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ZUR AUFSICHTSBESCHWERDE ZUM VERKAUF DER THERME VALS, AM DONNERSTAG, 23. MAERZ 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER ---- Exterior view of thermal spa Vals in Vals in the canton of Grisons, Switzerland, pictured on November 15, 2011.

Der Prachtsbau von Architekt Peter Zumthor wurde 2012 dem Investor Remo Stoffel zugesprochen. Bild: KEYSTONE

Korruption beim Kauf der Therme Vals? Bündner Regierung reicht Strafanzeige ein



Der Knatsch um die Therme im bündnerischen Vals geht in die nächste Runde: Wie die Kantonsregierung am Donnerstag gemäss «Blick»  an einer Pressekonferenz mitteilte, reicht sie Anzeige gegen Unbekannt ein. Die Staatsanwaltschaft soll prüfen, ob beim Verkauf der Therme im Jahr 2012 Korruption im Spiel war. 

Die Bündner Regierung folgt mit ihrem Entscheid einer Empfehlung des Anti-Korruptionsexperten Mark Pieth, schreibt der «Blick». Der Strafrechtsprofessor sieht Klärungsbedarf, ebenso will die Regierung die Vorwürfe aus dem Weg schaffen, die der Staatsrechtler Rainer J. Schweizer 2015 gegenüber dem «Tages-Anzeiger» erhoben hatte. Schweizer bezeichnete den Kauf der Therme Vals damals als einen der grössten Korruptionsfälle in Schweizer Gemeinden.

Im Zentrum der Posse steht der umtriebige Investor Remo Stoffel, der auch einen Turmbau im Dorf plante. Stoffel, selbst ein Valser, hatte sich an der Gemeindeversammlung vor fünf Jahren als Käufer gegen den Thermeschöpfer und Stararchitekten Peter Zumthor durchgesetzt. Der Kaufpreis für die Therme und das dazugehörende Hotel belief sich auf 7,8 Millionen Franken. 

Remo Stoffel, managing director of Swiss Priora Holding AG poses in front of a picture of the planned '7132 hotel' after a news conference in the town of Kloten near Zurich March 25, 2015. Stoffel presented plans to built the '7132 hotel', a 381 metres (1,250 ft) high tower in the eastern Swiss mountain resort of Vals. the building would be the highest in Europe and the highest hotel in the world.   REUTERS/Arnd Wiegmann

Remo Stoffel vor einer Simulation der «Femme de Vals», seines Turmprojektes. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Eine Gruppe Dorfbewohner um den Schriftsteller Peter Schmid, die damals aufseiten des Architekten Peter Zumthor stand, hatte die Abstimmung scharf kritisiert. Bis heute wisse man nicht, sagte Schmid vergangenes Jahr gegenüber dem «Tages-Anzeiger», ob es beim Kauf der Therme eine geheime Abmachung gegeben habe, die das Dorf Millionen kostete.

Dazu verpflichtete sich Stoffel, rund 50 Millionen Franken zu investieren, das Hotel zu renovieren und ein weiteres Haus mit 70 Zimmern zu bauen. Stoffel rechnete zusätzlich zu den 7,8 Millionen Franken 4 Millionen Zuschuss vom Kanton mit ein – als Wirtschaftsförderung. Diesen Betrag hatte der Kanton offenbar in Aussicht gestellt. Doch die 7,8 Millionen hat Stoffel nie bezahlt. Konkret flossen 1,8 Millionen. Für die verbleibenden 6 Millionen habe er mit der Gemeinde vereinbart, dass in die Infrastruktur investiert werde. Bis jetzt konnten sich die Parteien aber noch nicht auf ein Projekt einigen. (dwi)

Stoffels Mega-Projekt: Der Turm in Vals

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