Migration
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Spanische Polizei lässt grossen Menschenschmuggler-Ring auffliegen



epa07219123 Local policemen stand guard next to a boat in which a total of 30 migrants managed to reach Santa Maria del Mar beach in Cadiz, southern Spain, 09 December 2018. Spanish authorities reported that the police was alerted by residents after all the migrants, from Maghreb, began to run away when they got ashore. The authorities have detained 18 people of them, so far.  EPA/Roman Rios

Bild: EPA/EFE

Die spanische Polizei hat einen Menschenschmuggler-Ring zerschlagen, der hunderte Migranten von Marokko aus illegal ins Land gebracht haben soll. Der Ring habe «wie ein Reisebüro gearbeitet», teilte die Polizei am Montag mit.

Er habe in der nordmarokkanischen Stadt Larache um «Kunden» geworben, diese über das Mittelmeer an die spanische Küste gebracht und von dort in bereitstehenden Autos zum gewünschten Endziel transportiert.

Pro Überfahrt habe der Ring mindestens 2500 Euro kassiert. Nach Polizeiangaben brachten die Schmuggler in diesem Jahr 600 Migranten illegal nach Spanien und nahmen dafür rund 1,5 Millionen Euro ein.

Nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration kamen seit Jahresbeginn mehr als 55'000 Migranten illegal über das Mittelmeer nach Spanien. Mindestens 743 Migranten starben auf der gefährlichen Fahrt in Richtung Europa oder verschwanden spurlos. (sda/afp)

Ein halbes Jahr im Flughafen

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Video: watson/nfr

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alsk 17.12.2018 19:36
    Highlight Highlight 2500 Euro für die überfahrt muss ein ziemlicher Discount Preis sein, ich meinte gehört zu haben dass die bis zu 10'000 verlangen.
  • chorax 17.12.2018 18:37
    Highlight Highlight 2500 Euro pro Ueberfahrt. Das ist viel, extrem viel, wenn man aus einem Land kommt, wo man mit einem Euro pro Tag leben kann.
    Es kommen die Reichen unter den Aermsten. Die wirklich armen bleiben, weil sie sich das nicht leisten können.
    Das heisst es gibt keine Armutsmigration. Es gibt nur Glücksrittermigration.
  • mogad 17.12.2018 18:07
    Highlight Highlight Interessant: im Artikel ist die Rede von 55'000 illegalen Migranten! Nicht von Flüchtlingen! Genau: illegalen Migranten und kriminellen Menschenschmugglern
    arbeiten die privaten Seenotretter gratis in die Hände, während die Schlepper Millionen verdienen. Sicher finden die privaten Seenotretter jetzt, die spanische Polizei wolle noch mehr Migranten im Meer ertrinken lassen, weil die sich ja auch ohne die Hilfe des organisierten Verbrechens ins Meer werfen, um nach dem gelobten Europa zu kommen. Erst wenn das Schlepperwesen zerschlagen wird, hört das Ertrinken auf!
    • swisskiss 17.12.2018 18:31
      Highlight Highlight mogad: Die gleiche Route wie die der Drogenschmuggler aus Marokko.

      Aber da würde ja niemand behaupten, dass die Zerschlagung von Drogenschmuggelringen das Problem zu lösen sei.

      Halt wie immer. Einfache Lösungen für einfache Probleme. So liebe ich unsere Stammtischexperten.

      Wie bei allen Dingen, die viel Geld bringen, sind in diesen Ländern Politiker und Beamte die Ersten, die die hohle Hand machen.

      Solange in all den armen Ländern keine rechtsstaatlichen Strukturen existieren, sind alle Bemühungen des Westens vergebens, diese Missstände von ausserhalb dieser Länder bekämpfen zu können.
    • dä dingsbums 17.12.2018 19:51
      Highlight Highlight Die Schlepper gibt es, weil die Leute hierher wollen und nicht umgekehrt.

      Die Migrationsströme hören erst auf, wenn es den Menschen in Afrika besser geht.
      So lange Millionen von Menschen keine Zukunft haben, werden sie versuchen hierher zu kommen und weder die Sahara noch das Mittelmeer werden sie abschrecken.

      Alles andere ist Symptombekämpfung.
    • Kane88 17.12.2018 21:32
      Highlight Highlight @dä dingsbums: Das ist korrekt. Und solange die Länder von korrupten Bastarden regiert werden, wird sich daran nichts ändern. Die Millarden an Entwicklunshilfen versanden irgendwo.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelo C. 17.12.2018 17:46
    Highlight Highlight Na, das wird im Laufe der Zeit in Spanien - Linksregierung hin oder her - in der dortigen Bevölkerung zu wachsenden Aversionen (ähnlich jenen in Italien) gegen die zunehmenden illegalen Migrantenströme führen.

    Das scheint schon mittelfristig, spätestens aber im kommenden Sommer - wenn Migranten und Schlepper wieder Hochkonjuktur haben - der Fall zu sein....

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Pia Klemp ist überzeugt, dass die italienische Justiz es ernst meint. Noch im Januar gebe es eine Anhörung, sagt die 35-Jährige zu watson. Dann werde entschieden, ob Ermittler Klemps beschlagnahmtes Smartphone auslesen dürfen. Andere Daten aus ihrer Arbeit als Seenotretterin hätten Beamte längst durchforstet.

Noch im ersten Halbjahr 2019 wird die Staatsanwaltschaft in Italien wohl Anklage gegen sie erheben. Wahrscheinlich ist dem so, weil dem Verfahren jahrelange Ermittlungen vorausgegangen …

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