International

U-Boot-Bauer Madsen misshandelte laut Anklage Journalistin vor Mord

23.01.18, 15:51

Kim Wall. Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Der tatverdächtige dänische Erfinder Peter Madsen hat die Journalistin Kim Wall nach Ansicht der Staatsanwaltschaft vor dem Mord misshandelt und gefoltert. Das geht aus der Anklageschrift hervor, die am Dienstag komplett veröffentlicht wurde. In der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, der Mord sei geplant und vorbereitet gewesen.

Laut Anklageschrift nahm Madsen deshalb unterschiedliches Werkzeug mit an Bord des U-Bootes, darunter eine Säge, Messer und spitze Schraubenzieher. Er habe die 30 Jahre alte Journalistin an Kopf, Armen und Beinen gefesselt, sie geschlagen, auf sie eingestochen und sie dann getötet, schreiben die Ermittler.

Der Erfinder selbst bestreitet einen Mord und gibt an, Walls Tod an Bord des U-Bootes sei ein Unfall gewesen. Die Staatsanwaltschaft verlangt lebenslange Haft oder Sicherungsverwahrung für Madsen, den sie als gefährlich einstuft. Der Prozess beginnt am 8. März in Kopenhagen. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • SemperFi 23.01.2018 16:24
    Highlight Ich finde es ehrlich gesagt unnötig und widerlich, hier die Details über den schrecklichen Tod von Kim Wall auszubreiten. Genau so gut kann ich auf Details im Fall Rupperswil verzichten.
    28 38 Melden
    • Charlie B. 23.01.2018 16:50
      Highlight Verzichte doch allgemein auf News wenn Mord oder Tod im Titel vorkommt.
      59 14 Melden
    • trio 23.01.2018 18:09
      Highlight @Charlie B.
      Ist nicht ganz dasselbe, oder?
      6 8 Melden
    • Silent_Revolution 23.01.2018 18:15
      Highlight Anscheinend nicht, denn der Titel suggeriert ja bereits Details im Artikel, dennoch hast du aus Interesse geklickt und gelesen.

      Zudem scheinst du dich ja nicht generell an der Berichterstattung solcher Ereignisse zu stören nur daran, dass Details wahrheitsgetreu verwendet werden.

      Hier extra eine zensierte Version für dein Wohlbefinden:
      "Madsen hat Kim Wall mit einem Regenbogenmesser zu Tode geritzt, beide haben sich bestens verstanden und gelacht bis zur letzten Sekunde!"
      19 6 Melden
    • SemperFi 23.01.2018 21:43
      Highlight @Silent_Revolution: Sie haben es nicht begriffen. Um mein Wohlbefinden brauchen Sie sich definitiv keine Sorgen zu machen. Ich weiss, dass die Welt kein Ponyhof ist. Ich mache mir mehr Gedanken zu journalistischer Ethik, zum Mehrwert von solchen Meldungen und zu dem, was mit solchen Berichten den Freunden, Verwandten und Kollegen der Opfer über Monate und Jahre angetan wird.
      20 11 Melden
    • Silent_Revolution 24.01.2018 01:10
      Highlight Man darf das in Frage stellen, nur sollte man dabei nicht vergessen, dass der Konsument (du) die Hauptschuld trägt.

      Wenn sich jemand wirklich derart über solche Meldungen empören würde wie du es vorgibst, dann klickt derjenige bestimmt nicht mit Vorsatz auf einen solchen Artikel, liest und kommentiert ihn.

      Dem heutigen Onlinejournalismus, der für uns gratis zur Verfügung steht ist es egal, ob du negatives oder positives Feedback postest. Er generiert sein Einkommen durch Klickzahlen womit Werbepartner gewonnen werden.

