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SMI im Minus: Ukraine-Konflikt lässt Aktienkurse purzeln

14.02.2022, 09:3914.02.2022, 12:15
Bild: KEYSTONE

Am Schweizer Aktienmarkt greift die weltweit steigende Nervosität wegen einer drohenden Eskalation im Ukraine-Konflikt um sich. Der Leitindex SMI startet am Montag sehr schwach in die neue Woche. Nach zuletzt bereits zwei Verlusttagen in Folge beschleunigt sich damit die Abwärtsbewegung. Die hiesige Börse befindet sich dabei im Einklang mit den meisten übrigen europäischen Aktienmärkten. Risikoreiche Anlagen werden gemieden, relativ sichere Werte wie Gold oder auch der Schweizer Franken sind tendenziell eher gesucht.

«Der Ukraine-Konflikt hat das Diktat über die Märkte übernommen», fasst die Credit Suisse die aktuelle Stimmungslage in einem Kommentar zusammen. Die USA hatten zuletzt dringliche Warnungen ausgesprochen, die der Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, am Sonntag nochmals bekräftigte. Er warnte erneut, eine Invasion der Ukraine könne jederzeit beginnen. Weiterhin im Fokus bleiben aber auch die Inflations- und Zinsängste.

Der SMI büsst bis um 09.30 Uhr beinahe 2 Prozent ein und steht nun knapp unter 12'000 Punkten. Damit gerät auch das Jahrestief von Ende Januar bei 11'868 wieder in Sichtweite. Der breite SPI fällt ebenfalls um 2 Prozent auf 15'162 Punkte zurück. Noch schlechter ergeht es etwa dem deutschen Leitindex Dax oder dem französischen CAC mit einem Minus von jeweils über 3 Prozent.

Clariant fallen ins Bodenlose

Bei den Blue Chips verzeichnen die grössten Einbussen CS (-5,0%), AMS Osram (-4,6%) und UBS (-4,0%). Die Aktien der Grossbanken werden bei steigenden wirtschaftlichen wie auch politischen Unsicherheiten jeweils besonders stark in Mitleidenschaft gezogen.

Im Fokus steht zum Wochenstart allerdings Clariant mit einem satten Minus von 14 Prozent. Der Chemiekonzern hat die für Mittwoch geplante Publikation seines Zahlenkranzes für das Jahr 2021 aufgrund von internen Hinweisen über mögliche Falschbuchungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen verschoben. Betroffen seien die Geschäftsabschlüsse der Jahre 2021 und 2020. Die Hinweise auf Unregelmässigkeiten werden in Börsenkreisen als «eher unschön» bezeichnet, sollten sich die Anschuldigungen seitens von Whistleblowern bestätigen. (sda/awp)

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