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maulan und jennifer lawrence

Warum das Internet tobt, wenn eine weisse Schauspielerin Mulan spielen soll

Disney interessiert sich für Jennifer Lawrence. Zu Recht – sie ist eine tolle Schauspielerin. Doch müssen es immer Weisse sein, die die Rollen von Asiaten, Afroamerikanern, Hispanier oder Transmenschen spielen? Zumindest auf Twitter regt man sich über Hollywood mächtig auf. 



Am vergangenen Montag streute die satirische Entertainment-Nachrichtenagentur Unreel News folgende Information via Twitter: «Berichten zufolge ist Disney an Jennifer Lawrence als Protagonistin in der Realverfilmung von ‹Mulan› interessiert.» 

Whitewashing

engl. für Weisswascherei

Der Begriff «Whitewashing» wird in den Kulturwissenschaften für die Verzerrung von Tatsachen und Geschichten durch eine weiss dominierte westliche Sicht verwendet.
Zum Beispiel wenn weisse Schauspieler die Rolle einer schwarzen Figur besetzten. Damit wird nicht nur die Wirkung der eigentlichen Geschichte verfälscht, sondern auch schwarzen Schauspielerinnen und Schauspielern die Chance auf Arbeit und Sichtbarkeit verwehrt.  

Wer den Disney-Klassiker «Mulan» nicht kennt, hat eine Bildungslücke und definitiv einen Film mehr auf der To-watch-Liste. Der bahnbrechende Animationsfilm aus dem Jahre 1998 handelt von Mulan Fa, einem chinesischen Mädchen aus einer mittelständischen Familie, das anstelle ihres Vaters als Mann verkleidet in den Krieg zieht. Mulan rettet ihr gesamtes Land vor den Hunnen, befreit den Kaiser aus der Geiselhaft und wird zur Nationalheldin. Als Frau. In China.   

«Mulan» war einer der ersten (und immer noch wenigen) Filme aus dem Hause Disney, der sich vom passiv dekorativen Frauenbild entfernt und zudem noch in China spielt. Er widerspricht dem Vorurteil der zierlichen asiatischen Frau und wurde dementsprechend von Feministinnen und vor allem auch von im Westen lebenden Asiatinnen sehr geschätzt. 

Jennifer Lawrence als Mulan??? Was für eine Art von Rumfickerei ist das denn.

Die Produktion steht noch ganz am Anfang. Was bis jetzt bekannt ist, brodelt noch aus der Gerüchteküche. Der Shitstorm, um die Besetzung der Hauptrolle ist jedoch schon voll im Gange. 

Das ist äusserst hässlich. Es gibt duzende asiatische Schauspielerinnen.

@adovremendes: Ernsthaft? Jennifer Lawrence ist so hübsch.
@TDKAU_783: Sie meinte, dass die Idee, dass ein weisses Mädchen eine Asiatin spielt, die China rettet, irgendwie hässlich und traurig ist.

«Mulan»-Fans und Medienkritische sind über die Vorstellung empört, dass die Rolle von einer weissen Frau besetzt werden könnte. 

Mulan ist eine zu knallharte Badass-Bitch, um von einer weissen, mustergültigen Jennifer Lawrence gespielt zu werden. 

Für die Realverfilmung von Mulan wurde nun eine Petition lanciert, die verhindern soll, die bestärkende chinesische Legende in einen weissgewaschenen Blockbuster zu verwandeln.  

Eine berechtigte Angst, denn die Film-Industrie um Hollywood betreibt Whitewashing quasi als Tradition. Das beweisen folgende Beispiele aus der Filmgeschichte. 

Hei Hollywood, manchmal bist du ein echter Dubbel! 

«The Good Earth» (1937)

whitewashing

bild: complex

Früh hat's schon begonnen. Der Film The Good Earth, der auf dem gleichnamigen Roman von Pearl S. Buck basiert, gilt als einer der rassistischsten Filme der Geschichte. Er handelt von einer chinesischen Bauernfamilie, doch jeder einzelne Hauptcharakter ist weiss. Im Film ist also ein Haufen weisser amerikanischer Schauspieler mit einer Tonne gelber Schminke und aufgemalten Schlitzaugen zu sehen. Bääh! 

«Apache» (1954)

Bild

bild: complex

Haben die USA den amerikanischen Ureinwohner nicht schon genug angetan? – Hollywood meint nein. Deshalb engagierten sie wohl den blauäugigen Burt Lancaster als  Kriegshelden der Apachen. Ein paar mal für zwei Minuten zu lange ins Solarium und wir haben den perfekten Indianer. Niiiicht. 

