Gesellschaft & Politik
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Ihsanoglu und US-Aussenministerin Hillary Clinton. Bild: U.S. Department of State

Nachfolge von Abdullah Gül

Türkische Opposition präsentiert Präsidentschafts-Kandidaten 

Die beiden grössten Oppositionsparteien in der Türkei haben sich auf einen gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten geeinigt. Ekmeleddin Ihsanoglu soll bei der Wahl im August antreten – vermutlich gegen den amtierenden Regierungschef Erdogan. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Der erste Kandidat für die Präsidentschaftswahl in der Türkei am 10. August steht fest: Der Wissenschaftshistoriker und Diplomat Ekmeleddin Ihsanoglu soll für die beiden grössten Oppositionsparteien ins Rennen um das höchste Staatsamt gehen. 

Die Chefs der säkularen CHP und der nationalistischen MHP einigten sich bei einem Treffen am Montag darauf, Ihsanoglu zu nominieren. Der 70-Jährige ist kein Parteipolitiker. Seit den Siebzigerjahren hat sich der studierte Chemiker einen Namen als Wissenschaftshistoriker gemacht. Sein Forschungsschwerpunkt war die Wissenschaftsgeschichte des Osmanischen Reiches. 

Parallel dazu vertrat Ihsanoglu die Türkei in mehreren internationalen Gremien wie der Unesco. Im Jahr 2004 wurde er als erster Türke an die Spitze der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) gewählt. Ihsanoglu führte die OIC – ein Zusammenschluss von 57 Staaten der islamischen Welt – bis zum Anfang dieses Jahres. 

«Dieser Vorschlag ist zum Wohle unserer Nation», sagte MHP-Chef Devlet Bahceli. «Wir wollen die Präsidentenwahl durchführen, ohne dass unser Land in eine Krise gestürzt wird.»

Prominentester Gegenkandidat von Ihsanoglu dürfte der amtierende Regierungschef Recep Tayyip Erdogan werden. Der seit 2003 amtierende Premier hat seine Kandidatur bislang nicht offiziell erklärt. Es gilt jedoch als sicher, dass er die Nachfolge seines Parteifreundes Abdullah Gül antreten will. Laut Umfragen dürfte Erdogan der Wahlsieg trotz der Gezi-Proteste und des Grubenunglücks von Soma kaum zu nehmen sein. Zum ersten Mal wird der Staatschef in diesem Jahr vom Volk direkt gewählt. (syd/Reuters)



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