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Im Internet kursieren Aufnahmen, die geschickt manipuliert wurden. bild: watson

Diese Deepfake-Videos lassen dir das Blut in den Adern gefrieren

Tote Diktatoren und umstrittene Politiker, die gemeinsam «Video Killed The Radio Star» singen? Zwei Deepfake-Videos sorgen für Diskussionen.



Bevor wir auf die technischen Hintergründe eingehen, schau dir das folgende Video (mit Ton!) an:

Wie fandest du es?

Deepfake-Videos. Seufz.

Wir kennen sie mittlerweile zugenüge.

Aber dieses Hitler-Statlin-Duett (zum 1980er-Kultsong «Video Killed The Radio Star» von The Buggles) ist technisch auf relativ hohen Niveau. derstandard.at kommentiert:

«Die Mimik und Gesichtsbewegungen von Hitler und Stalin wirken dabei authentisch und komisch. Für das Video wurden offenbar zwei bekannte Bilder der beiden Diktatoren verwendet und die Künstliche Intelligenz dann mit weiteren Aufnahmen trainiert, damit die Lippen synchron zu dem Song sind. Auch bei den Augen, Augenbrauen und dem gesamten Gesicht wurde Manipulationen vorgenommen.»

Du möchtest mehr, ähm, fragwürdigen Personen der Zeitgeschichten beim gemeinsamen Singen zusehen?

Auch Wladimir Putin, Donald Trump und Xi Jinping stimmen das Lied an. Welche Software verwendet wurde und wie viel Arbeit in die Produktion einfloss, sei nicht bekannt.

Bei YouTube und Reddit würden die beiden Videos fleissig weiterverbreitet, berichten unsere österreichischen Kollegen. «Laut einem User sollen die Clips innerhalb weniger Minuten mithilfe von ‹First Order Motion› erstellt worden sein.»

Microsoft hilft, Missbrauch zu verhindern

First Order Motion? Das ist eine Software, die es mit relativ geringem Aufwand ermöglicht, sogenannte Deepfake-Videos zu erstellen. Bei Github gibt's einfache Instruktionen.

Auch wenn viele der manipulierten Bewegtbilder lustig oder zumindest satirisch gemeint sind, birgt die Deepfake-Technologie ein beträchtliches Gefahrenpotenzial. Zum einen können Missbrauchsvideos erstellt werden, indem die Köpfe von Pornodarstellern ausgetauscht werden. Zum andern lassen sich Hass und falsche politische Botschaften verbreitet.

Microsoft habe Deepfakes unterdessen den Kampf erklärt, hält derstandard.at weiter fest. Ein neu vorgestelltes Tool des IT-Giganten namens Video Authenticator solle derartige Manipulationen entlarven. Der Hersteller wolle so einen «Schritt im Kampf gegen Falschinformationen» machen.

Hochaktuell in US-Wahlkampfzeiten.

Apropos: Unser Philipp Löpfe analysierte schon 2017:

Und 2018 schrieb er zum russischen Massenmörder:

Quellen:

(dsc)

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