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Schicksalswahl zwischen Clinton und Trump bis zuletzt spannend



Bei der US-Präsidentenwahl hat sich nach einer Rekordzahl von Frühwählern auch am Dienstag eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Vor vielen Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen, vor allem in stark umkämpften Bundesstaaten wie North Carolina und Michigan.

Vereinzelt kam es zu technischen Problemen, mussten die Organisatoren kurzfristig auf Papierwahlzettel zurückgreifen. Sowohl beide Parteien als auch unabhängige Gruppen entsandten Tausende Wahlbeobachter.

Im Bundesstaat Nevada wies eine Richterin kurz vor Schliessung der Wahllokale eine Klage des Wahlkampf-Lagers Trumps ab, der laut mehreren US-Medien Klage gegen ein Wahlamt in einem Bezirk eingereicht hatte. Trump hatte angeblich beklagt, dass die Öffnungszeiten mehrerer Wahllokale in einem Bezirk bei den Frühwahlen in der vergangenen Woche um bis zu zwei Stunden verlängert worden waren.

Nevada gilt als einer der wichtigsten Staaten bei der Entscheidung darüber, ob Trump oder seine Rivalin Hillary Clintons ins Weisse Haus einzieht. Wegen des hohen Anteils von Wählern hispanischer Herkunft in Nevada muss Trump fürchten, in dem Wüstenstaat zu verlieren. Der Rechtspopulist hatte Einwanderer aus Lateinamerika im Verlaufe seiner Wahlkampagne immer wieder verunglimpft.

Trump äusserte am Dienstag zudem Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der im Einsatz stehenden Wahlmaschinen. Diese hätten an mehreren Orten nicht richtig funktioniert und Stimmen für Republikaner den Demokraten zugeordnet, sagte Trump im TV-Sender Fox. Vertreter der Wahlleitungen von drei Bezirken in Pennsylvania wiesen die Vorwürfe zurück.

Clinton führt in Umfragen

Landesweite Umfragen deuteten auf einen knappen Ausgang der Präsidentenwahl hin. Die meisten Befragungen sagten der früheren Aussenministerin, Senatorin und First Lady einen Sieg voraus. Allerdings gibt es in diesem Jahr eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Bundesstaaten, in denen das Rennen immer noch auf der Kippe steht.

Trumps Berater gaben sich deshalb zuversichtlich, dass der Immobilienmilliardär und Quereinsteiger am Ende dennoch die Nase vorne haben wird. Sie verwiesen auf das Brexit-Referendum, als die Briten ebenfalls anders als erwartet für einen Ausstieg aus der EU stimmten.

In mehreren Interviews liess Trump erneut offen, ob er das Wahlergebnis bei einem Sieg Clintons akzeptieren werde. Trump hatte im Wahlkampf immer wieder erklärt, dass das Wahlsystem «gezinkt» sei.

«New York hasst dich»

Bei seiner Stimmabgabe in einem Wahllokal im New Yorker Stadtteil Manhattan wurde Trump von Dutzenden Menschen laut ausgebuht, als er mit seiner Frau Melania und Tochter Ivanka mit Geleit des Secret Service erschien. Vor dem Gebäude demonstrierten mindestens hundert Menschen gegen Trump und riefen Parolen wie «New York hasst dich».

Clinton hatte ihre Stimme bereits am frühen Morgen (Ortszeit) in der Nähe ihres Wohnortes in Chappaqua im US-Bundesstaat New York abgegeben.

In den letzten Stunden des Wahlkampfs hatten Clinton und Trump noch einmal versucht, in besonders heiss umkämpften US-Staaten - den sogenannten Swing States - die Bürger auf ihre Seite zu bringen. Beide Kandidaten investierten zum Schluss noch einmal Millionen Dollar in TV-Werbespots.

Es kann lange dauern

An der Ostküste und in einigen anderen Staaten schliessen die Wahllokale ab 01.00 Uhr in der Nacht am Mittwoch (MEZ), danach sind die ersten Prognosen und Auszählungsergebnisse zu erwarten. Da sich die Abstimmung wegen der Zeitunterschiede innerhalb der USA bis in die frühen europäischen Morgenstunden hinzieht, kann es bei einem knappen Rennen entsprechend lange dauern, bis der Nachfolger von Präsident Barack Obama feststeht.

Parallel zur Präsidentenwahl entscheiden die US-Wähler am Dienstag auch über die Zusammensetzung des Kongresses. Gewählt werden die Abgeordneten des gesamten Repräsentantenhauses sowie ein Drittel der 100 Senatoren. Zudem finden Referenden über eine Vielzahl von Gesetzesinitiativen statt. (sda/afp/dpa)

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