Griechenland
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«Schluss mit den Spielchen» – Griechenland soll Ausland-Konten seiner Steuerhinterzieher sperren



German Economy Minister Sigmar Gabriel attends a news conference in Berlin March 18, 2015, on Germany's budget and financial plan for 2015 to 2019.
      REUTERS/Axel Schmidt (GERMANY  - Tags: POLITICS BUSINESS HEADSHOT)

Der deutsche SPD-Politiker Sigmar Gabriel fordert Griechenland zum Handeln auf.  Bild: AXEL SCHMIDT/REUTERS

Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel schlägt Griechenland vor, die Konten griechischer Steuerhinterzieher EU-weit zu sperren. Das Angebot von Kontosperrungen sei dem griechischen Ministerpräsident Alexis Tsipras bereits in der Vergangenheit unterbreitet worden.

Konkret gehe es darum, «Konten von wohlhabenden griechischen Bürgern einzufrieren, die ihrem Heimatland Steuern schulden», sagte Gabriel der «Rheinischen Post» am Samstag. Dieses Angebot stehe, die griechischen Finanzbehörden müssten dafür aber «schon selbst tätig werden», sagte der SPD-Chef.

«Jetzt ist Schluss»

Mit den «Spielchen», die die neue griechische Regierung seit Wochen treibe, müsse «jetzt endlich mal Schluss» sein. Gabriel betonte, er könne sich «beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand in Athen wirklich ernsthaft mit dem Gedanken spielt, Europa den Rücken zuzukehren und sich Moskau in die Arme zu werfen».

Die griechische Regierung sucht zurzeit engere Beziehungen zu Russland. Tsipras reist am kommenden Mittwoch nach Moskau. Am 9. Mai nimmt er an den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Kriegsendes in der russischen Hauptstadt teil.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der britische Premierminister David Cameron und Frankreichs Staatschefs François Hollande sagten angesichts der Ukraine-Krise dagegen ab. (viw/sda/afp)

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