SVP
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SVP Vizepraesident Christoph Blocher anlaesslich der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Volkspartei am Samstag, 28. Februar 2015, in der Sporthalle von Nottwil im Kanton Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Milliardär mit Schwäche fürs Volkstümliche: Christoph Blocher. Bild: KEYSTONE

Parteien im Profil: Das SVP-Paradox – sie wird von den Verlierern der eigenen Politik gewählt

In der SVP wuchs zusammen, was nicht zusammen gehört: Eine neoliberale Wirtschafts- und eine nationalkonservative Abschottungspolitik. Nun zeigen sich vermehrt Risse.



In seltenen Momenten lässt Christoph Blocher einen Einblick in sein Innenleben zu. «Ich bin tief beeindruckt darüber, dass noch so viele Leute in der Schweiz zu ihrem Land stehen», sagte er am Abend des 9. Februar 2014 auf seinem Onlinekanal Teleblocher. Da hatte das Stimmvolk gerade die Masseneinwanderungs-Initiative angenommen, mit 50,3 Prozent Ja.

Für Blochers Partei war es der herausragende Erfolg in der zu Ende gehenden Legislatur. Einmal mehr hatte die SVP der «Classe Politique» einen Tritt ans Schienbein verpasst. Einmal mehr hatte sie es geschafft, einen aufgestauten Unmut im Volk, den weder Politik, Medien noch Wirtschaft wahr haben oder ernst nehmen wollten, auf ihre Mühlen zu lenken. Schon bei der Minarett- und der Ausschaffungs-Initiative hatte sie auf diese Art reüssiert.

Ein Alphornblaeser anlaesslich der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Volkspartei (SVP) am Samstag, 23. November 2013, in Reiden im Kanton Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Sehnsucht nach der heilen Schweiz: Alphornbläser am Rand einer SVP-Delegiertenversammlung. Bild: KEYSTONE

So richtig überzeugt davon war Blocher im Vorfeld anscheinend nicht, entsprechend erleichtert zeigte er sich im Interview. Der SVP-Vordenker hat damit, ohne es vermutlich selber zu realisieren, die Zerrissenheit vieler Menschen in der heutigen Schweiz offengelegt: Den Wunsch nach Wohlstand auf der einen und einer heilen Geranien-Welt auf der anderen Seite. Eine widersprüchliche Befindlichkeit, die in der Politik der SVP ihren Ausdruck findet.

Die Stärke der SVP basiert auch auf der Schwäche der Konkurrenz.

Die SVP betreibt eine neoliberale Wirtschaftspolitik, sie fordert einen schlanken Staat, tiefe Steuern und weniger Regulierungen. Gleichzeitig praktiziert sie mit den Kampfbegriffen Unabhängigkeit und Neutralität eine nationalkonservative Abschottungspolitik. Die Schweiz soll sich von internationalen Bündnissen fern halten, ihre Grenzen gegenüber Asylbewerbern dicht machen und die Zuwanderung einschränken.

Dieses Doppelspiel kann nicht aufgehen. Eine wohlhabende Schweiz ist attraktiv für «Wirtschaftsflüchtlinge» und angewiesen auf ausländische Fachkräfte, weil sie den Bedarf bei weitem nicht selbst decken kann. Und eine exportstarke, hoch globalisierte Schweiz kann sich den weltweiten Entwicklungen nicht entziehen und ins Schneckenhaus verkriechen. Das ruhmlose Ende des Bankgeheimnisses hat dies eindrücklich gezeigt.

Dennoch gelingt der SVP der «unmögliche» Spagat zwischen neoliberal und nationalkonservativ. Drei Gründe sind dafür verantwortlich. Zum einen profitiert sie davon, dass ihre Gegner sich zwar oft und gerne über die stilistischen Entgleisungen der Partei aufregen, es aber nicht fertig bringen, den Grundwiderspruch in ihrer Politik offenzulegen. Die Stärke der SVP basiert auch auf der Schwäche der Konkurrenz.

