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USA schieben kranken Iraker ab – Wochen später ist er tot



Jimmy Aldaoud verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in den Vereinigten Staaten. Geboren wurde er in Griechenland und zog als kleines Kind in die USA um. Im Irak lebte er nie, auch Arabisch sprach er nicht, doch er hatte die irakische Nationalität.

Aldaoud gehörte einer Minderheit im Irak an. Den Chaldäern, welche einen katholischen Glauben haben und ihre Ursprünge im alten Mesopotamien haben. Also im heutigen Irak. Dort besteht ein hohes Risiko, dass sie von der Terrormiliz «IS» gefoltert oder getötet werden könnten.

Die Trump-Administration hat dennoch die definitive Abschiebung von rund 1000 irakischen Staatsbürgern in Angriff genommen. Darunter sind auch Chaldäer, wie etwa Jimmy Aldaoud.

«Bitte, ich habe dieses Land nie gesehen, ich war noch nie dort.»

Jimmy Aldaoud

Der 41-Jährige wurde im Juni dieses Jahres in Detroit aufgeschnappt und mit einem kommerziellen Flug in den Irak gebracht. Er habe die Agenten der Migrationsbehörden angefleht und sich gegen die Abschiebung gewehrt, erzählt Aldaoud in einem Facebook-Video, das vor wenigen Wochen in Bagdad aufgenommen wurde. «Bitte, ich habe dieses Land nie gesehen, ich war noch nie dort.»

Doch das Migrationsamt kannte keine Gnaden.

Aldaoud stirbt in Bagdad

Nun meldet das normalerweise sehr gut informierte Magazin Politico, dass Jimmy Aldaoud im Irak gestorben sei. Demnach sei es dem Mann zum Verhängnis geworden, dass er im Bagdad kein Insulin besorgen konnte, um seine Diabetes zu behandeln.

Edward Bajoka, ein Migrations-Anwalt, welcher der Familie von Aldaoud nahe steht, schreibt auf Facebook: «Ruhe in Frieden Jimmy. Dein Blut klebt an den Händen der Migrationsbehörden und dieser Administration.»

Aldaoud litt nicht nur unter Diabetes, sonder auch an psychischen Problemen und Schizophrenie. Er sass wegen eines Einbruchs für 17 Monate in einem US-Gefängnis.

Trotz seiner Krankheiten entschied sich die Migrationsbehörde, Aldaoud abzuschieben. Der demokratische Abgeordnete Andy Levin aus Michigan schrieb in einem Statement: «Meine republikanischen Kollegen und ich haben wiederholt die Exekutive aufgefordert, die Abschiebung solcher gefährdeten Menschen einzustellen. Jetzt ist jemand gestorben.»

Die Trump-Administration könnte die Abschiebungen jederzeit stoppen, hat bisher aber noch keine Stellung genommen zum Todesfall.

Die irakische Regierung hat sich erst 2017 bereit erklärt, Deportierte aufzunehmen, nachdem sie sich zuvor geweigert hatte, bei der Repatriierung zu kooperieren. «Reuters» berichtete damals, dass die Konzession Teil einer Vereinbarung war, den Irak von Trumps «Travel-Ban» zu nehmen. (cma)

Omar Mohammed war Augenzeuge brutaler Gewalt

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karl Marx 09.08.2019 08:42
    Highlight Highlight Seit wann sind Krankheiten oder das fehlen von Medikamenten Asylgründe?
  • Kaspar Floigen 09.08.2019 08:22
    Highlight Highlight "Give me your tired, your poor, your huddled masses yearning to breathe free."
  • sunnigs Türkis 09.08.2019 07:23
    Highlight Highlight Was für eine Schande für die USA!!!
    Leider wird es noch viele solche Geschichten geben solange diese Regierung an der Macht ist!
    Traurig...
  • Heinzbond 09.08.2019 05:41
    Highlight Highlight Es ist wohl endgültig geschichte: land of the free...
  • DemonCore 09.08.2019 02:12
    Highlight Highlight In den USA besteht mangels eines brauchbaren Gesundheitswesen eine psychiatrische Behandlung in der Regel aus einem Gefängnisaufenthalt. Ein kleiner Teil der Bevölkerung kann sich die Behandlung bei Fachleuten leisten.
  • Re Né 09.08.2019 00:28
    Highlight Highlight Was betreibt Ihr hier wieder für ne Propaganda? Erst Tränendrüse und erst ganz am Ende des Artikels wird erwähnt, daß er in den USA ein Straftäter war und dahingehend verurteilt wurde. Eine Ausschaffung ist daher völlig legitim. Und was bitteschön können Amerikaner dafür, wenn er im Heimatland kein Insulin bekommt?
    Ein tragisches Schicksal, aber letztlich doch selbst verschuldet.... 🤷🏼‍♂️
    • Mr. Malik 09.08.2019 09:49
      Highlight Highlight Hui da liest jemand aber sehr selektiv...

      Aldaoud litt nicht nur unter Diabetes, sonder auch an psychischen Problemen und Schizophrenie..

      steht auch noch...

      Er lebte mehr in den USA (fast sein gesamtes Leben), als im Irak (gar nicht)...
      Aber klar, in den Irak mit dem Psychisch kranken..
      Schliesslich sass er 17 Monate im Gefängnis.. aus den Augen aus dem Sinn..

      Dieses Beamtendenken bei vielen lässt mich böses vorahnen...
    • Samurai Gra 09.08.2019 09:53
      Highlight Highlight Er konnte nicht mal Arabisch.
      In der Schweiz nennt sich das Härtefall
    • ingmarbergman 09.08.2019 09:59
      Highlight Highlight Wie kann ein Land Heimat sein, das man noch nie betreten hat?

      Schräge Definition die du da hast. Sprichst du auch von Papierlischwiizer?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 08.08.2019 23:33
    Highlight Highlight So leid es mir für den Herren tun. That's Amerika nun.
    • Funny 09.08.2019 03:30
      Highlight Highlight Das ist Amerika Nonne?
    • Heinzbond 09.08.2019 05:42
      Highlight Highlight Der Niedergang ist kaum aufzuhalten, Land of the free....
    • Jo Blocher 09.08.2019 05:52
      Highlight Highlight Steigbügelhalter!
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdvocatusDiaboli 08.08.2019 23:29
    Highlight Highlight Dieser Artikel scheint wieder nur auf anti-Trump Meinungsmache ausgelegt zu sein, als auf echte Aufklärung über eine schreckliche, vermutlich sehr komplizierte Situation.

    "(Er) zog als kleines Kind in die USA"

    Hat er bzw. seine Familie auch Einbürgerungsversuche unternommen? Wenn ja, warum wurden diese abgelehnt?

    Falls nein kann man durchaus sagen er ist selber schuld an der Abschiebung, da er sich auch noch Strafbar machte. Gibt es Details zu seinem Einbruchsdelikt?

    Warum konnte er nicht in die EU zurück?

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