Frauenstreik
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Frauen dürfen in Bern und Biel streiken – wenn sie dafür frei eingeben



Die Städte Bern und Biel anerkennen eine Teilnahme ihrer Angestellten am Frauenstreiktag vom 14. Juni. Wer am Frauenstreik teilnimmt, muss in beiden Städten aber Überstunden kompensieren oder einen Ferientag beanspruchen.

Die Stadt Bern legt auf den Frauenstreiktag keine Sitzungen oder wichtige Termine, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte. Zudem finden unter dem Motto «Solidarität für Frauen - Solidarität unter Frauen» auch in der Stadtverwaltung Aktionen statt.

Die Bundesstadt gestattet ihren Angestellten im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten die Teilnahme am Frauenstreik. Die Zeit dafür gehe zu Lasten des Gleitzeit-, Überstunden oder Ferienkontos der betreffenden Mitarbeitenden, heisst es in der Meldung weiter.

Die Stadt Biel handhabt dies ebenso: wenn es die betrieblichen Verhältnisse erlauben, kann jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter in Absprache mit dem oder der Vorgesetzten frei nehmen. Dafür müssen beispielsweise Überstunden kompensiert oder ein Ferientag bezogen werden, wie die Stadt am Mittwochabend mitteile.

Obwohl Biel in Sachen Gleichberechtigung gut dastehe, wolle man die Mitarbeitenden wenn immer möglich die Gelegenheit geben, am Frauenstreik teilzunehmen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Kein Streik, sondern politische Kundgebung

Auch der Kanton Bern handhabt die Teilnahme im Endeffekt gleich. Aus seiner Sich erfüllt der Frauenstreik formell nicht die Erfordernisse an einen Streik gemäss Personalgesetz.

Dazu müsste der Anlass mit konkreten Forderungen in Verbindung stehen, die sich gegen Erlasse des Regierungsrats richten. Zu diesen Forderungen müssten zudem gescheiterte Schlichtungsverhandlungen voraus gegangen sein.

Für den Kanton Bern ist der Frauenstreik eine politische Kundgebung, an der Mitarbeitende in ihrer Freizeit teilnehmen können. Das Personalamt empfiehlt den vorgesetzten Stellen, entsprechende Gesuche wohlwollend zu prüfen und eine Teilnahme nur in ausserordentlichen Fällen aus betrieblichen Gründen zu verwehren.

Eine Teilnahme unter Anrechnung der Arbeitszeit schliesst der Kanton Bern explizit aus. (sda)

1. Mai- Demo steht im Zeichen des Frauenstreiks

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 16.05.2019 15:29
    Highlight Highlight sehr grosszügig von den HERREN der geschäftsleitung, dass die frauen an die demo DÜRFEN.
    Als frau würde ich jetzt erst recht streiken. Und nicht demonstrieren.
  • andrew1 16.05.2019 10:42
    Highlight Highlight Erübrigt sich sowiso doeser frauenstreik. Heute sind männer mit späterer rente, wehrpflicht, scheidungen und sorgerechtsstreit massiv benachteiligt und die frauen bevorzugt. Wenn man sowiso schon bevorzugt wird noch mehr zu fordern und zu streiken ist schon sehr dreist.
  • Armend Shala 16.05.2019 08:01
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • DerMeiner 16.05.2019 07:46
    Highlight Highlight Man regt sich also darüber auf, dass ihr verlängertes Wochenende nun nicht mal bezahlt wird.

    Bekämen die männlichen und weiblichen Kollegen, die keine Lust (und/oder gesunden Menschenverstand) haben dann einen freien Tag geschenkt?
  • Basti Spiesser 16.05.2019 07:36
    Highlight Highlight Um was gehts genau?
  • a-minoro 16.05.2019 07:02
    Highlight Highlight Dieser Streik hätte m.E. sowieso unter der Woche, z.B. am Mittwoch morgen, stattfinden sollen. Schade, so verkommt dieser 'Streik' leider zur gewöhnlichen Demo. Diejenigen, welche gleitende Arbeitszeiten oder einen flexiblen Arbeitgeber haben, werden es sich am Freitag easy einrichten können und anwesend sein. Andere nehmen halt einen halben Tag Urlaub. Aber eben, der Effek einer Demo ist leider nicht der gleiche wie der eines Streikes. Trotzdem: gute Sache!
    • flying kid 16.05.2019 07:52
      Highlight Highlight Es ist ja auch eine Demo und kein Streik 🤷🏼‍♂️
  • sunshineZH 16.05.2019 06:54
    Highlight Highlight Richtig so!
    Was muss man überhaupt darüber diskutieren? Wer an dieser Demo mitmachen will soll freinehmen, ganz einfach. Und es muss auch auf niemanden Rücksicht genommen werden, es ist einfach ein ganz normaler Tag.
  • p4trick 16.05.2019 06:31
    Highlight Highlight Äh ja so wird das in wahrscheinlich jeder Firma gehandhabt dieser "Streik"
  • Roterriese 16.05.2019 06:00
    Highlight Highlight "Aus seiner Sich erfüllt der Frauenstreik formell nicht die Erfordernisse an einen Streik gemäss Personalgesetz."

    Ist so. Streik scheint das Modeunwort des Jahres 2019 zu werden. Es ist auch nicht wirklich ein Klimastreik.
    • Weiterdenker 16.05.2019 08:15
      Highlight Highlight Danke sehr, das dachte ich mir beim Klima-"Streik" schon dutzende Male. Auch wenn das Klima definitiv beginnt zu streiken, wenn sich nicht bald ändert, wie wir damit umgehen.
    • Eh Doch 16.05.2019 11:01
      Highlight Highlight Wenns um Klima oder Frauen geht ist der Rote Riese nicht weit ^^

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