Nationalrat und EWR-Beitrittsgegner Christoph Blocher im November 1992 an einem Umzug mit Treicheln. Das Schweizer Volk stimmt am 6. Dezember 1992 ueber den Beitritt zum EWR ab. (KEYSTONE/Str)

Mit Blochers Kampf gegen den EWR begann der Siegeszug der SVP. Bild: KEYSTONE

Ein weiterer Grund – und nicht der unwichtigste – ist Übervater Christoph Blocher. Das Charisma des Milliardärs mit dem bäuerischen Auftreten überdeckt den Widerspruch, den nicht nur die SVP, sondern auch er selbst verkörpert. Der Schriftsteller Charles Lewinsky verwendete dafür ein besonders schönes Bild, als er im watson-Interview darüber sinnierte, Blocher lasse sich «vom teuersten Massschneider schlecht sitzende Anzüge anfertigen, damit er volkstümlich aussieht».

Der springende Punkt aber ist, dass die SVP-Wählerschaft sich einzig für den nationalkonservativen Teil (Nein zu EU und Ausländern) interessiert und den Neoliberalismus ausblendet.

Mit dem Unternehmer Blocher als treibender Kraft schlug die einstige Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei den neoliberalen Wirtschaftskurs ein. Gleichzeitig verherrlicht Blocher die alten Eidgenossen. Er liess das Beinhaus im früheren Marignano renovieren, in dem vielleicht, vielleicht auch nicht Gefallene der Schlacht von 1515 ruhen. Geprägt wurde er durch Kirche, Armee und Bauernstand – jenen Institutionen, die in den letzten Jahrzehnten den grössten Bedeutungsverlust erlitten haben. Bei Landwirtschaft und Militär ist denn auch Schluss mit der Prinzipientreue der SVP, für sie kann der ansonsten geschmähte Staat gar nicht genug Geld ausgeben.

Der springende Punkt aber ist, dass die SVP-Wählerschaft sich einzig für den nationalkonservativen Teil (Nein zu EU und Ausländern) interessiert und den Neoliberalismus ausblendet. «Die SVP kann es sich leisten, für Steuerabbau und Budgetkürzungen und damit gegen die Interessen eines grossen Teils ihrer Wähler zu mobilisieren, weil diese sie nicht wegen ihrer Kritik an einem überbordenden Staat, sondern wegen ihrer Unterstützung der Abgrenzung nach aussen wählen», heisst es in der 2005 erschienenen Studie «Der Aufstieg der SVP».

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Der Verein Politools lässt dich deine politischen Einstellungen auf der Wahlplattform Smartvote mit denjenigen der kandidierenden Politiker vergleichen. Es empfiehlt sich, nicht Kandidaten mit der grössten Übereinstimmung zu wählen, sondern solche mit grosser Übereinstimmung und intakten Wahlchancen.

Genau dies macht den SVP-Siegeszug so paradox. Die Partei wird zu einem beträchtlichen Teil von «kleinen» Leuten gewählt: Geringverdiener, Rentner, Sozialhilfeempfänger. Oder «Globalisierungsverlierern», wie die Studie weiter festhält. Sie machen die Ausländer zu Sündenböcken für ihre Probleme. Und geben ausgerechnet jener Partei ihre Stimme, die die Zuwanderung mit ihrer neoliberalen Politik so befeuert wie keine andere.

Man könnte es bösartig formulieren: Die SVP wird von den Verlierern ihrer eigenen Politik gewählt.

Kann dies auf Dauer gut gehen? Man hat schon oft versucht, den Niedergang der SVP herbeizuschreiben. Doch der Spagat wird immer schwieriger. Die SVP muss immer radikalere Initiativen lancieren, um ihre nationalkonservative Basis bei Laune zu halten. Die Masseneinwanderungs-Initiative etwa brachte sie erst, als die Vereinigung Ecopop bereits ihr eigenes Volksbegehren zur Begrenzung der Zuwanderung angekündigt hatte.

ZUM 1. JAHRESTAG DER ABSTIMMUNG DER VOLKSINITIATIVE

Die SVP muss immer radikalere Initiativen lancieren, etwa jene zur Masseneinwanderung. Bild: KEYSTONE

Soll man um jeden Preis die rechte Flanke halten und dabei Abwanderungen in der Mitte riskieren? Oder soll man sich breiter aufstellen und «normaler» werden?

Die Kehrseite der Medaille: Die SVP muss befürchten, dass ihr «Zuzüger» aus der politischen Mitte wieder abhanden kommen und sich der erstarkten FDP zuwenden, die sich als «Stimme der Vernunft» im rechtsbürgerlichen Lager zu profilieren versucht. Ausserdem kommt es immer wieder zu Irritationen auf Seiten der Wirtschaft, die den SVP-Neoliberalismus ansonsten schätzt.

