DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mubarak ist frei: Ägyptens Ex-Präsident aus Haft entlassen

24.03.2017, 12:0424.03.2017, 14:45

Nach rund sechs Jahren in Gefangenschaft ist der langjährige ägyptische Präsident Husni Mubarak wieder frei. Der 88-Jährige wurde aus dem Armeespital entlassen, wo er einen Grossteil seiner Freiheitsstrafe verbrachte.

Dies sagte sein Anwalt Farid al-Deeb am Freitag zur Nachrichtenagentur AFP. Gegenüber der ägyptischen Zeitung «Al-Masry al-Youm» sagte aö-Deep, Mubarak sei am Morgen in seinem Haus im Osten der ägyptischen Hauptstadt Kairo eingetroffen. Er habe mit seiner Familie und einigen Freunden gefrühstückt.

Der im Februar 2011 nach drei Jahrzehnten Herrschaft gestürzte Mubarak war Anfang März im letzten gegen ihn geführten Strafverfahren freigesprochen worden.

Vergangene Woche stimmte die Staatsanwaltschaft der Freilassung Mubaraks zu. Mubarak wird aber nach Angaben seines Anwalts wegen laufender Korruptionsermittlungen nicht das Recht haben, Ägypten zu verlassen.

Mubarak sah sich seit seiner Entmachtung im Februar 2011 verschiedenen Strafverfahren ausgesetzt. Im Januar 2016 bestätigte das Berufungsgericht eine dreijährige Haftstrafe für Mubarak und seine beiden Söhne wegen Korruptionsvorwürfen. Die bereits in Haft verbrachte Zeit wurde aber angerechnet, weshalb beide Söhne freigelassen wurden.

Freispruch im letzten Verfahren

Mit dem Freispruch Anfang März ging auch das letzte Verfahren gegen den Ex-Präsidenten zu Ende. In dem Fall ging es um die Tötung hunderter Demonstranten während des Volksaufstandes Anfang 2011, der zum Sturz Mubaraks geführt hatte. Dem früheren Präsidenten wurde vorgeworfen, sich der Beihilfe zum hundertfachen Mord bei der Niederschlagung der Massenproteste schuldig gemacht zu haben.

2012 wurde er deshalb zunächst zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, später wurden die Vorwürfe aber fallengelassen. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung gegen den Freispruch ein, der schliesslich am 2. März in letzter Instanz bestätigt wurde.

Mubarak hatte die Vorwürfe stets bestritten. Auch die meisten Verfahren gegen Mitglieder seiner damaligen Regierung wurden inzwischen eingestellt. (sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Büsi fremdgefüttert und umbenannt – Nachbarstreit landet vor Gericht in Bülach
Eine Katze im Raum Bülach wurde fremdgefüttert. Die Justiz konstruierte daraus eine «unrechtmässige Aneignung einer beweglichen Sache» und wollte die Beschuldigte büssen. Es kam zum Freispruch.

Am Mittwoch wurde vor dem Bezirksgericht in Bülach ein irrer Nachbarstreit verhandelt. Die Liste der Involvierten war beachtlich: Regula in der Rolle der Geschädigten, Esther in der Rolle der beschuldigten Person, Katze «Mici» als Corpus Delicti und das Statthalteramt des Bezirks Bülach als Anklägerin. Die Namen der Beteiligten werden in dieser Story aufgrund der Persönlichkeitsrechte anonymisiert*. Einzig die Katze wird beim echten Namen genannt.

Zur Story