«Breakfast at Tiffany's» (1961)

Bild

bild: complex

Breakfast at Tiffany's ist für viele ein romantischer Evergreen. Neben der Romantik steckt auch eine gehörige Portion von «humorvollem» Rassismus in diesem Streifen. Mickey Rooney spielt einen japanischen Mann, der vor stereotypischen Klischees strotzt, sodass der Charakter sogar mit einer japanischen Besetzung noch ein No-go wäre.  

«The Greatest Story Ever Told» (1965)

whitewashing

bild: moviepilot

Jesus von Nazareth ist zweifelsohne eine der spannendsten Figuren der Weltgeschichte. Wir vermuten, glauben und rätseln um ihn und sein Leben herum, doch eines wissen wir, er war bestimmt nicht weiss. Weiss sind aber alle Darsteller, die in einer Grossproduktion den christlichen Messias verkörpern. Weder Max von Sydow, noch William Dafoe («The Last Temptation of Christ») oder Jim Caviziel («The Passion») kommen also der Figur nahe. 

«A Beautiful Mind» (2001) 

Bild

bild: complex

Bei den Verfilmungen von wahren Geschichten, nehmen sich die Produzenten die Freiheit, die Geschichte zu verändern. In A Beautiful Mind geschieht diese Änderung darin, dass Jennifer Connelly an der Seite von John Nash als seine Frau Alice steht. Alice ist aus El Salvador und somit der hispanischen Ethnie zugehörig. Eine freie Änderung für die Filmemacher, eine Job-Barriere für hispanische Schauspielerinnen. Penelope Cruz hätte das bestimmt genau so gut gemacht. 

«The Hunger Games» (2012)

whitewashing

bild: complex

Jennifer Lawrence zum zweiten. Die junge Schauspielerin war der Star der vierteiligen Filmreihe Tributes of Panem, wofür sie auch mit zahlreichen Auszeichnungen belohnt wurde. Bei impulsiven und furchtlosen Figur der Katniss Everdeen aus District 12 handelt es sich im Roman jedoch explizit um eine nicht-weisse Person. Katniss wird als junge Frau mit schwarzem Haar und olivenholzfarbener Haut beschrieben.  

«Doctor Strange» (2016)

Tilda Swinton in Doctor Strange

bild: variety

Tilda statt Tibet. Die aus einem uralten schottischen Clan stammende Schauspielerin Tilda Swinton spielt in der Realverfilmung eines Marvel-Comics die Figur namens «Ancient One». Dabei handelt es sich um den tibetischen Mentor des Superhelden, der dem Film als Hauptfigur dient. Die Filmemacher rechtfertigen die Besetzung mit politischer Vorsicht. Hätte man einen Tibeter für die Rolle engagiert, wäre der Film in chinesischen Kinos nicht gezeigt worden. 
Der Film wird voraussichtlich ab Oktober in den Schweizer Kinos
laufen.

Mehr zum Thema Film, Serien, Netflix und Co.

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 16.09.2016 08:04
    Highlight Highlight Bei Dr. Strange hat man übrigens die Ethnie (und das Geschlecht) geändert um den Chinesen nicht auf den Schlips zu treten. Die Figur ist im Original Tibetanisch. Sie mit einem Chinesen zu besetzen wäre wohl auch nicht gut angekommen.
  • Lichtblau 16.09.2016 00:15
    Highlight Highlight "Er widerspricht dem Vorurteil der zierlichen asiatischen Frau"? Schon klar, Asiatinnen ja auch zu einem Grossteil Hüninnen. Ein bisschen schräg, oder nicht?


  • Hoppla! 15.09.2016 16:15
    Highlight Highlight Klar, alles voll easy. und der Vorzug weisser Schauspieler ist nur im Kopf vorhanden. Ich warte nun bis eine/e [füge die "exotische Nationalität" deiner Wahl ein] "unseren" Willhelm Tell in einem Hollywoodstreifen* spielt. Der gute Eidgenosse wird sofort von Schnappatmungen befallen und tobt bühnenreif.

    * nicht, dass die Geschichte Hollywoodmaterial wäre
  • fabianhutter 15.09.2016 16:08
    Highlight Highlight Ich finde es gibt doch unterschiede im Whitewashing.

    Wenn die Etnie einer Person für die Handlung zentral ist, dann soll auch die entsprechende Etnie zum Zug kommen (Mulan, Gods of egypt).