Gefahr droht auch, weil Christoph Blocher in der Öffentlichkeit nicht mehr so präsent ist wie in seinen besten Zeiten. Er wird im Oktober 75 Jahre alt. Adäquate Nachfolger sind nicht in Sicht. Tochter Magdalena hat weder das Charisma noch die rhetorischen Qualitäten des Seniors. «Ziehsohn» Roger Köppel ist ein feuriger Redner, doch er hat die Aura eines Intellektuellen, Blochers Volkstümlichkeit geht ihm ab. Parteichef Toni Brunner besitzt davon mehr als genug, dafür sind seine Wortmeldungen bar jeder Substanz.

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Umstritten: Der SVP-Wahlsong. YouTube/SVP Schweiz

Deshalb werden zunehmend Risse im waghalsigen Konstrukt SVP sichtbar. Für Aufsehen sorgte Nationalrat Alfred Heer, Präsident der Kantonalzürcher SVP, als er die «Trivialisierung» des laufenden Wahlkampfs mit Plüschhund und Willy-Song beklagte und die Konzentration auf Flüchtlinge und EU kritisierte: «Die Wähler erwarten von uns auch Antworten zu anderen Themen wie den aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, sonst unterstützen sie andere Parteien, die dort auftrumpfen», warnte Heer im Interview mit dem «SonntagsBlick».

Es ist exakt das Dilemma der Partei: Soll man um jeden Preis die rechte Flanke halten und dabei Abwanderungen in der Mitte riskieren? Oder soll man sich breiter aufstellen und «normaler» werden? Mit dem Risiko, das rechte Segment zu vergraulen, das man seit Beginn des SVP-Siegeszugs in den 1990er Jahren regelrecht aufgesaugt hat? 

Einen Absturz muss die SVP in naher Zukunft nicht befürchten, dafür sorgen die ungelöste Flüchtlingsproblematik und der absehbare Showdown mit der EU um die Zukunft des Bilateralismus. Aber ihre Bäume wachsen nicht mehr in den Himmel. Schon die Studie von 2005 hat es prophezeiht: Bei 30 Prozent Wähleranteil ist Ende der Fahnenstange.

SVP-Abstimmungsplakate

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 29.05.2016 05:44
    Highlight Highlight Die Verteidigung der Souveränität der Schweiz ist für uns von existenzieller Bedeutung. Wenn wir die aufgeben, können wir diesen Entscheid kaum mehr rückgängig machen. Sozial- und Umweltfragen können wir jederzeit neu beurteilen oder Fehlentscheide korrigieren. Daher ist es wichtig, heute jene Parteien zu unterstützen, die sich vorbehaltlos für die Aufrechterhaltung unserer Souveränität einsetzen.
  • Regula Sterchi 27.09.2015 19:14
    Highlight Highlight Was ich in dem Artikel vermisse, ist der Teil, wo die SVP sich für den Abbau von Sozial- und Bildungswesen und gerechte Mieten einsetzt. Viele verstehen den Zusammenhang leider nicht - und er betrifft die Wähler mehr als die Migrationsthematik.

  • Herbert Anneler 01.09.2015 12:07
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist etwas vom Intelligentesten, was ich in den letzten Jahren zum Thema gelesen habe. Viele Medien wirken bloss noch als Durchlauferhitzer aller möglichen und unmöglichen SVP-Fürze, derweil hier sich ein Journalist die Mühe macht, einmal den ideologischen Gehalt des SVP-Programms zu durchleuchten und zu sezieren, und dies mit viel Scharfsinn. Chapeau! PS. Es wäre höchst verdienstvoll, wenn auch die andern Parteien auf diese Weise geröngt würden - das wäre ein echter Beitrag zur Meinungsbildung / Wahlinformation.
    • Donalf 15.10.2015 16:16
      Highlight Highlight Leider ist das Problem das, dass diejenigen die das lesen sollten schon beim Titel weitergehen. SVPler sind wie gewisse Religionsfanatiker. Nur Ihre Ansichten sind die Richtigen, weil die Parteiparolen (Glaubenslehren) das Hirn ersetzen.
  • E7#9 01.09.2015 02:10
    Highlight Highlight @Walter Sahli: Das stimmt schon mit dem Hardcore-SVPler. Aber man kann das selbe auch vom Deathmetal-Grünen sagen 😅

    Ich sehe mich selber Mitte/Rechts und konnte mit den linken Vorlagen in den letzten Jahren nicht viel anfangen. Flüchtlingen muss aber Asyl gewährt werden und das ist für mich gar keine Frage von links oder Rechts.

