Länder wie die Schweiz und die EU endlich die Zölle und Subventionen abschaffen). Wer hier Rat für die beiden Abstimmungen sucht, ist am falschen Ort. Mit der doppelmoral vieler urbanen biokonsumenten hat sie aber einen nerv getroffen.
    • Platon 03.09.2018 15:51
      Highlight Highlight @Hayek
      Vielleicht solltest du dich zuerst ein bisschen informieren, bevor du hier so rumwetterst. Unsere Landwirtschaft ist schon länger auf Direktzahlungen umgestiegen, Exportsubventionen wurden in der WTO abgeschafft und auch in der CH gibts nur noch wenige handelsverzerrende Subventionen. Dann ganz wichtig, können LDCs schon seit längerem viele Produkte zum Nullzoll einfüren.
      Ich glaube es wird Zeit, dass du endlich einmal einsiehst, dass der freie Handel nicht der Heilsbringer ist, für den du und deine neoliberalen Gschpöndli ihn halten. Es wäre auch zu schön!
    • Binnennomade 03.09.2018 19:21
      Highlight Highlight Platon, Subventionen sind grundsätzlich handelsverzerrend, wieso sollten Schweizer Agrarsubventionen es nicht sein?
      Davon abgesehen sind die Probleme so ziemlich aller Enwicklungsländer viel zu vielschichtig, als dass Freihandel allein sie lösen könnte. Das heisst nicht, dass es ohne Freihandel besser wäre.
    • Platon 03.09.2018 21:19
      Highlight Highlight @Binnennomade
      Ich habe es gerade erklärt, die Schweiz hat nur noch wenige Subventionen für den Agrarbereich. Der allergrösste Teil sind Direktzahlungen und diese gelten nicht als Handelsverzerrend, sie dienen vielmehr der sozialen Absicherung der Bauern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 03.09.2018 14:25
    Highlight Highlight Die Dame wäre in der DDR wunderbar aufgehoben gewesen. Dort hat der Staat auch Tausend Dinge verboten, aus einer Ideologie heraus. Sie impliziert hier ja, dass Demokratie eigentlich abgeschafft gehört und ideologisch angehauchte Technokraten, wie sie, wüssten dann schon was gut für die Menschen, die Umwelt und überhaupt für alles ist. Sie mag ja mit vielem nicht Unrecht haben. Ihre Lösungsansätze sind aber mehr als militant. Das ist dann genauso gefährlich einfach in die andere Richtung.
  • Nick Name 03.09.2018 14:11
    Highlight Highlight Finde in erster Linie schade, wie die Frau ihr Anliegen vermarktet. Sie äussert gute Ideen und Ansätze, aber auch Verqueres und vor allem destruktive Polemik.

    Ja, wenn wir echt eine bessere, sozial und ökologisch nachhaltigere Gesellschaft wollten, müsste mehr über die Politik laufen. «Freie Marktwirtschaft» ist implizit nicht nachhaltig, weil auf Kurzfristigkeit ausgelegt.

    Aber im gleichen Atemzug jedem Bio-Begeisterten bigottes Verhalten zu unterstellen und den Konsum der Individuen herunterzureden, ist genau gleich kurzsichtig wie bio allein über alles zu setzen.

    Chly komplex, alles...
    • Hayek1902 03.09.2018 14:33
      Highlight Highlight "Freie marktwirtschaft" ist überhaupt nicht kurzfristig, bloss ist das, was wir hier haben nicht "frei", sondern voller einschränkungen. Kein einziger markt ist frei, sprich ohne staatliche intervention, asymetrische information und transaktionskosten.
    • Homes8 03.09.2018 15:02
      Highlight Highlight Der Fehler liegt im zu tiefen Energiepreis.
      Dieser entspricht nicht den Folgen, Schaden, den die Energiefreisetzung in der Natur auslöst.
      Nächste Generationen werden diese Fehlkalkulation auszubaden haben.
  • schrat 03.09.2018 13:06
    Highlight Highlight Wenn die Lebensmittelpreise steigen haben die KMU mehr Geld für die Löhne?
    • El Vals del Obrero 03.09.2018 14:08
      Highlight Highlight Wenn die Lebensmittelpreise wegen Löhnen steigen: Ja.
      Wenn die Lebensmittelpreise aus anderen Gründen steigen: Nein
  • lily.mcbean 03.09.2018 13:02
    Highlight Highlight Das Problem ist eben das der Konsument am längeren Hebel sitzen würde aber zu dumm und ignorant ist um sich mit dem auseinanderzusetzen was er tagtäglich isst.Es braucht eine Ernährungseeziehung das dies nicht mit der nächsten Generation auch passiert.Dieser Geiz-ist-Geil-Wahn hat auch nur noch mehr Schaden verursacht.Täglich laufen bei mir Kunden in den Laden und ich führe etwa folgende Konversation:"Hatten sie vom Poulet oder vom Schwein?","Oh, jesses da Fragen sie mich was,ich habe keine Ahnung.Wissen Sie nicht mehr was Sie mir da gegeben haben?"
    Da fängt man an sich Gedanken zu machen!
  • Kalsarikännit 03.09.2018 11:40
    Highlight Highlight "Die Leute, die Bio essen, sind dick wegen dem ganzen Zucker." - Nadine. Klassiker.
    Play Icon
    • aglio e olio 03.09.2018 15:29
      Highlight Highlight Auuuuuaaaaahhhh!
      Wann wurde die aus dem begleiteten Wohnen entlassen?
      Und warum?
    • Snowy 03.09.2018 18:33
      Highlight Highlight Bei der Nahrungsaufnahme / Einkauf kann der soziale Status und das Bildungsniveau von einem Menschen zweifelsfrei erkannt werden.