    Wenn eine Figur aber mehr zufällig eine bestimmte Etnie zum Vorbild hat, dann kann man das meiner Meinung auch ändern (A beautiful Mind, Tribute von Panem).

    Abgesehen davon... wer kennt das Musical Hamilton? Da werden die amerikanischen Gründerväter durchs Band von historisch "falschen" Etnien dargestellt und es stört kein bisschen. (zumindest in den Szenen die man auf youtube findet).
  • Normi 15.09.2016 10:19
    Highlight Highlight Wer sich darüber aufregen kann hat definitiv ein zu schönes Leben ;-)
    • Normi 15.09.2016 15:15
      Highlight Highlight @Olaf!

      seit wann bedeutet ein Zwinker-Smiley das man sich aufregt ?

      komisch deine Interpretation aber wen es dir gut tut dann kannst du das gerne machen.

      :-D

    • Jovin Barrer 15.09.2016 15:16
      Highlight Highlight Das Gerücht, das von Unreel News gestreut wurde ist vielleicht Satire, was nicht bedeutet, dass es sich dabei um eine Falschmeldung handelt. Der Artikel nimmt die Meldung ja auch nicht als Fakt auf, sondern als aktueller Aufhänger. Schon die Vorstellung einer solchen Besetzung stösst auf Empören. Diese Empörung die effektiv vorhanden ist, habe ich thematisiert und dazu Beispiele herbeigezogen, bei denen es ähnlich abgelaufen ist, wie es bei Mulan ablaufen könnte.
    • Normi 15.09.2016 16:24
      Highlight Highlight @Olaf!

      upsi falsch verstanden sry...
    Weitere Antworten anzeigen
  • shubeedoo 15.09.2016 09:46
    Highlight Highlight Nein, nicht jeder Mensch kann jede Rolle übernehmen. Nicht, wenn es für talentierte Asian American Schauspieler zu wenig Mainstream Möglichkeiten gibt, was dann zu einem Teufelskreis führt, da sie ja nicht sichtbar und lukrativ sind und sie erst recht nicht gecastet werden. Jetzt werden sie nicht mal mehr für Filme basierend auf einem durch und durch chinesischen Mythos gecastet. Das ist eine Frechheit und, frankly, lächerlich. Erst ScarJo in Ghost in the Shell mit Schlitzaugen, jetzt das. Hollywood ist nicht zu retten. Für Interessierte: es gibt eine gute chinesischr Live-Verfilmung
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 15.09.2016 15:57
      Highlight Highlight 1. Teil: nö. 2. Teil: ja.
      1. Jeder Mensch sollte jede Figur spielen und interpretieren können. Sonst dürfen z. B. Deutsche nur Deutsche in deutschen Produktionen spielen und Engländerinnen sehen wir dann nur noch in Jane-Austen-Verfilmungen. Laaaangweilig!
      2. Dass Hollywood rassistische Stereotype und platte bis widerliche Propaganda erzählt, stimmt. Pearl Harbour, z. B. Aber was könnte man ausser #mimimi ändern?
    • lilie 15.09.2016 16:39
      Highlight Highlight @shubeedoo: Naja, sicher kann jeder Mensch jede Rolle übernehmen - nur kommt dabei nicht immer etwas gescheites raus.

      Wenn ich zum Beispiel eine Rolle spielen sollte, würden alle davonlaufen... 😆

      Hingegen berichtete z.B. Hugh Grant, wie er erst am Ende des Drehs von Bridget Jones' Diary merkte, dass Renée Zellweger die ganze Zeit - auch in den Drehpausen und nach Feierabend - mit einem englischen Akzent gesprocgen hatte!.

      Erst bei der Premiere fiel ihm auf, dass sie einen texanischen Akzent hat....

      Es gibt einfach begnadete Schauspieler, die sich (scheinbar) in jede Rolle denken können.
    • DerTaran 16.09.2016 07:56
      Highlight Highlight Ich kenne Ghost in the Shell nur von Wikipedia, aber die Bilder der Protagonistin sehen nicht sehr Japanisch aus. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist sie ein Roboter mit menschlichem Gehirn (daher der Name). Deshalb finde ich die Besetzung mit SJ nicht so dramatisch. Man wird ihr sicher keine "Schlitzaugen" schminken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sheshe 15.09.2016 08:48
    Highlight Highlight ...
    Benutzer Bild
  • Kiyoaki 15.09.2016 08:11
    Highlight Highlight Mich regt es auch auf, wenn Roland Deschain, den Stephen King mt dem Vorbild Clint Eastwood geschrieben hat, von Edris Elba gespielt werden soll... idiotisch.
  • So en Ueli 15.09.2016 07:47
    Highlight Highlight Sorry, aber es gibt wohl grössere Probleme als diese. Es gibt zig Filme in der ein "farbiger" ein weisser spielt und umgekehrt. Wer sich an solchen Praktiken stört, muss den betreffenden Film nicht schauen müssen.
  • lilie 15.09.2016 07:45
    Highlight Highlight Ihr habt noch die gesamten Karl May-Verfilmungen vergessen...