    Ich spreche gerne die Probleme an: Bildungsstand der Eritreer, Sorge um unsere Sozialwerke etc. Du weisst gar nicht wie ich ständig deswegen von beiden Seiten Beleidigungen und Beschimpfungen (von Gutmensch bis Fremdenfeind).

    Die Meinungen sind polarisiert und festgefahren. Voll schlimm!

  • Jol Bear 31.08.2015 22:36
    Highlight Highlight Trifft sicher zu, dass es innerhalb der SVP divergierende Meinungen und Gewichtungen gibt, auch zwischen Parteiführung und Basis. Allerdings muss das auch bei andern Parteien und ihren Anhängern der Fall Sein. Es wäre sonst nicht möglich, dass Volksinitiativen wie jene gegen Masseneinwanderung, für Minarettverbot usw. angenommen wurden. Die ca. 25-30% SVP-Wähler können rechnerisch nun einmal nicht über 50% der Abstimmenden ausmachen...
  • MediaEye 31.08.2015 22:03
    Highlight Highlight Die Masseneinwanderungs-Initiative etwa brachte sie erst, als die Vereinigung Ecopop bereits ihr eigenes Volksbegehren zur Begrenzung der Zuwanderung angekündigt hatte.

    Damit ist alles gesagt !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    • Addix Stamm 01.09.2015 15:19
      Highlight Highlight Entweder man hatte Angst vor der Ecopop oder man wollte dem Tend nachgehen.
  • E7#9 31.08.2015 21:39
    Highlight Highlight Ein kleiner Nebenvorschlag: Liken wenn man mit einem Kommentar einverstanden ist geht sicher voll in Ordnung. Sollte man jedoch anderer Meinung sein, dann bitte Stellung nehmen. Der Blitzknopf ist doch feige ... findet ihr nicht?
    • poga 31.08.2015 22:06
      Highlight Highlight Ich denke, man sollte die Likes und die Blitze kommentieren müssen.
    • Damien 01.09.2015 00:00
      Highlight Highlight @poga
      Habe mal geblitzt weil ich damit nicht einverstanden bin.
    • E7#9 01.09.2015 08:55
      Highlight Highlight Haha... Keine Angst, ich falle deswegen nicht in eine Depression. Das war Blitzgewitter war in diesem Fall absehbar.
  • E7#9 31.08.2015 21:23
    Highlight Highlight Sorry, ich meinte natürlich: @Walter Sahli.
  • Donalf 31.08.2015 18:46
    Highlight Highlight Mich interessiert, wieviel die Banken mit den Vermögen der Verschollenen und nicht mehr auffindbare Menschen des zweiten Weltkrieges und dank dem von der SVP so sehr verteidigten Bankgeheimnisses zum Wohlstand beigetragen haben.
  • Slowsmoker! 31.08.2015 17:37
    Highlight Highlight Sehr geehrter Peter Blunschi
    Sie irren sich in Ihrem Artikel. Unser Wohlstand basiert auf der grossen Leistung unserer Eltern und Ahnen, die mit einer geschickten sozial-liberalen Politik aus einer Ressourcen-armen Bergnation einen funktionierenden Staat gebaut haben. Dies ist nur möglich mit "Politik mit Bodenhaftung" und gesundem Menschenverstand. Das ist genau das, was ich meine, was die SVP will. Sie will keine Abschottung sondern sie will das Terrain behalten und ausbauen, um innovativen und exportorientierten Schweizer Firmen den Erfolg zu ermöglichen. Dadurch geht es uns allen gut.
    • Peter 31.08.2015 17:51
      Highlight Highlight Die neoliberale, akademisch gebildete SVP-Führungsriege will vermutlich keine Abschottung. An der nationalkonservativen Basis sieht das anders aus, weshalb sich die Partei zunehmend in ihren eigenen Widersprüchen verheddert.
    • AdiB 31.08.2015 18:04
      Highlight Highlight echt jetzt? eltern und ahnen?
      die wirtschaft wächst und die weltbevölkerung auch.
      sie haben damals das fundament gelegt, zu mehr waren sie nicht in stande. die welt dreht sich und die schweiz dreht sich mit. mehr export bedeutet mehr arbeitskräfte was man nur mit zuwanderung erreicht. mehr zuwanderung fordert die baubranche.