      Die Empörung im Kommentarbereich ist mehr Segen als Fluch für das Medium
      6 2 Melden
    • SemperFi 24.01.2018 08:15
      Highlight @Charlie B. Das ist ja wirklich ein hilfreicher Tipp! Ich finde es auch widerlich, wenn ich es nicht lesen muss. Ich kann damit umgehen. Ich denke eher an die Schulkollegen und Freunde der Opfer, die immer wider mit solchen unnötigen Details konfrontiert werden und das über Monate und Jahre, obwohl zum Beispiel der oben
      4 4 Melden
    • Knut Atteslander 24.01.2018 12:10
      Highlight Sind die Verwandten alle in die Schweiz ausgewandert? Hab ich was verpasst?
      0 3 Melden
    • SemperFi 24.01.2018 15:21
      Highlight @Knut Atteslander: Abgesehen davon, dass man auch in Dänemark Internet hat, haben Sie nichts verpasst. Ich habe deshalb explizit auch auf Rupperswil verwiesen.
      3 0 Melden
    • Silent_Revolution 24.01.2018 16:44
      Highlight Du scheinst nicht zu verstehen, du darfst es nicht lesen und kommentieren, wenn du tatsächlich dieser Überzeugung wärst. Denn damit unterstützt du genau diese Form des Journalismus.

      Was du tust, ist zu vergleichen mit einem Konsumenten von Billigstfleisch, der sich über die Zustände in der Massentierhaltung beschwert, obschon es Alternativen für seinen Konsum gäbe.

      Du wirst nicht genötigt, diesen Journalismus zu konsumieren.

      Zu guter Letzt wage ich zu behaupten, dass dir sowohl Schulkollegen als auch Freunde und Familie eines Gewaltopfers irgendwo in Dänemark ziemlich egal sind.
      2 3 Melden
    • trio 24.01.2018 17:52
      Highlight @Silent_Revolution
      Dieser Vergleich stimmt hinten und vorne nicht. Wie soll man sich kritisch zu einem Artikel äussern, wenn ich ihn nicht mal selber gelesen habe.
      Beim Billigfleisch würde man ja nicht den Geschmack bemängeln, sondern die Hintergründe. Dafür muss man das Fleisch nicht vorher probieren um es zu kritisieren.
      3 1 Melden
    • SemperFi 24.01.2018 19:21
      Highlight @Silent: Sie dürfen nicht von sich auf andere schliessen. Nur weil für Sie Empathie ein Fremdwort ist, muss es das für mich nicht auch sein.
      3 2 Melden
    • Silent_Revolution 24.01.2018 21:14
      Highlight @ trio

      Bei einem Artikel mit dem Titel "U-Boot-Bauer Madsen misshandelte laut Anklage Journalistin vor Mord" ist klar was dich erwartet. Und wer die Details nicht lesen will, klickt das auch bestimmt nicht an.

      Ihr habt einfach nicht verstanden wie frei verfügbarer Journalismus funktioniert. Der Klick ist immer eine Unterstützung und Empörung meist noch wirksamer als Zustimmung.

      Der Leser wird deswegen auch gerne mal provoziert durch Artikel wie "Veganer - Fleischesser" "Rechts - links" u.v.m

      Die einzig sinnvolle Form der Kritik ist in diesem Fall das Ignorieren unliebsamer Artikel.
      0 2 Melden
    • redeye70 26.01.2018 12:55
      Highlight Gerade Angehörige wollen die genauen Umstände wissen, weil es der Bewältigung dient. Diese sind in der Regel vor den Medien im Detail informiert. Wir als Leser könben immer noch selektieren.

      Traumatische Erlebnisse bewältigt man am besten wenn man sich damit konfrontiert und darüber reden kann. Ich kenne Leute, die haben damals Angehörige verloren beim Attentat im Zuger Parlament, erlebten es direkt oder standen mit den Rettungskräften im Einsatz. Diejenigen die es verdrängten traf es später umso heftiger.
      0 1 Melden
    • SemperFi 26.01.2018 15:36
      Highlight @redeye70: Natürlich, das sollen Sie auch, aber professionell begleitet und nicht durch die Boulevardpresse oder den Nachbarn, der es in der Zeitung früher gelesen hat.
      1 1 Melden

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