Gesellschaft & Politik
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In this frame grab from video provided by WAFB-TV 9, Glenn Ford, 64, talks to the media as he leaves a maximum security prison, Tuesday, March 11, 2014, in Angola, La., after having spent nearly 26 years on death row. Ford walked free Tuesday evening hours after a judge approved the state’s motion to vacate his murder conviction in the 1983 killing of a jeweler. State District Judge Ramona Emanuel on Monday took the step of voiding Ford's conviction and sentence based on new information that corroborated his claim that he was not present or involved in the murder. (AP Photo/WAFB-TV 9)

Der unschuldig zum Tod verurteilte Glenn Ford bei seiner Entlassung. Bild: AP/WAFB-TV 9

250'000 Dollar Entschädigung für ein halbes Leben

Unschuldig verurteilter US-Häftling kommt nach 30 Jahren wieder frei 

Ein fälschlicherweise wegen Mordes zum Tode verurteilter Häftling ist in den USA nach 30 Jahren hinter Gittern wieder in Freiheit. Der heute 64-jährige Afroamerikaner Glenn Ford war 1983 von ausschliesslich weissen Geschworenen wegen Mordes an einem Juwelier verurteilt worden. Nach Angaben der Bürgerrechtsgruppe Capital Post Conviction Project belegen neue Informationen aber, dass Ford weder am Tatort noch anderweitig in das Verbrechen verwickelt war. 

Ein Richter habe deshalb auf Antrag mehrerer Staatsanwälte die Freilassung des Mannes angeordnet, der fast sein halbes Leben im Gefängnis verbrachte. Medienberichten zufolge war die Mordwaffe nie gefunden worden und auch kein Augenzeuge vorhanden. Amnesty International nahm den Fall zum Anlass, die Arbeit von Richtern und Staatsanwälten in den USA kritisch zu hinterfragen. 

Nur 250'000 Dollar Entschädigung

«Glenn Ford ist ein lebendes Beispiel dafür, wie fehlerhaft unser Justizsystem wirklich ist», erklärte der US-Ableger der Menschenrechtsorganisation laut CNN. Es sei «bewegend», dass der Todeskandidat Ford seine Verurteilung überlebt habe. «Meine Gedanken schwirren wild umher, aber es fühlt sich gut an», sagte der Familienvater laut dem Sender WAFB. «Als ich ging, waren meine Söhne Babys. Jetzt sind sie erwachsene Männer mit Babys.» 

Nach Angaben des Senders CBS steht fälschlicherweise verurteilten Häftlingen in Louisiana eine Entschädigung von 25'000 Dollar für jedes Jahr zu, dass sie ungerechtfertigt hinter Gittern verbracht haben. Dies gilt demnach bis zu einer Obergrenze von 250'000 Dollar. sonst hätte Ford nämlich 750'000 Dollar zugute. Hinzu kämen weitere 80'000 Dollar Entschädigung für entgangene «Lebenschancen». (oku/sda)



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