    Ich finde Jennifer Lawrence toll, und ich glaube, sie könnte die Heldin Mulan durchaus überzeugend verkörpern.

    Aber um halbwegs glaubwürdig zu sein, müssten sie schon sämtliche anderen Rollen inkl. Statisten und Komparsen mit chinesisch(stämmig)en Schauspielern besetzen.

    Dass Hollywood eine ziemlich inzestuöse Angelegenheit ist, ist allerdings auch nichts Neues...
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 15.09.2016 07:03
    Highlight Highlight Bronsteins Kinder - hat das noch jemand im Kopf? Da ging es an einer Stelle um einen Film, in dem die KZ-Häftlinge "von echten Juden" dargestellt wurden. Jemand hält dagegen, ob die Wärter dann auch echte Nazis sind, was natürlich nicht der Fall ist. Ich denke, dass absolut jeder Mensch jede Rolle übernehmen kann. Es geht doch darum, wie diese Figur lebendig wird. Und ich setz noch einen drauf: Nicht nur ein Araber (s. u.) könnte Hitler spielen, sondern auch eine Frau. Ein Film ist ein Film ist ein Film: Wenn ich Authentizität will, lese ich eine historische Analyse zum Thema.
    • lilie 15.09.2016 11:01
      Highlight Highlight @Zepheros: Ich habe mal eine verrückte Geschichte erlebt: Eine Regisseurin hatte ein Stück geschrieben, in dem die Aspekte einer Frauenfreundschaft beleuchtet wurden. Es kamen nur zwei Figuren vor, nämlich die zwei Freundinnen.

      Kurz vor der Premiere gab es Knatsch und die beiden Darstellerinnen haben den Dienst quittiert.

      Auf die Schnelle waren keine zwei Schauspielerinnen aufzutreiben, und so besetzte die Regisseurin ihr Stück mit - zwei Männern. Sie hat das knallhart durchgezogen, die beiden Männer mussten zwei Frauen spielen, ohne dabei tuntig zu wirken.

      Fand ich wahnsinnig mutig!
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 15.09.2016 11:44
      Highlight Highlight Das klingt tatsächlich spannend - hätte ich gerne gesehen ...
    • lilie 15.09.2016 12:49
      Highlight Highlight @Zepheros: Ich fand es klasse! Allerdings kannte ich ja auch die Vorgeschichte. Wie es den Zuschauern ging, die ohne jede Erklärung eine von Männern gespielte Frauengeschichte vorgesetzt bekamen, weiss ich leider nicht, ich hätte das gerne herausgefunden. Denn es gab ja das ganze Stück lang keine Erklärung zu dieser "Anomalie"...

      Allgemein schätze ich Authentizität in Filmen sehr. Allerdings kann es eben auch spannend sein, Vorgegebenes zu durchbrechen.

