iOS
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
iPhone 6

Schnellere Internetverbindung Ja, Mehrkosten Nein.
bild: shutterstock

Vorsicht, Datenfresser! Diese an sich praktische Funktion von iOS 9 kann dir die Handy-Rechnung versauen

Wer das iPhone auf die neue System-Software aktualisiert hat, sollte die Einstellungen überprüfen. Sonst drohen versteckte Kosten.



Es ist wie mit vielen Dingen im Leben: Eine an sich gute Sache kann böse Nebenwirkungen haben.

Die Rede ist von WLAN Assist, einer praktischen neuen Funktion für das mobile Betriebssystem iOS 9, das bereits auf mehr als jedem zweiten iPhone und iPad läuft.

Wir haben WLAN Assist im Beitrag mit den besten Tipps und Tricks rund um iOS 9 vorgestellt. Einfach erklärt, wird durch die Kombination von WLAN- und Mobilfunk-Netzwerk die Surfgeschwindigkeit erhöht. Dies passiert, indem das Gerät bei schlechtem WLAN-Empfang automatisch die (schnellere) Mobilfunkverbindung dazu schaltet. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Nutzer ohne Unterbrechung weitersurfen können, wenn sie den Empfangsbereich eines WLAN verlassen.

Das Problem: WLAN Assist ist nach der Aktualisierung des Systems auf iOS 9 standardmässig aktiviert. Dies kann unerwartete Handy-Kosten verursachen.

Betroffen sind grundsätzlich alle Smartphone-Nutzer, die kein Mobilfunk-Abo mit unbegrenztem Datenvolumen haben. Ein Beispiel: Wer zuhause Filme auf das Mobilgerät streamt, macht sich in der Regel keine Gedanken zur übertragenen Datenmenge. Man befindet sich ja im heimischen WLAN. Doch mit WLAN Assist kann es passieren, dass ein Teil der Daten über eine LTE-Antenne in der Nachbarschaft übertragen wird. Bei mehreren Gigabyte pro Film wird das teuer.

Kritische Stimmen monieren, dass iOS-Nutzer im Unklaren gelassen werden. So werde in der Statusleiste am oberen Bildschirmrand nur das WLAN-Symbol angezeigt und man sehe nicht, ob bei der Internet-Nutzung Daten übers Mobilfunknetz fliessen.

Ein weiteres Problem stellt sich bei mobilen Apps im Unternehmensbereich. Einige Anwendungen erfordern aus Sicherheitsgründen die Verbindung zu einem bestimmten Firmen-Netzwerk. Wenn nun das iOS-Gerät wegen WLAN Assist ungewollt in ein Mobilfunknetz wechselt, kann dies die Verbindung unterbrechen.

Entsprechend sinnvoll sei es, WLAN Assist zunächst zu deaktivieren, rät das Techportal heise.de. Die Funktion ist allerdings ziemlich gut versteckt in den System-Einstellungen. Im Bereich «Mobiles Netz» muss man ganz nach unten scrollen, um sie auszuschalten. Alternativ kann man natürlich die praktische Suchfunktion nutzen.

Update: Es gibt auch die Möglichkeit, für jede App festzulegen, ob sie Daten über das Mobilfunknetz übertragen darf. Die Einstellung findet sich unter dem Pfad: > Einstellungen > Mobiles Netz > Mobile Daten verwenden. So kann man sicherstellen, dass Datenfresser wie zum Beispiel die YouTube-App nur im WLAN genutzt werden können.

Bei iOS 9.0.1

Bild

Bei iOS 9.1 (Public Beta)

Bild

Anmerkung: Auf dem iPhone 4S (mit iOS 9) gibt's WLAN Assist nicht, weil das Gerät keine 4G-/LTE-Verbindungen herstellen kann.

Nicht mit «WiFi Calling» verwechseln!

Für zusätzliche Verwirrung sorgen neue Telefonie-Technologien wie Voice over LTE (VoLTE) und WiFi Calling, die von den Schweizer Mobilfunkanbietern Swisscom, Sunrise und Salt (ehemals Orange) in diesem und im nächsten Jahr lanciert werden.

Ende August hat Swisscom per Medienmitteilung angekündigt, dass die Kunden «dank WiFi Calling ihre Handygespräche über jeden beliebigen WLAN-Zugang führen» können. Es geht in erster Linie darum, den Mobilfunk-Empfang in Gebäuden zu verbessern.

Mit WiFi Calling wählt das Smartphone automatisch das WLAN-Netz für Gespräche, wenn dieses die bessere Verbindung bietet. Die neue Funktion lässt sich bislang allerdings erst mit wenigen Mobilgeräten der neusten Generation aktivieren, wie etwa dem Samsung Galaxy S6 (Edge). Bis Ende Jahr sollen aber weitere Smartphones folgen. Allen voran Apple mit dem iPhone, aber auch andere bekannte Hersteller wie HTC, Huawei, Microsoft, Samsung und Sony.

WiFi Calling ist für alle aktuellen Handy-Abos von Swisscom verfügbar und wird wie ein normales Handygespräch verrechnet. Der Swisscom-Mediensprecher Olaf Schulze erklärt: «Sobald die Gerätehersteller die entsprechende Software für ihr Smartphone bereitstellen, ist das Gerät fit für das mobile Telefonieren über das Datennetz.» Die Kunden würden per SMS über die Lancierung der neuen Funktion informiert. Dann müsse diese noch in den Einstellungen aktiviert werden.

Das bietet iOS 9 fürs iPhone und iPad

Error
Cannot GET /_watsui/filler/
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Offener Brief an den Bundesrat – die Corona-Warn-App soll möglichst breit getestet werden

Aus der Zivilgesellschaft erhält der Gesundheitsminister konkrete Vorschläge, wie die geplante Proximity-Tracing-App trotz Verzögerung ein Erfolg werden kann.

Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft haben Gesundheitsminister Alain Berset einen offenen Brief geschrieben zur geplanten Schweizer Corona-Warn-App. Diese App heisst nun übrigens offiziell «Swiss PT-App» (wobei die Abkürzung für Proximity Tracing steht.

Die Unterzeichnenden (siehe unten) geben ihrer Sorge Ausdruck, dass die nun anlaufende Testphase, die der Bundesrat als «Pilotphase» bezeichnet, nicht ausreicht. Statt Tests im stillen Kämmerlein brauche es eine grosse Beteiligung.

Es …

Artikel lesen
Link zum Artikel