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Merkel und Macron rufen zu mehr Anstrengungen beim Klimaschutz auf



Angela Merkel und Emanuel Macron haben zum Schlussteil der Klimakonferenz in Bonn zu mehr Anstrengungen aufgerufen. Paris sei erst der Anfang, sagten sie. Merkel übte auch Selbstkritik, gerade bei der deutschen Kohle-Politik.

Der Klimawandel sei «die zentrale Herausforderung der Menschheit», sagte die deutsche Bundeskanzlerin Merkel am Mittwoch in Bonn zum Auftakt des zweitägigen Ministerteils der Klimakonferenz. Diese «Schicksalsfrage» entscheide über das Wohlergehen aller.

Deshalb müsse das Pariser Klima-Abkommen umgesetzt werden, mit Vertrauen und Verlässlichkeit. Paris sei erst der Anfang. Auch Deutschland müsse konkrete Schritte unternehmen. Das sei auch für ihr Land nicht einfach. Sie räumte ein, dass noch «ein ganzes Stück fehlt».

Deutschland als ein Land, das noch in hohem Masse Kohle verwende, müsse einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Pariser Ziele zu erreichen. Dabei gehe es auch um Arbeitsplätze und die Bezahlbarkeit der Energie. Die nächsten Tage der Sondierungsgespräche für eine neue Regierungskoalition würden zeigen, wie diese «harten Fragen» gelöst werden könnten.

Klimaforschung sichern

Auch Merkels Nachfolger auf der Rednerliste, Frankreichs Präsident Emanuel Macron, betonte, dass Paris nur der Ausgangspunkt sei. Es brauche jetzt starke Engagements. Und die müssten «klar und bestimmt» sein.

Der Wegfall der USA bei der Finanzierung der Klimaforschung, namentlich des Weltklimarats IPCC, solle von der Europäischen Union (EU) aufgefangen werden, schlug er vor und erntete dafür Applaus im Saal.

Frankreich werde bis Ende 2021 alle Kohlekraftwerke stilllegen, sagte Macron weiter. Auch wolle sein Land erneuerbare Energie stärker fördern. Frankreichs Präsident wird am 12. Dezember Gastgeber eines Klima-Gipfels sein, zwei Jahre nach Verabschiedung des Klima-Abkommens.

Weiter und schneller

Eröffnet wurde der Schlussteil der zweiwöchigen Klimakonferenz von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres. Er rief die Staatengemeinschaft dazu auf, beim Klimaschutz weiter und schneller voranzugehen. Der Klimawandel sei «die bestimmende Gefahr unserer Zeit».

Es gelte, die Treibhausgasemissionen zu verringern, Anpassungen zu verstärken und den schwächsten Opfer des Klimawandels finanziell zu helfen. Noch letztes Jahr seien schätzungsweise 825 Milliarden Dollar in fossile Brennstoffe und Wirtschaftsbereiche mit hohen Emissionen investiert worden.

Dies seien «Investitionen in eine nicht nachhaltige Zukunft». Die Wirtschaft profitiere, wenn sie klimafreundlich ausgerichtet werde. Ein Mittel dazu sei der Emissionshandel, ein «Schlüsselinstrument» zum Senken der Treibhausgasemissionen.

Es müsse das Ziel aller sein, «eine sichere Welt des Friedens, Wohlstands, der Würde und Möglichkeiten für alle Menschen auf einem gesunden Planeten zu errichten».

Konkret handeln

Nach Guterres richtete sich der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an die Delegationen aus rund 200 Staaten. Er betonte dabei die Verantwortung der Industriestaaten gegenüber Entwicklungsländern und kleinen Inselstaaten. Paris sei erst ein Erfolg, wenn der Vereinbarung auch Taten folgten. Alle seien nun «in der Pflicht, konkret zu handeln» und dabei sei Eile geboten.

Die internationale Politik sei «ein schwerfälliger Tanker, vor allem, wenn er einmal richtig in Fahrt gekommen ist», sagte Steinmeier. Mit Blick auf die US-Regierung, die aus dem Pariser Abkommen aussteigen will, fügte er hinzu, vielleicht wolle «so mancher, der sich heute noch von der Kommandobrücke ins Beiboot verabschiedet, in ein paar Jahren doch wieder an unser grosses Schiff andocken».

Der Ministerteil der Klimakonferenz in Bonn geht am Donnerstag weiter. Dann wird sich auch die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard an die Konferenzteilnehmer richten. Die UNO-Klimakonferenz endet offiziell am Freitag. (sda)

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