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Migranten-Beratungszentrum in Tunesien wenig aufgesucht

02.08.17, 02:08


Das im März von Deutschland in Tunesien eröffnete Beratungszentrum für Migranten wird laut einem Medienbericht wenig genutzt. Bis Mitte Juli liessen sich 330 Tunesier beraten, darunter elf Rückkehrer. Die deutsche Regierung rechnete mit 2000 Beratungen im ersten Jahr.

Dies berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Mittwoch unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Mit dem Zentrum sollen Ausbildungs- und Arbeitsplätze vermittelt sowie Unternehmensgründungen gefördert werden. Es ist Teil eines umfangreichen Rückkehrerprogramms.

Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller verteidigte die Einrichtung: «Das Beratungszentrum bietet konkrete und handfeste Unterstützung für Rückkehrer und die Menschen vor Ort», sagte Müller den Zeitungen. Damit würden gerade auch für die junge Generation Zukunftsperspektiven geschaffen.

Der migrationspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, sagte dagegen, es sei nicht verwunderlich, «dass es in dem Zentrum ruhiger ist, als es sich der CSU-Minister erhofft». Tunesier suchten realistische, legale Einreisemöglichkeiten nach Europa, diese biete die Beratungsstelle nicht. «Wer nichts anzubieten hat, der wird auch nicht ernst genommen», sagte Beck.

Im ersten Halbjahr 2017 hat sich die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland in die Maghreb-Staaten nach Informationen der Zeitungen der Funke Mediengruppe deutlich erhöht. Mit 623 Abschiebungen nach Algerien, Marokko und Tunesien habe sich die Zahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht.

Bis Ende Juni 2016 wurden demnach 166 Menschen in die Maghreb-Staaten abgeschoben, im gesamten Jahr 2016 waren es 398. Im Gegensatz zu diesem Trend habe sich die Gesamtzahl der Abschiebungen im ersten Halbjahr 2017 aber verringert - von 13'743 im ersten Halbjahr 2016 auf 12'545 von Januar bis Juni dieses Jahres. (sda/dpa/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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