Bundesrat
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FDP-Fraktionspraesident Ignazio Cassis hoert einer Rede zu, an der Delegiertenversammlung der FDP Schweiz, am Samstag, 24. Juni 2017, in Grenchen. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Hört, hört: Die Tessiner FDP steigt mit Ignazio Cassis ins Bundesratsrennen. Bild: KEYSTONE

FDP setzt auf Ignazio Cassis als Bundesrats-Kandidaten 



Ignazio Cassis will für die Tessiner FDP ins Rennen um den Bundesratssitz von Didier Burkhalter gehen. Der Nationalrat hat bei der Partei ein offizielles Gesuch eingereicht, wie am Dienstag bekannt wurde. Das offizielle Ticket wird erst am 1. August präsentiert.

Das Parteipräsidium schlage den 56-jährigen Cassis vor, wie die Tessiner FDP am Dienstag bekannt gab. Er bringe die nötigen Qualitäten für das Bundesratsamt mit und besitze die grössten Wahlchancen, so die FDP.

Cassis besitze Glaubwürdigkeit, eine grosse Reputation und sei in Bundesbern gut vernetzt, sagte der Tessiner FDP-Präsident Bixio Caprara am Dienstag. Eine einzige Kandidatur sei die beste Wahl, um einen Tessiner Vertreter im Bundesrat zu haben. Mehrere Kandidaten könnten auch als Zeichen der Schwäche interpretiert werden, so Caprara. Er wolle zugleich Laura Sadis und Christian Vitta danken, die ebenfalls für eine Kandidatur ins Spiel gebracht wurden.

Die als potentielle Kandidaten gehandelten Sadis und Vitta waren am Dienstag nicht anwesend. Sie hätten ihre Kandidaturen in Anbetracht der Überlegungen der Parteiführung nicht eingereicht, hiess es von der Tessiner FDP.

Didier Burkhalter tritt per Ende Oktober als Bundesrat zurück

Letztes Wort am 1. August

Nachdem die Einreichefrist für Kandidaturen am Montag verstrichen war, stellte das Präsidium der Tessiner FDP Ignazio Cassis am Dienstag in Camorino TI vor.

Das offizielle Ticket für die Bundesratswahl am 20. September wird erst am 1. August an einer ausserordentlichen Versammlung der Tessiner FDP beschlossen. Nun will sich die Tessiner FDP bis zum 1. August Zeit lassen, um sich auf eine oder mehrere Kandidaturen für den zurücktretenden Aussenminister Didier Burkhalter festzulegen.

An diesem Tag lädt die Partei zu einer ausserordentlichen Versammlung ein, an der zunächst darüber abgestimmt wird, ob das von der Parteiführung vorgeschlagene Einerticket überhaupt gewollt ist.

Alternativ könnten die Delegierten auch beschliessen, mehrere Kandidaten ins Rennen zu schicken. An der Veranstaltung der FDP am Nationalfeiertag soll gemäss Ankündigung auch der freisinnige Bundesrat Johann Schneider-Ammann teilnehmen.

Cassis einziger Interessent

Der 56-jährige Cassis ist seit 2007 Nationalrat. Der Mediziner ist vielsprachig und gilt in Bern als gut vernetzt. Cassis hat ausserdem mehrere nationale Mandate im Pflege- und Gesundheitswesen: Er ist Präsident des Krankenkassenverbands Curafutura und des Heimverbands Curaviva. Ausserdem ist er Präsident der Equam-Stiftung und der Gesundheitsstiftung Radix.

Der ehemalige Tessiner Kantonsarzt hat 2015 das Präsidium der FDP-Fraktion im Nationalrat übernommen.

