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Festnahme im Fall des Mordes an deutscher Bankiersgattin Bögerl



Knapp sieben Jahre nach dem Mord an der Bankiersfrau Maria Bögerl aus Heidenheim in Baden-Württemberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Mit Hilfe einer DNA-Analyse wird nun geklärt, ob der 47-jährige als Täter in Frage kommt.

Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Bislang bestreite der Mann, an der Entführung und Ermordung der Frau beteiligt gewesen zu sein, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde in Ellwangen.

Der Verdächtige war am Mittwochabend in seiner Wohnung in Königsbronn im Kreis Heidenheim festgenommen worden. Königsbronn liegt etwa zehn Kilometer von Heidenheim entfernt, wo die Familie Bögerl wohnte. Der Mann habe keinen Widerstand geleistet und sich einer Speichelprobe nicht widersetzt.

Die DNA werde mit der Erbsubstanz verglichen, die im Auto der entführten und umgebrachten Maria Bögerl gesichert worden war. Ein Ergebnis wurde noch am Donnerstag erwartet. Zuvor hatte die Polizei mithilfe eines Aufrufs öffentlich nach ihm gefahndet, darunter mit Hilfe der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst».

Tatrelevante Angaben

Der Verdächtige hatte im Juli 2016 im westfälischen Hagen in betrunkenem Zustand zwei Männer angesprochen, den Fall erwähnt und dabei tatrelevante Angaben gemacht. Konkret sagte er laut Polizei, er habe Maria Bögerl erstochen.

Die beiden jungen Männer hatten das Gespräch mit einem Handy aufgezeichnet und die Polizei alarmiert. Die Staatsanwaltschaft entschloss sich nach eigenen Angaben zur Veröffentlichung eines Phantombilds sowie von Teilen der Tonaufnahme, nachdem es den Ermittlern monatelang nicht gelungen war, den Verdächtigen zu identifizieren.

Prominenter Fall

Der Fall Bögerl ist einer der bekanntesten ungeklärten Mordfälle in Deutschland: Die Ehefrau des damaligen Heidenheimer Sparkassenchefs war am 12. Mai 2010 aus ihrem Haus entführt und umgebracht worden. Die Täter verlangten 300'000 Euro, die Übergabe des Lösegelds scheiterte jedoch.

Anfang Juni fand ein Spaziergänger dann die verweste Leiche der 54-Jährigen an einem Waldrand bei Heidenheim. Bögerl, zweifache Mutter, war erstochen worden. Ihr Ehemann tötete sich später selbst. Er war in Verdacht geraten, in den Fall verwickelt zu sein, was sich jedoch nicht erhärten liess.

Bei der Begegnung mit den beiden Männern in Hagen hatte der nun Festgenommene gesagt, «er habe Maria Bögerl erstochen», sagte der leitende Ermittler Michael Bauer von der Polizei in Ulm am Mittwochabend in der ZDF-Sendung. «Nach unserer Einschätzung könnte dieser Unbekannte tatsächlich der Mörder von Maria Bögerl sein.»

Noch während der Sendung gab es mehrere Hinweise. Wenig später twitterte das Bundeskriminalamt (BKA): «Festnahme in einem Mordfall aus 2010 - Fahndung ... beendet. Vielen Dank für die Unterstützung.» (sda/dpa)

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