      In London z.B. spielt gerade der neuste Harry Potter auf der Bühne - Hermione wird darin von einer Schwarzen verkörpert...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tomlate 14.09.2016 23:48
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • Str ant (Darkling) 14.09.2016 23:43
    Highlight Highlight Der Krug ist halt mittlerweile zerbrochen es ist halt schon auffällig wie oft dies passiert
  • Lami23 14.09.2016 23:37
    Highlight Highlight Also eigentlich sieht die animierte Mulan schon nicht wirklich chinesisch aus...eher europäisch mit leichtem Asia touch.
    • Findolfin 15.09.2016 06:45
      Highlight Highlight Vergleiche mal Mulans Figur mit den restlichen Disney-Prinzessinnen, dann siehst du den Unterschied :)
    • Jovin Barrer 15.09.2016 08:07
      Highlight Highlight Ja, das hat was. Die Denkweise scheint do tief in den Köpfen verwurzelt, dass selbst Zeichnunngen weiss gewaschen werden. :S
  • Rampart 14.09.2016 23:28
    Highlight Highlight Kingpin, Nick Fury und Deadshot kamen mir gerade spontan in den Sinn. Alles hellhäutige Comicfiguren, welche in den Verfilmungen von dunkelhäutigen Schauspielern gespielt werden. Hat's wen gejuckt? Nein, weil sie ihren Job gut gemacht haben.
    • LaPaillade #BringBackHansi 15.09.2016 00:31
      Highlight Highlight Ja, aber eine amerikanische Verfilmung von amerikanischen Comics ist schon etwas anderes als das (möglicherweise) Casting einer kaukasischen Schauspielerin für die Hauptrolle des chinesische Heldenepos von Hua Mulan.
    • Rampart 15.09.2016 00:53
      Highlight Highlight Geb ich Dir natürlich recht ;)
    • TobaFett 15.09.2016 06:40
      Highlight Highlight Deadshot wird doch von diesem bärtigen Typen aus How I met your mother gedpielt oder irre ich mich? Gillt der als dunkelhäutig? Dies ist kein Angriff, brauche nur Aufklärung.
      Und Fury wurde von Samuel L. Jackson gespielt, weil Fury in den neueren Comics diesem sehr ähnlich sieht. Das nutzte Jackson aus um sich die Rolle zu sichern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 14.09.2016 22:41
    Highlight Highlight Clint eastwood spielt den schwarzen Charlie Parker im gleichnamigen biopic.
    Als grosser charlie parker fan sah ich diesen Film nicht.
    • Karl Müller 14.09.2016 23:33
      Highlight Highlight Ähm, nein.

      Clint Eastwood hat den Film produziert und gedreht. Charlie Parker wird vom Schwarzen Forest Whitaker gespielt.

      Der Film heisst übrigens "Bird".

      Gern geschehen!
    • pamayer 17.09.2016 09:03
      Highlight Highlight @karlmüller
      Ups, danke!! Da ist mir in meiner Erinnerung was durcheinander gekommen. Bin sehr froh, dass ich falsch lag.
      Werde den film auf dvd suchen.
  • Timmy :D 14.09.2016 22:10
    Highlight Highlight Einen Aufschrei wenn die Rolle durch eine europäischstämmige Person besetzt wird. Doch wenn in der nordischen Mythologie dunkelhäutige Schauspieler vorkommen (Thor) interessiert sich kaum jemand. Interessant.
    • Matthias Studer 14.09.2016 23:24
      Highlight Highlight Nun ja, Thotvist eine Comicverfilmung von Marvel. Damit kann ich leben.
      Mulan ist aber nicht eine Disney Verfilmung sondern eigentlich ein Chinesisches Märchen.
      Noch schlimmer finde ich, in den 40er und 50er wurden bei Deutschen Produktionen weisse schwarz angemalt. Den niemand wollte einen schwarzen eine Rolle geben.
      Hollywood sucht primär keine Weise, sie wollen ein Kassenmagnet haben. Nach dem, wie viele sie ins Kino locken, werden sie ja auch bezahlt.
    • LaPaillade #BringBackHansi 15.09.2016 00:32
      Highlight Highlight Haha oh ja, weil die Marvel-Version von Thor ja so viel mit der nordischen Mythologie zu tun hat. lol. Ausserirdische haben übrigens auch nicht viel mit der nordischen Mythologie zu tun, vielleicht mal da ansetzen.
  • Ratchet 14.09.2016 22:10
    Highlight Highlight Bei Ghostbuster sind alle durchgedreht, man hatte das Gefühl, manche Leute wollten sich selbstanzünden, so gross war die Empörung. Der Film wurde schon vor dem ersten Tailer zerstört und boykottiert, die Schausielerinnen und Regisseure erhielten Shitstorms, Morddrohungen etc.
    Und hier alle so: "Sehe kein Problem".
    Wollt ihr mich verarschen?
    Hauptsache bei der nächsten OscarsoWhite Bewegung, seid ihr die ersten die meinen, es göbe einfach zu wenig wichtige Nicht-Weisse Rollen.
  • Karl Müller 14.09.2016 21:36
    Highlight Highlight 1. FAKE! Oder ist Robert Reel tatsächlich neuer Apple-CEO und wird Zack Snyder immer noch vermisst, nachdem ihn Brendan Fraser auf Meth mit einer Brechstange attackiert hat? Über diese Meldungen von "Unreel News" hätte ich dann auch gerne Watson-Artikel.

    2. Wenn es tatsächlich so wäre, dass Hollywood pauschal versucht schwarze Figuren im Film einzuweissen, wäre das wirklich daneben. Das umgekehrte gibt es aber genauso. Beispiel: Bei Stephen King ist die Figur des "Red" aus Shawshank Redemption ein rothaariger Ire. Im Film wurde er aber von Morgan Freeman gespielt - und oscarnominiert!