Der Südkanton ist bereits seit 1999 nicht mehr in der Landesregierung vertreten – in diesem Jahr trat der CVP-Bundesrat Flavio Cotti zurück. (sda)

Sommaruga auf der Flüchtlingsinsel Lesbos

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • DasEndeDerEwigkeit 11.07.2017 12:50
    Highlight Highlight Meine Stimme hätte er auf sicher (wenn nicht den wählen könnte)
  • amore 11.07.2017 12:26
    Highlight Highlight Schade. Sollte er dann gewählt werden, ist er für mich nicht der Richtige.
  • IMaki 11.07.2017 12:21
    Highlight Highlight Auf den Freisinn ist Verlass. Hat man schon in der Vergangenheit nichts, aber auch gar nichts gegen die Krankenkassen-Mafia und die weit über die Schmerzgrenze gestiegenen Prämien unternommen, wird sich daran auch mit Cassis nichts ändern. Das Cassis-de-Douleur-Prinzip.
    • atomschlaf 11.07.2017 12:57
      Highlight Highlight Als ob die Krankenkassen wesentlichen Einfluss auf die Prämienhöhe hätten.
      Den Leistungskatalog, die Prämienregionen und mögliche Sparmodelle bestimmt der Bund.
      Die Spitalplanung machen die Kantone.
      Die Kassen müssen zwar immer als Sündenböcke hinhalten, aber haben von allen Akteuren im Gesundheitswesen wohl den geringsten Einfluss auf die Kosten und damit die Prämienhöhe.
    • IMaki 11.07.2017 13:26
      Highlight Highlight @atomschlaf: Neben den Bauern hat die Krankenkassen-Lobby die stärkste Interessenvertretung im Parlament. Ausdruck davon ist z.B., dass derzeit gleich beide Kammern von KK-Lobbyisten präsidiert werden. Würden die überflüssigerweise privaten Krankenkassen wirklich im Interesse der Prämienzahler wirken wollen, hätten sie das längst über ihre Wasserträger im Parlament tun können. Z.B. bei den Medikamentenpreisen oder dem Leistungskatalog. Sie wollen es aber nicht können. Auch Cassis nicht.
    • Hansdamp_f 11.07.2017 13:42
      Highlight Highlight Danke, @atomschaf, endlich mal einer, der etwas vom System versteht. Die Kassen machen zwar auch nicht alles richtig, aber 95 Prozent der Kosten sind Leistungen und die Regeln machen andere.

      Die Versicherer sind die einzigen im gesamten System, die tiefen Kosten interessiert sind. Alle anderen haben einen Anreiz zum Überbehandeln und zum unnötigen Konsumieren ("wenn ich schon so viel zahle, dann immer gleich zum Arzt").
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 11.07.2017 12:05
    Highlight Highlight Ich hätte ein Zweierticket Cassis/Sadis begrüsst, aber Hauptsache, das Tessin bekommt wieder eine Vertretung im Bundesrat!
    • Töfflifahrer 11.07.2017 13:41
      Highlight Highlight Mit den Take it or leave it Prinzip könnten die aber böse auf die Schnauze fallen. Hätte ein Zweierticket für besser befunden.
  • Triumvir 11.07.2017 11:31
    Highlight Highlight Dieser Lobbyist wird hoffentlich nicht gewählt...Denn im Bundesrat brauchen wir nicht schon wieder einen Merz Nr. 2.
  • reaper54 11.07.2017 11:07
    Highlight Highlight Super, die FDP liess sich nicht Einschüchtern trotz der Versuche anderer Parteien!
    • karl_e 11.07.2017 12:19
      Highlight Highlight Die FDP Ticino will also den KrankenCassis (Quelle: Jacques Pilet).
    • Hansdamp_f 11.07.2017 13:45
      Highlight Highlight Jaja, @karl_e, das ist ein "super Text" von Pilet im Qualitätsblatt Sonntagsblick. Voll von Falschbehauptungen und sonstigem Bullshit. Der Text trieft vor linkem anti-Krankenversicherer-Gedankengut. Und das macht aus Lügen keine zitierbaren Wahrheiten.

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