    • Lichtblau550 03.09.2018 20:16
      Highlight Highlight Bitterböse, aber hat was.
  • Posersalami 03.09.2018 11:37
    Highlight Highlight "Nicht der Einzelne sei dafür verantwortlich, dass Lebensmittel fair produziert werden, sondern die Politik."

    Nein, so nicht.

    Die Politik hätte die Aufgabe, für Transparenz zu sorgen! Produkte aus zB. Sklavenhaltung sollten auch als solche gekennzeichnet werden! Es ist heute so gut wie unmöglich, ohne stundenlange Recherche einzukaufen wenn man gewissen Ansprüche hat als Konsument (faire Löhne, möglichst kleiner Anteil Grauer Energie, usw.).
    • Snowy 03.09.2018 14:18
      Highlight Highlight Exakt Deiner Meinung.

      Die "Biolüge" und andere derartige Pamphlete sind eigentlich nichts als Whataboutism in Reinkultur.


      Die Dame erweist der Sache damit einen Bärendienst.
    • Nocciolo 03.09.2018 18:57
      Highlight Highlight Aha. Sklavenhaltung ist also ok, solange sie transparent ist? Wir zynisch ist das? Solche Aussagen sind zum kotzen. Das es im 21. Jahrhundert noch Befürworter von Sklaverei gibt ist unglaublich.
  • reaper54 03.09.2018 11:34
    Highlight Highlight Diese Labels sind einfach eine neue Art des Abasshandels und ein Teil der Westlichen Schuldkuktur. Genauso wie viele andere Dinge welche gemacht werden weil “wir” schuld sind...
  • Thisguy 03.09.2018 11:28
    Highlight Highlight Gutes Interview! Gesellschaftswohl geht über komsumfreiheit der einzelnen, dieser Part hat mich überzeugt!
    Für viele ist der Schritt Richtung Suffizienz jedoch zu militant. Schade
    • schrat 03.09.2018 13:08
      Highlight Highlight Für viele ist aber die Wahlfreiheit ebenso wichtig.
    • Luki Bünger 03.09.2018 14:55
      Highlight Highlight Für "Wahlfreiheit" plädieren, heisst in diesem Kontext doch einfach nur "Solange's mich nicht betrifft."

      Dass der Markt auch bei Lebensmitteln nun wirklich jeden innovativen Trend sofort absorbiert und kurzfristig gewinnmaximiert, haben wir nun zur Genüge gesehen. Dass sich Konsumenten breitenwirksam und freiwillig selbst einschränken, scheint auch recht illusorisch. Wie anders als mit Vorschriften will man denn da vorgehen?

      Unsere "Wahlfreiheiten" fussen seit jeher auf einem massiven ökonomischen Ungleichgewicht, sie war von Anfang an auf Pump und die Kredit-Laufzeit neigt sich dem Ende zu.
  • Mantrax 03.09.2018 11:23
    Highlight Highlight Irgendwie schäme ich mich dafür aber ich war beim Lesen einfach nur gelangweilt. Löst eher eine "da will ich gar nicht anfangen". Selber 2 Tage die Wuche bewusst auf Fleisch verzichten? Deutlich eher als mir vom Staat oder "Kampf-Veganern" einen vorschreiben zu lassen. Das bisschen bewusst shoppen bringt nichts? Ein leicht beschämendes "okay es ist alles falsch aber dann mache ich wohl besser gleich gar nichts mehr" plus irgendwie Langeweile und Resignation geistern mir da durch den Kopf.

