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Regierungsraetin Jacqueline Fehr von der Direktion der Justiz und des Innern, links, und
Praesident und Direktor der Sicherheitsdirektion Mario Fehr, rechts, waehrend einer Medienkonferenz ueber das Kompetenzzentrum Cybercrime der Staatsanwaltschaften und der Kantonspolizei unter Einbezug der Stadtpolizei Zuerich am Mittwoch, 15. Februar 2017. (KEYSTONE/Nick Soland)

Zumindest Jacqueline Fehr hat Spass an der Medienkonferenz. Mario Fehr eher in Abwehrhaltung. (Cybercrime-Medienkonferenz im Februar 2017). Bild: KEYSTONE

Mario Fehrs semi-geheime Pressekonferenz zur Asylpolitik

Die Asylpolitik der Zürcher Sicherheitsdirektion unter Mario Fehr wird scharf kritisiert, der Konflikt um die Zustände in den Zürcher Notunterkünften ist noch immer ungelöst. Nun will der SP-Regierungsrat die Erklärungsnot lindern – an einer Pressekonferenz, die er lieber nicht abhalten würde.



Dementi: Die folgenden Zeilen suggerieren, watson sei gar nicht zur Pressekonferenz eingeladen worden. Das stimmt glücklicherweise nicht. «Fake News!» nannte der Kommunikationsbeauftragte Urs Grob deshalb den Artikel. Wir müssen ihm recht geben und entschuldigen uns für den Fehler.

Stell dir vor, du bist gerade umgezogen. Freunde haben dir geholfen, toll, aber nach getaner Arbeit dämmert's dir. Du musst eine Party organisieren. Weil man das so macht. Du musst Leute einladen, ihnen erklären, wie du an so eine günstige Wohnung gekommen bist, woher die Vase im Regal stammt und warum nur Selfies an der Wand hängen. Und du musst dich darauf gefasst machen, dass deine Gäste Dinge sagen, wie: «Warum hast du nicht das hintere Zimmer zum Wohnzimmer gemacht?».

Dir graut davor, dir graut vor diesen blöden Fragen. Doch dann hast du eine Idee: Du ladest schon mal nicht alle ein, so viel ist sicher. Nur die allernettesten. Aber weil dich eigentlich auch die nerven, legst du die Party auf einen möglichst ungünstigen Zeitpunkt. Zusätzlich sagst du allen, du würdest sowieso Fotos von der Wohnung auf Facebook posten, sie müssten also nicht extra vorbeikommen.

Ein genialer Plan.

So oder ähnlich müssen sich der Zürcher SP-Regierungsrat Mario Fehr, der Chef des Migrationsamtes Urs Bertschart und der Chef des kantonalen Sozialamtes, Ruedi Hofstetter, gefühlt haben, als sie eine Pressekonferenz «zum Themenkreis abgewiesene Asylsuchende» anberaumten. Ein komplexes Thema, eines, bei dem viele Fragen unbeantwortet sind.

Beispielsweise wer für die Eingrenzungsmassnahmen verantwortlich ist, die verhindern sollen, dass abgewiesene Asylbewerber zu lange bleiben. Auf welcher rechtlichen Grundlage diese Massnahmen fussen. Wer für unrechtmässige Weisungen rechtlich belangt werden kann.

Eine Pressekonferenz muss also die Erklärungsnot lindern, aber Pressekonferenzen sind wie eine unangenehme Pflicht-Party mit nervigen Gästen. Doch Fehr ist ein Fuchs. Er denkt sich einen genialen Plan aus.

Und der geht so:

  1. Einladungen nicht an die allgemeinen Postfächer der Redaktionen adressieren! Nur an die allernettesten Journalisten. Wenn diese dann grad nicht da sind – umso besser!
  2. Trotzdem «Einladung an die Redaktionen» draufschreiben. Macht sich gut.
  3. Macht sich auch gut: «Wir freuen uns, Sie an diesem Anlass begrüssen zu dürfen und danken im Voraus für Ihr Interesse». Hihi.
  4. Freitagnachmittag um 15 Uhr als Zeitpunkt wählen! Die Print-Journis können dann nicht mehr Fakten gegenchecken für die Samstagsausgabe. Ideal bei so einem komplexen Thema. Und alle denken schon an den Feierabend und stellen bestimmt nicht zu viele Fragen.
  5. Den Journis sagen, dass sowieso alles live gestreamt wird. Müssen sie gar nicht kommen. Keine Fragen, perfekter Plan!

(dwi)

Ein Tag im Asylzentrum

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