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E-Vignette soll freiwillig bleiben



Die Vignette 2018 ist orange metallic und kostet weiterhin 40 Franken. (Bild: ZVG)

Bald auch in elektronischer Form?

Es darf weiterhin geklebt werden. Der Bundesrat hat beschlossen, die E-Vignette nur auf freiwilliger Basis einzuführen. Der Gegenwind in der Vernehmlassung war zu stark.

Die elektronische Erhebung der Nationalstrassenabgabe stiess zwar grundsätzlich auf Zustimmung. Die Pläne des Bundesrats, für die Kontrolle der E-Vignette ein Kamerasystem zum Abgleich des Nummernschilds aufzubauen, wurden jedoch als unverhältnismässig beurteilt. Bedenken gab es auch wegen des Datenschutzes.

Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat das Finanzdepartement beauftragt, bis Mitte 2019 eine Vorlage für eine freiwillige E-Vignette auszuarbeiten. Fahrzeughalter sollen wählen können, ob sie weiterhin eine Klebeetikette am Fahrzeug anbringen oder ob sie die Abgabe elektronisch entrichten wollen.

Wer sich für die elektronische Variante entscheidet, müsste das Kontrollschild seines Fahrzeuges über eine App im System registrieren. Kontrollen sollen wie bisher von der Polizei und vom Zoll durchgeführt werden. Eine Preiserhöhung ist nicht geplant.

Mit der freiwilligen E-Vignette senkt der Bundesrat das Risiko eines erneuten Absturzes an der Urne. 2013 hatte das Stimmvolk die Erhöhung des Vignettenpreises von 40 auf 100 Franken abgelehnt. 2016 erteilte das Parlament dem Bundesrat den Auftrag, eine Vorlage für eine E-Vignette auszuarbeiten.

Mitte 2017 schickte die Regierung einen Vorentwurf in die Vernehmlassung. Dieser sah vor, die Nationalstrassenabgabe künftig elektronisch zu erheben. Den Gegnern wollte er die E-Vignette mit tieferen Preisen für Motorräder und Anhänger versüssen. Die Investitionskosten veranschlagte der Bundesrat auf 50 bis 75 Millionen Franken, die Betriebskosten auf 35 Millionen Franken.

Die E-Vignette hatte jedoch schon im Vorfeld Bedenken bezüglich des Datenschutzes ausgelöst – dies umso mehr, als die Kontrollanlagen auch von Dritten betrieben werden sollten. Der Bundesrat wies darauf hin, dass bei der Registrierung Daten erhoben würden, die von den Kantonen ohnehin schon erfasst würden. (aeg/sda)

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Video: srf

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • G-Man 21.11.2018 17:41
    Highlight Highlight War gerade vor ein paar tagen völlig begeistert dass österreich so ein system hat - endlich keinen kleber mehr am auto wegen 9 tagen durchfahrt. Aber als ich gsehen hatte dass die vignette 16 tage im voraus gekauft werden muss war die freude vorbei - das ist dann schade wenn man ein system hat, dieses aber nicht richtig gebraucht werden kann.
  • Nelson Muntz 21.11.2018 17:28
    Highlight Highlight geht die E-Vignette auch mit dem Motorrad?
  • Pixie13 21.11.2018 16:33
    Highlight Highlight Ui, wusste gar nicht, dass da was in Planung ist.
    Ich würde sofort auf die E-Variante umsteigen! Endlich keine mühsame Fummeli mehr mit dem Wegnehmen der alten Vignette.
    Ähnliche Bezahlsystem gibts ja schon im Ausland, u.a. die USA. Ich fände es praktisch.
  • AlienTechnologie 21.11.2018 16:09
    Highlight Highlight Über den Datenschutz müssen wir uns keine Sorgen machen. Seit wir in der Schweiz Kabelaufklärung eingeführt haben, weiss der Staat sowieso alles über jeden Bürger.

    Natürlich ist es aufschlussreich, zu wissen wann und wo sich die einzelnen Fahrzeuge aufhalten. Der Geheimdienst hat jedoch schon das Werkzeug dazu, wenn auch etwas umständlicher.
  • Past, Present & Future 21.11.2018 15:54
    Highlight Highlight Wie verhält sich die e-Vignette dann bei Fahrzeugen mit Wechselschildern? Wird da die Abgabe nur 1x erhoben?
  • SDF 21.11.2018 15:21
    Highlight Highlight kompliziert.... kann man die ausländischen Fahrzeuge nicht anders besteuern? Der Verwaltungaaufwand für die Vignetten scheint gross und könnte auch über die normale Fahrzeugsteuer gelöst werden.
  • Mätse 21.11.2018 14:57
    Highlight Highlight Der Fahrzeughalter müsste sich "über eine App im System registrieren".
    Über eine normale Website, welche "responsive" ist, soll es nicht gehen oder was? Eine App ist halt cooler und tönt einfach viel besser im Zeitalter die Digitalisierung...
    • rmsb 21.11.2018 15:21
      Highlight Highlight Eine App muss nicht zwingend eine native Smartphone App sein, es kann auch eine Web-App sein. App = Applikation.
    • Scrat 21.11.2018 19:00
      Highlight Highlight @rsmb: Dann kannst Du auch gleich die Website im Browser aufrufen, anstatt zuerst die App zu installieren, die dann nur eines macht: die Website aufrufen. Die App-Hängigkeit und -Hörigkeit von Anbietern und Anwendern nimmt jedefalls langsam absurde Ausmasse an. 🤗

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