DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Demokratie in der Schwebe» Türkischer Oppositionsführer sieht sein Land in Gefahr

09.06.2017, 17:4511.06.2017, 17:19
Kemal Kilicdaroglu.
Kemal Kilicdaroglu.
Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Der türkische Oppositionsführer und Chef der Mitte-Links-Partei CHP, Kemal Kilicdaroglu, sieht die Demokratie in seinem Land in Gefahr. Die Türkei habe sich in ein halboffenes Gefängnis verwandelt und werde mit Notstandsdekreten regiert.

«Wir erleben gerade einen Prozess, in dem die Demokratie in der Schwebe hängt», sagte Kilicdaroglu bei einem Besuch im Hauptquartier der zweitgrössten Oppositionspartei, der pro-kurdischen HDP, am Freitag in Ankara. Von Demokratie könne keine Rede sein.

Kilicdaroglu sagte, er wolle keine Türkei, in der Intellektuelle, Abgeordnete und Journalisten im Gefängnis sässen, weil sie ihre Meinung äusserten. «So eine Türkei haben wir nicht verdient.» Kilicdaroglu traf in Ankara mit der neuen Co-Vorsitzenden der HDP, Serpil Kemalbay, zusammen. Auch Kemalbay kritisierte den «antidemokratischen Prozess» in der Türkei.

Der zweite Co-Vorsitzende der HDP, Selahattin Demirtas, sitzt seit November in Untersuchungshaft. Kemalbays Amtsvorgängerin Figen Yüksekdag wurde ebenfalls inhaftiert. Ein Gericht erkannte ihr ausserdem den Parteivorsitz und ihr Abgeordnetenmandat ab. (sda/dpa)

Die AKP im Siegestaumel – so jubeln Erdogans Anhänger auf den Strassen der Türkei

1 / 13
Die AKP im Siegestaumel – so jubeln Erdogans Anhänger auf den Strassen der Türkei
quelle: epa/epa / deniz toprak
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Migranten ertrinken vor Griechenland – darunter ein 3-jähriges Kind

In der Meerenge zwischen der Türkei und der griechischen Insel Chios sind am Dienstag vier Migranten ertrunken, darunter drei Minderjährige im Alter zwischen drei und 14 Jahren.

Die griechische Küstenwache rettete 22 Menschen, nachdem ein Boot mit Migranten untergegangen war. Dies teilte der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis im Staatsfernsehen (ERT) mit. «Die türkische Küstenwache hätte die Überfahrt stoppen müssen», sagte er.

Wie der staatliche griechische Rundfunk (ERT) unter …

Artikel lesen
Link zum Artikel