    Bei mir erreicht die Dame wenn dann nur das Gegenteil
    • Lichtblau550 03.09.2018 20:29
      Highlight Highlight Deswegen hätte ich einen „Veggieday“ auch als Fleischesserin ganz gut gefunden. Nicht als Zwang, eher als Empfehlung. Könnte mir vorstellen, dass da auch Nichtveggies mitgemacht und einen gewissen sportlichen Ehrgeiz entwickelt hätten, an diesem Tag etwas Spezielles auf den Tisch zu stellen. So, wie vor nicht allzu langer Zeit auch Nichtreligiöse am Freitag kein Fleisch assen - einfach aus Gewohnheit.
  • Frausowieso 03.09.2018 11:19
    Highlight Highlight "Vermarktung durch Provokation oder auch Marketing für Anfänger". In den Medien erhalten nur noch Leute Aufmerksamkeit, die am meisten provozieren. Jetzt findet halt irgendeine Autorin Bio doof und jetzt?
    • aglio e olio 03.09.2018 12:44
      Highlight Highlight "Jetzt findet halt irgendeine Autorin Bio doof und jetzt?"
      Das war jetzt aber nicht die Aussage des Interviews.
  • Snowy 03.09.2018 11:17
    Highlight Highlight Natürlich ist nicht alles wo "BIO" drauf steht auch automatisch gut.

    Soll man deswegen gar keine Labels mehr prüfen und Fleisch einfach nur nach (vermeintlicher) Qualität und Preis einkaufen: Natürlich nicht.

    Dieses Buch und v.a. die Headline ist Gift für den aktuellen Diskurs.
  • Arts 03.09.2018 11:13
    Highlight Highlight Ich sehe da ein Wiederspruch, einerseits spricht sie von "der Grünen Lüge" sagt "privater Verzicht ändert nicht viel" und im selben Zuge fleischverzicht und vegetarischer Lebensstil plädieren.

    Ist denn vegetarisch leben nicht auch eine "Grüne Lüge"

    Ich denke wenn die Politik was ändern soll, dann Mindeststandards definieren in allen Lebensmittel bereichen.

    Das Ziel kann nicht sein billiges Essen zu produzieren, zu subventionieren im selben Zuge Abbau von Sozialleistungen auf kosten der Armen, damit diese bei Lebensmitteln sparen, billiges Essen kaufen müssen.
    • aglio e olio 03.09.2018 12:46
      Highlight Highlight "Ich denke wenn die Politik was ändern soll, dann Mindeststandards definieren in allen Lebensmittel bereichen."

      Das war doch die Kernaussage der Dame.
    • Arts 03.09.2018 12:53
      Highlight Highlight Richtig, und ich gehe da mit ihr einig
  • Dominik Treier 03.09.2018 11:12
    Highlight Highlight Ein Zwang kann nie zu Freiheit führen. Aufklärung fürt zu Freiheit. Der Staat muss nicht alles regulieren, sondern den Menschen zeigen, welche Konsequenzen ihr Handeln hier, für die ganze Welt, hat und zwar obligatorisch genau in dem Moment, in dem er versucht ist das Produkt zu kaufen. Neben der schönen Werbung ein Plakat mit Bananenplantagen, so weit das Auge reicht, neben dem Freien Vogel, mit dem die Airline wirbt eine dürre Wüste. Wenn beides, die Werbung und die Konsequenz nebeneinander gezeigt werden müssten, dann entstünde Wahlfreiheit...
    • legis 03.09.2018 11:19
      Highlight Highlight Ich glaube, wenn dann in der Fleischabteilung Videos von Schlachthöfen laufen, ist der Zutritt nur no ab 18+ erlaubt! 😂

      Aber so ist das halt mit der Realität...
    • Dominik Treier 03.09.2018 11:53
      Highlight Highlight Ja sicher vielleicht ist das Bespiel ein wenig streng, nur sollte der Staat sein Vorgehen nach diesen Beispielen erklären, denn einfach nur Produkte aus den Regalen zu verbannen oder bis zur Vergasung zu verteuern spielt den Gegnern des Umweltschutzes, die lachen, weil sie sich die Produkte trotzdem leisten können nur in die Hände...
  • Madison Pierce 03.09.2018 11:01
    Highlight Highlight Sie spricht einen wichtigen Punkt an: "bio" ist nicht automatisch gut für die Umwelt.

    Viele Hipster-Getränke sind bio, enthalten aber exotische Früchte von überall auf der Welt.

    Oder die Bio-Wassermelonen-Schnitze, verpackt in 100g Plastik...

    Da muss das Bewusstsein des Konsumenten schon besser werden, dass bio nicht einfach gut ist.