      man kann vorallem in einer welt wie jetzt nicht sagen bis hier hin und gut ist. alles um uns herum würde wachsen und sich entwickeln. siehe jugoslawien, schon vor dem krieg war das schienennetz schlecht, eine richtige autobahn gabs auch nicht. wärend der westen wuchs blieb der osten stehen.
    • Kramer 31.08.2015 23:04
      Highlight Highlight Ich stimme teilweise überein. Aber die Neoliberale Politik führt unweigerlich zu Zuwanderung. Trotz der PFZ ist die Arbeitslosenquote nicht gestiegen; unsere Wirtschaft braucht die Arbeitskräfte. Aber genau die negativen Aspekte der neoliberalen Politik (Zuwanderung, Internationale Vernetzung) nutzt die SVP für ihre populistische Politik, das ist das paradox.
  • guby 31.08.2015 17:36
    Highlight Highlight Ich denke nicht, dass die Unfähigkeit der SVP Gegner "nur" darin besteht die Inkonsequenz aufzuzeigen. Ich denke, dass es Max Muster eher weniger interessiert ob die Wirtschaft nun unterstützt wird und das widersprüchlich ist - solange Asylbetrüger, die von seinen Steuern leben, vereinfacht ausgeschafft werden können. Viel eher fehlt der "Linken" in der Schweiz die Bescheidenheit ihre Meinung dem Max wohlwollend zu erklären anstatt die Dummheitskeule zu schwingen.
    • guby 31.08.2015 17:41
      Highlight Highlight "die Inkonsequenz NICHT aufzuzeigen." natürlich.
    • Walter Sahli 31.08.2015 19:19
      Highlight Highlight Man muss auch zuhören wollen, wenn jemand versucht, etwas zu erklären. Und genau das wollen sehr viele, welche laut über die angeblich linke "Dummheitskeule" jammern, nicht. Es geht ihnen nicht darum, argumentativ zu diskutieren, sondern recht zu haben.
    • guby 31.08.2015 20:02
      Highlight Highlight @Walter Sahli. Ich würde von mir selbst behaupten, dass ich sehr wohl in der Lage bin argumentativ zu diskutieren. Trotzdem "jammere" ich insofern über die "Dummheitskeule", als dass ich darin einen Grund für das grundsätzliche Scheitern der linken Politik in den letzten Jahren sehe. Nicht dass mich das stören würde, bei vielen Punkten ist es nicht meine Meinung die bachab geschickt wurde. Aber im Hinblick auf die Verschärfung der Asylsituation täten wir als Gesellschaft gut daran, einen einigermassen, fähigen Gegenpol in der Diskussion zu haben. Der auch das "normale" Volk erreicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dracului 31.08.2015 17:29
    Highlight Highlight Mir macht die vollständige Abwesenheit von Lösungen im Politzirkus sorgen! In den letzten Jahren hat sich eine Kultur etabliert, dass die SVP irgendwas macht. Der Bürger muss dann abstimmen: SVP oder gegen SVP. Und dann jammern alle Politiker Jahre lang wegen der Nichtumsetzbarkeit. Ich wünsche mir die Rückkehr der Parteien der Mitte und damit ein Entstehen von echten Alternativen!
  • Kaiserin 31.08.2015 16:31
    Highlight Highlight Ein anderes SVP-Paradox: Sich angeblich um die Rechte der armen, unterdrückten Frauen mit Kopftuch und Burka sorgen, aber andererseits gegen die böse, böse Emanzipation wettern...
    • wasylon 31.08.2015 21:17
      Highlight Highlight Kaiserin und holy.... also ihr seit für die Burka und findet das eine gute Sache? Denkt ihr nicht das die Burka für die Integration eher ein Hindernis darstellt?!
    • wasylon 31.08.2015 23:05
      Highlight Highlight Okay holy und kaiserin erklärt euren Standpunkt zur Burkafrage.
      Übrigens das ist der SVP Position:.

      Burka-/Schleierverbot: Für Personen, die im öffentlichen Dienst stehen, d.h. an öffentlichen Schulen (für Lehrer und Schüler), Universitäten, öffentlichen Anstalten, ist während der Dienstzeiten und in Dienstgebäuden das Tragen des Schleiers und der Burka verboten.

