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Nach dem Vorfall wird die Umgebung von der Polizei abgesichert. Bild: EPA/EPA

U-Bahn-Station Oxford Circus: Entwarnung nach Terrorangst in Londons Einkaufsviertel



Die Londoner Polizei hat nach einer Massenpanik in der Innenstadt am Freitag Entwarnung gegeben. Es seien keine Hinweise auf Verdächtige, Schüsse oder mögliche Opfer gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass wegen eines Streits zweier Männer Aufruhr entstand.

25.11.17, 06:36 25.11.17, 08:23

«Unsere Beamten glauben, dass zwischen zwei Männern auf dem Bahnsteig ein Streit ausgebrochen war», teilte die Polizei am Freitagabend nach Angaben der britischen Medien mit. Die Behörden veröffentlichten eine Videoaufzeichnung der beiden unbekannten Männer und riefen sie auf, sich zu melden.

Diese beiden Männer werden gesucht. Bild: EPA/LONDON METROPOLITAN POLICE

Bei der Massenpanik in der Londoner Innenstadt waren hunderte Menschen aus der U-Bahn-Station geflohen. Berichte über angebliche Schüsse sorgten für zusätzliche Aufregung. Die Polizei behandelte den Zwischenfall zunächst wie eine mögliche Terrorbedrohung, ehe am Abend Entwarnung gegeben wurde.

In London ist die Nervosität wegen der Bedrohung Grossbritanniens durch islamistischen Terrorismus besonders hoch. Das Land wurde in diesem Jahr bereits fünf Mal zum Ziel von Terroranschlägen mit insgesamt 36 Todesopfern.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan dankte den Einsatzkräften für ihre schnelle Reaktion, warnte aber davor, nachlässig zu sein. «Im Zweifel ist es immer besser, auf Nummer sicher zu gehen.»

Vorübergehend evakuiert

Zuvor hatte es Berichte über Schüsse in dem belebten Gebiet um die U-Bahn-Stationen Oxford Circus und Bond Street und die nahen Einkaufsmeilen gegeben. Beide U-Bahn-Stationen waren vorübergehend evakuiert worden. Menschen flohen teils in Panik. Mindestens eine Frau soll dabei leicht verletzt worden sein.

Scotland Yard hatte eigenen Angaben zufolge mehrere Anrufe mit Berichten über Schüsse erhalten und den Vorfall zunächst wie einen Terroranschlag behandelt. Die Menschen wurden aufgefordert, sich in den Gebäuden in der Nähe der U-Bahnstation zu verstecken und sich nicht an Fenstern zu zeigen.

«Das war traumatisch»

«Niemand hat wirklich etwas gesehen, aber alle sind gerannt, haben Taschen weggeschmissen, geweint, geschrien», sagte ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur DPA, der sich während des Vorfalls in einem der umliegenden Restaurants versteckt hatte. «Das war traumatisch.»

Eine Frau, die in einem Bus in Richtung des Bahnhofs Victoria unterwegs war, berichtete der Zeitung «Guardian»: «Ich sah ungefähr zehn bewaffnete Polizisten, die aus einem Kastenwagen sprangen und in Richtung der U-Bahn-Station liefen. (...) Ich hörte Leute rufen, dass jemand erschossen worden sei.»

Zur Aufregung scheinen auch Berichte in sozialen Medien beigetragen zu haben. So schrieb beispielsweise der britische Popsänger Olly Murs am Freitagnachmittag auf Twitter, er befinde sich im Kaufhaus Selfridges, wo es Schüsse gegeben habe. «Alle raus aus Selfridges, hier sind Schüsse. Ich bin drin.»

Murs hat 7,8 Millionen Fans auf Twitter. Einige Zeit später räumte er ein, sich geirrt zu haben. Es seien wohl doch keine Schüsse gefallen.

Beide U-Bahnstationen wurden am Abend wieder geöffnet, der Zugbetrieb wieder normal aufgenommen, wie die Nahverkehrsbehörde mitteilte. (viw/sda/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jein 25.11.2017 07:33
    Highlight Die Medien tragen auch gerne zur Panik bei. Gestern waren die englischen Medien unglaublich schnell um die Ereignisse als Terror zu bezeichnen und von Schusswechseln zu schreiben, als dann aber die Met verkündete dass keine Schüsse oder Opfer vorgefallen waren ging es lange bis die Medien dies aufnahmen (bei ITV und BBC waren es 20-30 Minuten).
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