  • jazzmessenger 14.09.2016 20:40
    Highlight Highlight Ist mir auch unbegreiflich, weswegen Mulan mit Jennifer Lawrence besetzt werden soll ...aber

    "die Rollen von Asiaten, Afroamerikanern, Hispaniern oder Transmenschen" ...

    ... wieso sollten Weisse keine Transmenschen spielen dürfen? Wurde der Artikel zusammengekürzt und die Einleitung macht keinen Sinn mehr oder gilt SJW-Alarm?

    Ganz davon abgesehen: es gibt nicht einen einzigen transsexuellen Schauspiel-Star.
    • Luesae 14.09.2016 21:34
      Highlight Highlight Was ist mit Laverne Cox?
    • Picker 14.09.2016 21:56
      Highlight Highlight https://en.m.wikipedia.org/wiki/Laverne_Cox

      Doch gibt es, aber in unserer Gesellschaft ist die Akzeptanz noch nicht auf einer Stufe wie z.B. in Thailand, wo es völlig normal ist, dass jemand Transgender zu einem Serien-Cast dazugehört oder sogar eine eigene Abendshow hostet.
  • DerTaran 14.09.2016 20:26
    Highlight Highlight Unreel__News als Quelle und nicht nachschauen wer sich dahinter verbirgt.
    Das ist eine Ente einer Satire-Seite.
    • Madison Pierce 14.09.2016 21:38
      Highlight Highlight "Scoops so hot, they're unreel." Hahahahaha.

      "Das Internet" regt sich anscheinend nicht nur über wahre Sachen auf.
    • Jovin Barrer 14.09.2016 23:28
      Highlight Highlight Satire ist nicht gleich Falschmeldung. An den Gerüchten ist durchaus was dran. Es werden aber auch asiatische Schauspielerinnen für das Projekt gecastet.
      Der Artikel befasst sich jedoch viel mehr mit der *Vorstellung*, dass eine asiatischen Kultfigur von einer weissen Schauspielerin gespielt wird. Die Mulan-"News" bzw. der Shitstorm dienen der Geschichte als aktueller Aufhänger.
    • Platonismo 15.09.2016 07:42
      Highlight Highlight Dann ist das jetzt metaphysischer Journalismus? Die Rezeption der Vorstellung eines theoretischen Fakts? Oder einfach fuckery?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hierundjetzt 14.09.2016 20:19
    Highlight Highlight Komm machen wir das nächste mal auch. Ach ne, das wäre ja rassitisch...🙄

    PS: Wieviel Twitter-Nutzer gibts schon wieder in der Schweiz?

    20'000

    Weltweit 330'000

    Das ist natürlich Relevant was eine weltweite Nutzerzahl in Grösse der Stadt Zürich meint 😂😂😂

    Ich will den Artikel nicht kaputt machen. Aber Relevanz definiere ich persönlich anders
    • bokl 14.09.2016 20:37
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      Ich will deine Schadenfreude nicht kaputtmachen, aber deine Nutzerzahlen sind ein wenig unaktuell -> https://de.statista.com/themen/99/twitter/
    • Hierundjetzt 14.09.2016 21:30
      Highlight Highlight Ups (ich war eben auch da)