      Und was stört euch jetzt an dieser Position?
    • Kaiserin 01.09.2015 06:16
      Highlight Highlight Mein Kommentar zielte darauf ab, dass die SVP sich nicht ernsthaft um Frauenrechte schert. Das ist alles. Ich habe keine Stellung dazu genommen, was ich von Burkas halte...
    Weitere Antworten anzeigen
  • reputationsprofi 31.08.2015 15:52
    Highlight Highlight Kompliment watson und Herr Peter Blunschi

    Das ist mal eine zwar kritische, aber eher ausgewogene Beurteilung der Lage. Ich sehe das in manchen Punkten ziemlich ähnlich.
  • MarGo 31.08.2015 15:45
    Highlight Highlight Die SVP kann es sich doch gar nicht leisten, sich "normaler" aufzustellen. Im normalen Bereich mischen zu viele andere Parteien mit, so dass sich die SVP nicht mehr aus dem Haufen absetzen könnte. Aber auch die rechte Flanke zu halten wird wahrscheinlich nicht mehr Wähler bringen, da es die SVP leider nicht vermag, eine Kommunikation zu führen, die eine breitere Masse ansprechen könnte - sie hatte dermassen Erfolg weil sie eine polarisierende Partei ist und wird diesen aber aus denselben Gründen auch wieder verlieren.
    Meine SVP Zeit ist schon länger vorbei und wird sicher nicht mehr kommen.
  • Die Super-Schweizer 31.08.2015 15:30
    Highlight Highlight Bestätigt auf's Schönste die Beobachtungen, welche wir regelmässig auf unserer FB-Seite "Die Super-Schweizer" veröffentlichen. Die "Heimatliebe" der Oligarchen ist gespielt, die eigenen Wähler werden abserviert. Das Wahlvieh wird lediglich mobilisiert, um die wahre Politik der SVP (Steuerhinterziehung, Agrarsozialhilfe, Kartellschutz etc) zu ermöglichen. Und diese läuft den Interessen der SVP-Wähler diametral entgegen. Nur: beim Bildungsniveau der SVP-Wähler erstaunt es nicht, dass die das nicht merken.....
    • Mnemonic 31.08.2015 15:51
      Highlight Highlight Stimmt. Funktioniert exakt wie bei einer Sekte.
    • Angelo C. 31.08.2015 16:17
      Highlight Highlight @Superschweizer : Diesen rein emotionalen Bockmist (im Verbund mit dem üblichen Dummschwatz) könnt ihr sicher nur hier oder bei der WOZ absetzen, da er ausschliesslich an die linke Galerie gerichtet ist. Besser und inhaltsreicher wird er dadurch aber bei ausgewogener Denkenden sicherlich nicht.

      Wer eure handgestrickte Facebook-Site, oder diejenige eurer hasszerfressenen Margi Noser betrachtet, bemerkt auch ohne Brille mit wessen Geistes Kindern man es da zu tun hat. Etwas speziell finde ich auch, dass solche Hassprediger es offenbar für angemessen und sozialverträglich(er) halten, immerhin fast ein Drittel der Schweizer Wähler hier zu Vollidioten degradieren zu wollen. Auch ohne selbst ein strammer SVP-Anhänger zu sein, finde ich euer Wirken schlicht zum kotzen, denn mit "objektiver Aufklärung" hat es eigentlich verdammt wenig am Hut!

      Da lob' ich mir die meist ausgewogenen Artikel eines Peter Blunschi, bei dem es auch ohne "dräckele" abgeht, einfach gute Information, mit etwas politischen Background versehen...
    • Baldomir Gabalzar (1) 31.08.2015 20:26
      Highlight Highlight @Angelo: Der Superschweizer beschreibt auf FB sehr treffend die Verarschung von euch Blocherhutgrüssern. Ihre Reaktion darauf zeigt, dass er wohl voll ins Schwarze getroffen hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BeatBox 31.08.2015 15:11
    Highlight Highlight Wieso wird immer von dem Irrglauben ausgegangen, dass eine wohlhabende, wirtschaftlich starke Schweiz auf ausländische Fachkräfte angewiesen ist? Wieso muss denn die Wirtschaft stetig wachsen um "gesund" zu sein? Ok, die Wirtschaft muss wachsen weil die Bevölkerung zunimmt, aber nehmen wir mal an dies sei nicht so und die Bevölkerungszunahme wieder in gesunden Bahnen, dann sieht die Welt wieder ganz anders aus.

