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SBB machen satten Gewinn und planen Preissenkungen – ein Sorgenkind aber bleibt

20.03.18, 09:40 20.03.18, 13:54


1,26 Millionen Passagiere haben 2017 jeden Tag die Züge der SBB benutzt. Das Unternehmen hat das Konzernergebnis gesteigert und plant Preissenkungen in einigen Bereichen. Im Güterverkehr schrieben die SBB allerdings rote Zahlen.

Die Zahl der täglichen Bahnnutzer stieg auf einen neuen Rekordwert. Bild: KEYSTONE

Das SBB-Konzernergebnis stieg im vergangenen Jahr um 18 Millionen Franken auf 399 Millionen Franken. Der Anstieg sei auf die erhöhte Produktivität sowie das bessere Ergebnis im Personenverkehr sowie von Immobilien und Infrastruktur zurückzuführen, hiess es im Communiqué der SBB.

Auch das 2016 lancierte Sparprogramm «RailFit20/30» habe zu diesem Ergebnis beigetragen, schrieben die SBB. Es sei auf Kurs und biete Handlungsspielraum, das Preis-Leistungsverhältnis für die Kunden zu verbessern. Die SBB wollen sich nach eigenen Angaben dafür einsetzen, dass die Preise auf den nächsten Fahrplanwechsel in einige Bereichen gesenkt werden.

Zudem sollen Sparbillette in der Nebenverkehrszeit bis zu 70 Prozent ermässigt werden. GA-Kunden sollen ein Gutscheinheft erhalten und der telefonische Rail Service soll ab Mai zum Orts- statt Minutentarif zur Verfügung stehen.

Mehr Stammkunden

Die Entgelte von Bund und Kantonen für Betrieb und Unterhalt der Infrastruktur, Ausbauten sowie den bestellten Regionalverkehr stiegen um 8,1 Prozent auf 2.666 Milliarden Franken. Grund seien höherer Unterhalt und Betrieb, schreibt das Bahnunternehmen.

Im Regionalverkehr erhöhte sich der Kostendeckungsgrad von 59 auf 61 Prozent. Hier seien die Entgelte von Bund und Kantonen leicht gesunken, während das Angebot leicht verbessert worden sei.

SBB Cargo streicht 800 Jobs 

SBB Cargo fuhr 2017 einen Verlust von 239 Millionen Franken ein. 2016 resultierte noch ein Ergebnis von 1 Million Franken. Im Verlust aus dem vergangenen Jahr enthalten seien der operative Verlust von 31 Millionen Franken, eine Rückstellung für die Restrukturierung von 19 Millionen Franken sowie eine Wertberichtigung von 189 Millionen Franken.

Bild: KEYSTONE

Wegen der hohen Verluste steht der Abbau von rund 800 Stellen bevor, wie SBB Cargo Anfang März ankündigte. Bis Ende 2023 sollen noch 1400 anstelle der heute rund 2200 Angestellten bei der Güterbahn arbeiten. (sda)

«Rush hour? Schweizer Staus sind sehr niedlich!»

Video: watson/Emily Engkent

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • #bringhansiback 20.03.2018 17:08
    Highlight GA-Kunden sollen ein Gutscheinheft erhalten und der telefonische Rail Service soll ab Mai zum Orts- statt Minutentarif zur Verfügung stehen.

    Aha. Ein Gutscheinheft für GA Kunden. Back to the roots würde ich da mal sagen.
    1 0 Melden
  • Graustufe Rot 20.03.2018 12:02
    Highlight Weitere Preissenkungen bei den schon eingeführten Sparbilletten für Fahrten in der Nebenverkehrszeit sind sinnvoll! Ich finde aber, Gewinne sollten in einem Reservefond deponiert werden, damit künftige Preiserhöhungen auf Abos und Einzelbillette mind. teilweise vermieten werden können.
    19 3 Melden
    • Hoppla! 20.03.2018 12:34
      Highlight Der Regionalverkehr macht keinen Gewinn. Der Fernverkehr darf bzw. muss einen angemessenen Gewinn machen. Schon nur um sich z.B. selbst zu finanzieren. Und Immobilien finanzieren wiederum andere Bereiche der SBB.

      Man muss es auch im Verhältnis sehen. Der Gewinn ist zum Umsatz ein Klacks.
      15 1 Melden
  • bintang 20.03.2018 10:29
    Highlight Das wahre Sorgenkind sitzt in Bern, dort wo die teure Uhr tickt!
    28 10 Melden
  • HabbyHab 20.03.2018 09:43
    Highlight Preissenkungen.. und Lohnkürzungen für die MA (: (aber nicht in der Führungsetage)
    57 23 Melden
    • @cyclingsimon 20.03.2018 10:15
      Highlight Warum macht eigentlich Cargo so Verlust? Ist die Schweiz zu klein oder die Schienen zu voll?
      14 1 Melden
    • Maschinist460 20.03.2018 11:04
      Highlight Das Modell für kleinere Güterkunden ist nicht attraktiv und zu wenig flexibel ausserdem viel zu teuer, da hat der Transport auf der Strasse klaren Vorteil
      10 0 Melden
    • HabbyHab 20.03.2018 11:07
      Highlight Viel Konkurrenz auf den Schienen und auf der Strasse würd ich sagen. Und Vorfälle wie Rastatt helfen da nicht wirklich.
      10 0 Melden
    • Reto32 20.03.2018 11:14
      Highlight @cyclingsimon Soviel ich weiss hat das vor allem damit zu tun, dass beim Gütertransit ein mehr oder weniger freies Markt herrscht, und die Dienste, die die SBB anbietet, halt nicht ausserordentlich wettbewerbsfähig sind. Was beim Personentransport nicht der Fall ist, weil dort die SBB per Gesetz ein Monopol geniest.
      9 7 Melden
    • bintang 20.03.2018 12:23
      Highlight Wenn man betrachtet, dass bei der Division Personenverkehr ca. 15000 Leute arbeiten, aber nicht einmal 1/3 davon direkt im operativen Bereich würde mich einmal interessieren, was die Anderen den ganzen Tag machen.
      3 9 Melden
    • Hoppla! 20.03.2018 12:35
      Highlight @Reto32

      Nicht nur. Cargo hat auch einen nicht abgegoltenen Grundauftrag.
      4 0 Melden
    • Juliet Bravo 20.03.2018 17:03
      Highlight Cargo setzt sich zusammen aus International (z.B. Hupac) und national. International steht die Cargo gemäss Ribar nicht schlecht da. National sind häufig die Wege zu kurz und die Ladungen zu klein, so dass die Strasse weit günstiger und zudem noch flexibler „produziert“. 50% der nationalen Bedienpunkte machen 90% des nationalen SBB Cargo Umsatzes. Die anderen 50% sind wenig bis sogar negativ wirtschaftlich.
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