      Merci für die Korrektur ☺️
  • Habicht 14.09.2016 20:18
    Highlight Highlight Seh das Problem nicht... Meistens wird ein Film mit dünner Story (auch wenn z.B die Bücher eine gute Story hatten) mit einer/ einem bekannten Schauspieler besetzt und voila, er spielt genug Geld in den Kinos ein. Filme und Serien mit guter Story werden auch mit unbekannten Schauspielern bekannt.
  • Donald 14.09.2016 19:58
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • Owley Samter 14.09.2016 19:49
    Highlight Highlight Du Bueb, schau dir doch mal diesen Twitteraccount ganz genau an...
  • jjjj 14.09.2016 19:37
    Highlight Highlight Schon wieder. "Das Internet". Das gibt es nicht... Sind nur ein paar Trolle die laut schreien.
    Watson, hört mal auf mit "dem Internet"!
    • Madison Pierce 14.09.2016 20:25
      Highlight Highlight ACK. Und auch gleich mit "Shitstorm" und "viral".
    • cannon1886 14.09.2016 21:07
      Highlight Highlight @Madison Shitstorm, mein persönliches Hasswort. Weg damit!
    • sambeat 14.09.2016 22:24
      Highlight Highlight Und 'viral' auch! Bitte, bitte auch!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daenerys Targaryen 14.09.2016 19:32
    Highlight Highlight Kritisch, ich hoff mal das Disney es sich nochbals gut überlegt. Könte aber auch ein gelungener PR-zug sein, sprich, der Film ist jetzt in aller Munde.
  • tinu32 14.09.2016 19:14
    Highlight Highlight Ist das Problem in diesem Fall nicht wirtschaftlicher Natur? Jennifer Lawrence kostet zwar mehr als fast jede andere Schauspielerin, bringt dafür aber auch umso mehr ein. Ich stelle mir vor, dass es momentan keine chinesischstämmige Schauspielerin mit ähnlichem Marktpotential gibt (?).
    • Luca Brasi 14.09.2016 21:21
      Highlight Highlight Zhang Ziyi? Fan Bingbing? Zhang Yuqi?
    • Yes. 14.09.2016 22:24
      Highlight Highlight ☝🏻️ Noch nie gehört.
    • LaPaillade #BringBackHansi 15.09.2016 00:37
      Highlight Highlight Jessika Van!
      Oder Melissa O'Neil, die spielt momentan ziemlich gut in Dark Matter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WeischDoch 14.09.2016 19:03
    Highlight Highlight Witzig. Dabei hiess es vor nicht allzu langer Zeit, Hollywood setze auf Asien usw. Lustig wie schnell ein Film ganze trends umkehren kann ;)

    Wenn ironman ne schwarze dame werden kann und thor eine Frau, geht das auch bestimmt mit Mulan...irgendwie
    • WeischDoch 15.09.2016 13:06
      Highlight Highlight Oh mir ist sehr wohl bekannt, was in den Comics geschieht. Aber wieso geschieht es? bei den genannten Reihen wird es eben im Comic bereits gemacht. Bei Mulan ist es natürlich nicht möglich da es wirklich spezifisch ist.
      Aber der Wandel in den Comics ist auch kein Zufall, vertrau mir.
  • pun 14.09.2016 19:02
    Highlight Highlight In grossartiger Weise nehmen sich Roy Wood Jr. und Trevor Noah das Thema aus afroamerikanischer Sicht vor.
    Play Icon
    • DerTaran 14.09.2016 20:03
      Highlight Highlight Nice, aber sie benehmen sich natürlich auch Rasistisch, denn sie reden die ganze Zeit von 'den Weissen' meinen aber das weisse Amerika.
  • Stachanowist 14.09.2016 19:02
    Highlight Highlight Zu 5: Jennifer Connelly geht sehr wohl als Spanierin durch (es gibt übrigens auch Blonde in der "hispanischen Ethnie", liebe Artikelverfasser). Eine Schauspielerin muss nicht aus einer bestimmten Ethnie stammen, um eine entsprechende Rolle zu spielen. Muss man, wenn es nach Watson geht, einen ethnischen Nachweis liefern, um eine Rolle zu bekommen?

    Wichtig ist meines Erachtens, dass kein Whitewashing betrieben wird. Dieses sehe ich bei Punkt 5 aber nicht: Alicia Lardé, Nashs Frau, war schwarzhaarig und weiss. Genauso wie Connely. Wo liegt das Problem?
    Benutzer Bild
  • TanookiStormtrooper 14.09.2016 18:50
    Highlight Highlight Rassismus ist immer noch tief verwurzelt in den USA. Ein gutes Beispiel ist da der neue Ghostbusters: Drei weisse Wissenschaftlerinnen und die dicke schwarze Ghettobraut. Ich hab zwar nur die Trailer gesehen, aber selbst in den Originalfilmen kam mir Ernie Hudson nicht ganz so klischeehaft rüber.
    Schwarze Wissenschaftler gibts in Filmen nicht, im Gegensatz dazu aber den asiatischen Wissenschaftler, denn die "Schlitzaugen" sind alle gut in Mathe (positiver Rassismus).
    Hauptrollen werden aber grundsätzlich mit weissen Schauspielern besetzt.
    • Stachanowist 14.09.2016 19:53
      Highlight Highlight "Schwarze Wissenschaftler gibts in Filmen nicht"

      I call bullshit.