    Und noch etwas anderes: Der liberale Gedanke, zu einer gesunden Grösse des Staatsapparats zurückzukehren ist doch im Sinne der SVP-Wähler.
    • blueberry muffin 31.08.2015 15:37
      Highlight Highlight .... Sie haben den Aktienmarkt zu null verstanden? Moderne Wirtschaft basiert ausschliesslich auf Wachstum. Mit stabilen Ergebnissen bricht die ganze Geld auf Pump Maschine zusammen.
    • Oberon 31.08.2015 15:40
      Highlight Highlight
      Erstens zu den Fachkräften, wir haben sie schlicht und einfach nicht mehr in der Anzahl in der wir sie aktuell und in Zukunft benötigen und das in vielen Berufsbildern. Die demografische Entwicklung stellt uns zusätzlich vor neue Herausforderungen und die Kohorten spezifischen Effekte sind da noch nicht mal mit eingerechnet.
      Mach dir doch einfach mal die Mühe und prüfe mal die Arbeitgeber die in den Arbeitsmarkt eintreten bzw. austreten, da wird dir schnell ein Licht aufgehen.
    • Oberon 31.08.2015 15:49
      Highlight Highlight Ich meinte natürlich die Arbeitnehmer, sorry.
    Weitere Antworten anzeigen
  • E7#9 31.08.2015 15:09
    Highlight Highlight Kann mir mal jemand den Unterschied zwischen liberal und neoliberal erklären?Oder ist das jetzt einfach wieder so ein Modewort das gut tönt?

    Mir gefällt der Artikel nicht. Auch wenn ich grad in Flüchtlingsfragen gar nicht auf der SVP Linie bin (Europapolitik eher noch). Das ist ja wie wenn jemand sagen würde: Selber Schuld dass du eine Alarmanlage anbringen musst, hättest halt weniger Geld verdient. So kommt mir das Geschwätz vom Zusammenhang von Neoliberalismus und Abschottung vor. Das Wort Abschottung hat die Linke damals als Propagandawort gegen die MEI das erste Mal platziert. Jetzt können wir aber langsam damit aufhören. Bringt mal was neues.
    • INVKR 31.08.2015 15:25
      Highlight Highlight http://lmgtfy.com/?q=liberal

      http://lmgtfy.com/?q=neoliberal

      Beim nächsten Mal kannst dus dann selber!
    • E7#9 31.08.2015 17:40
      Highlight Highlight Gut danke. Wollte ja nur wissen, ob jemand den Unterschied erklären kann, wenn schon jeder dieses Wort benutzt. Bisher konnte es noch niemand. Aber es ist sicher einfacher mal ziemlich feige den Blitz-Button zu drücken, auch wenn ich niemanden angegriffen habe (so viel Frust?). Auf Wikipedia fand ich sogar die Bestätigung, dass dieses Wort heute ständig fälschlicherweise gebraucht wird.

      Den Artikel finde ich immer noch sehr einseitig. Gut recherchiert sind News. Hier handelt es sich um eine Meinung, höchstens eine subjektive Analyse.
    • wasylon 31.08.2015 19:19
      Highlight Highlight Ich finde auch das Peter Blunschi könnte mal an einem Beispiel mal den unterschied zwischen liberal und neoliberal erklären. Immerhin benutzt er das Wort recht oft. Aber vielleicht gehört halt das einfach zum Antikapitalismus Wortschatz....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dä Brändon 31.08.2015 14:49
    Highlight Highlight ...stecken die Illuminaten hinter der SVP?????
    Benutzer Bild
    • reputationsprofi 31.08.2015 16:40
      Highlight Highlight Die heissen jetzt Bilderberger Herr Brändon:-)
    • AdiB 31.08.2015 18:59
      Highlight Highlight also templer ist er zu 100%. sowie der grossteil der politelite.
  • Angelo C. 31.08.2015 14:32
    Highlight Highlight Keine schlechte, zumal objektive und m.E. mehrheitlich richtige Analyse von Peter Blunschi. Gut möglich, dass etliche neoliberale Wähler zur FDP abwandern, aber es ist nicht anzunehmen, dass es dadurch zu gravierenden Verlusten kommen wird. In einigen Wochen werden wir es wissen - solange gilt es hüben wie drüben gelassen auszuharren 😐!
  • herschweizer 31.08.2015 14:26
    Highlight Highlight Die Schöpfung emotionalem Vertrauen kann man bei allen Parteien beobachten...

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