    Vielleicht brauchen wir ein neues Label, welches die Produktion, die Herstellungsbedingungen und den Transportweg auf einen Blick sichtbar macht.
    • TheDude10 03.09.2018 11:20
      Highlight Highlight Noch besser wäre das Gegenteil. Warnhinweise für schlechte Produkte zB. dieses Produkt gefährdet die Gesundheit der Erde.
    • legis 03.09.2018 11:21
      Highlight Highlight Ja hingegen kann ich mir bei nicht bio sicher sein, dass das Produkt unter "schlechten" Bedingungen hergestellt wurde!

      Wenn ich also im Supermarkt stehe und Produkt A will, dann nehme ich das mit dem Bio Label, mit dem bewussten Risiko verarscht zu werden!
    • Arts 03.09.2018 11:22
      Highlight Highlight Vielleicht müsste man bei der Deklaration ehrlicher sein und z.B schreiben "Tomaten aus XYZ, gepflanzt/gepflegt mit Verwendung von Pestiziden, gepflückt unter prekären Arbeitsbedingungen"
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 03.09.2018 10:55
    Highlight Highlight Die Frau hat offensichtlich keine grosse Ahnung von Schweizer Verhältnissen.
    In der dichtbesiedelten Schweiz wird heute schon extrem intensive Landwirtschaft betrieben: Pro Hektare werden mehr Pestizide und pro Tier mehr Antibiotika eingesetzt als in jedem anderen Land Europas.
    Die FairFood- und insbesondere die Ernährungssouveränitätsinitiative würden diesen Missstand noch fördern.
    https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/fair-food-schmeckt-strahm-nicht/story/30554403
    • Nausicaä 03.09.2018 11:30
      Highlight Highlight Und mir hat eine junge Bäuerin letzthin erzählt, in der CH müsse man, wenn man ein Tier mit Antibiotika behandle, mind. 1 Monat warten bevor man es schlachten dürfe und dies sei europaweiter Bestwert. Was stimmt jetzt?
    • atomschlaf 03.09.2018 11:58
      Highlight Highlight Es kann durchaus beides stimmen. Was Du gehört hast, sagt ja nichts über die Menge der verwendeten Antibiotika aus.

      Ausserdem sorgt die Monatsfrist einzig dafür, dass keine Rückstände mehr im Fleisch vorhanden sind. Dies ist aus Konsumentensicht erfreulich, aber exzessiver Antibiotikaeinsatz birgt noch andere Gefahren, z.B. Resistenzbildung.
  • bebby 03.09.2018 10:46
    Highlight Highlight „muss man halt aushalten“, Wow. Mit ihren Vorstellungen von Demokratie wird sie sicher viel Freunde finden. Damit erweist sie den Initianten einen Bärendienst. Das ist schlichtweg Militant.
    • bebby 03.09.2018 11:30
      Highlight Highlight Aber deswegen darf man noch lange nicht anderen seine Werte aufzwingen. Wenn jemand bio kaufen will, dann soll er das, aber bitte nicht alle anderen dazu zwingen. Ditto für den Fleischkonsum. Wo Sie natürlich recht hat, dass es scheinheilig ist, bio zu kaufen und daneben herumzufliegen. Aber eben, jedem seine Entscheidung.
      Und Kompromisse eingehen heisst übrigens nicht „Werte verraten“. Nur Fundamentalisten denken, dass sie kompromisslos handeln müssen.
    • Nausicaä 03.09.2018 11:40
      Highlight Highlight bebby: Welche Vorstellung von Demokratie leitest denn du davon ab? Wir alle haben uns den Mehrheitsentscheiden zu beugen, wenn sie denn durchkommen. Was in diesem Fall wenig wahrscheinlich ist. Und auch in einer 'funktionierenden Demokratie' wird manchmal über Köpfe hinweg entschieden. Man siehe die Sache mit den Exporten von Waffen in Kriegsgebiete..
      Eine Demokratie ist nie perfekt, sie ist bloss die beste aller schlechten Regierungsformen
    • bebby 03.09.2018 12:58
      Highlight Highlight Demokratie nimmt immer Rücksicht auf Minderheiten und in der Verfassung gibt es auch Grundrechte und eine gewisse Gewaltenteilung. Sonst wäre es eine Herrschaft der Massen.
      Aber Sie haben Recht, hier handelt es sich um eine Minderheit, die man berücksichtigen muss aber nicht bestimmen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madmessie 03.09.2018 10:45
    Highlight Highlight Bin absolut derselben Meinung.

    Ich kaufe auch Bio und lokal. Habe aber kein Auto und fliege so wenig wie möglich, vor allem in die Ferien nicht.

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