      http://www.imdb.com/title/tt4846340/

      Sowie:

      https://www.tumblr.com/search/black%20scientists%20in%20the%20movies

      und viele weitere.
    • TanookiStormtrooper 14.09.2016 20:53
      Highlight Highlight Ich meinte grosse Big-Budget-Filme, je höher das Budget desto kleiner die Wahrscheinlichkeit. Ausnahme ist natürlich der "Quotenschwarze" bei Actionfilmen, der ein paar Schwarze Kids ins Kino locken soll, sowie der übliche grossmäulige 08-15 Typ in Buddykomödien. Produzenten wollen bei grossen Produktionen kein Risiko eingehen, darum wird der Film auf das kaufkräftigste Publikum zugeschnitten, diese sind in den USA immer noch vorwiegend weiss. Die Frage ist, ob Produzenten so handeln, weil sie denken das Publikum sei "rassistisch" oder ob sie es selber sind...
  • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 14.09.2016 18:42
    Highlight Highlight In der Liste fehlt Tropic Thunder. Da spielt Robert downey jr. Einen schwarzen ^^
    • DerTaran 14.09.2016 20:11
      Highlight Highlight Er spielt einen Weissen, der einen Schwarzen spielt. Das ist kein Whitewashing, im Gegenteil man macht sich darüber lustig.
    • Stachanowist 15.09.2016 00:40
      Highlight Highlight @ Taran

      Ich glaube, die Liebespuppe hatte das nicht ganz so ernst gemeint ;)
  • Luca Brasi 14.09.2016 18:38
    Highlight Highlight Teils gerechtfertigte Kritik. Aber eigentlich darf ein/e Schauspieler/in jede Rolle spielen, egal welche Hautfarbe, sexuelle Ausrichtung, etc. Homosexuelle dürfen Heteros und Schwarze dürften auch Wilhelm Tell spielen. So dürfen Weisse auch Maria und Joseph, etc. spielen. Die Frage ist einfach wie glaubwürdig ein solches Setting ist. Das entscheidet das Publikum. Wer will Matt Damon als Retter Chinas in Great Wall oder Keanu Reeves als Samurai sehen? Fa (eigtl. Hua) Mulan 花木兰 (ich schreibs so, weil ich kein whitewashing bei der Stellung des Familiennamens betreibe😛) wird wohl floppen.
    • LaPaillade #BringBackHansi 15.09.2016 00:43
      Highlight Highlight Vielen Dank Herr Brasi, ausgezeichnet beschrieben.

      Ausserdem gibt es ja bereits eine super Verfilmung von Mulan.
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  • Raembe 14.09.2016 18:34
    Highlight Highlight Punkt 15 finde ich fehl am Platz. Klasse Film, klasse Besetzung. Ob das nun ein echter Transmensch ist oder nicht, spielt in meinen Augen keine Rolle. Wir wollen ja wandlungsfähige Schauspieler sehen, die in ihrer Rolle aufgehen. Heath Ledger war auch kein Psycho nur weil er einen gespielt hat. Samuel L. Jackson ist auch kein lisplender Mensch, wieso darf er dann einen spielen. Alles Fragen die ich mir als reger Kinogänger und Filmfan nicht stelle. Aber das mich einige der anderen Punkte schockiert haben.
    • Raembe 14.09.2016 18:58
      Highlight Highlight Da fehlt im letzen Satz noch ein: ich gebe zu.
    • zawbom 14.09.2016 19:50
      Highlight Highlight Punkt 15? Bei mir geht es nur bis Punkt 6!
    • Raembe 14.09.2016 21:49
      Highlight Highlight Dann wurde die Liste gekürzt. Danish Girl war Platz 15
  • Findolfin 14.09.2016 18:33
    Highlight Highlight Ist nicht der erste Fall in die em Jahr: Gods of Egypt sorgte schon für einen Shitstorm, genauso, wie Gost in the Shell, wo die japanische Protagonistin mit Scarlett Johansson besetzt wurde.
    • The Destiny // Team Telegram 14.09.2016 19:11
      Highlight Highlight Findolfin, einen Klassiker wie GitS nicht mit einem Asiaten besetzt...

      Problem ? Zuviel Budget -.-
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 14.09.2016 18:20
    Highlight Highlight Das "Cis"-Männer oder Frauen trans- oder homosexuelle Rollen
    spielen stört mich herzlich wenig, denn es gibt auch Schwule die Heteros spielen (bestes Beispiel Barney Stinson gespielt von Neil P. Harris).
    Aber dass es Leute gibt, die eine explizit als asiatisch beschriebene Person mit Jennifer Laurence besetzen wollen, ist dann doch ziemlich schwachsinnig.
    Will hier jetzt nicht die Rassismuskeule schwingen, aber der Grund für diese Fehlbesetzung will sich mir einfach nicht erschliessen

Putin befiehlt: Посмотрите на Picdump!

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