22.05.2015, 09:4222.05.2015, 10:50
Swiss sucht im serbelnden Europa-Geschäft den Befreiungsschlag. Im Sommer 2015 führt die schweizerische Airline drei neue Economy-Tarife ein. Das geht aus einem Dokument auf der Swiss-Website hervor, das offenbar für Partner bestimmt ist.
Angekündigt hat die Airline diese Tarifstruktur an ihrer Jahres-Medienkonferenz Mitte März, allerdings ohne ins Detail zu gehen. «Swiss plant, die Tarife am 23. Juni einzuführen», bestätigt Sprecherin Sonja Ptassek auf Anfrage von watson. Dann werden sie auch auf swiss.com sicht- und buchbar sein.
Die neuen Tarife heissen «Light», «Classic» und «Flex» und sind auf allen Europa-Flügen buchbar. Im billigsten «Light»-Tarif, das Angeboten in Billigfliegern ähnelt, bezahlt man für verschiedene Dienstleistungen, die bislang inbegriffen waren.
Economy Light
- 19 Franken, um einen Koffer aufzugeben. Dieser muss online gebucht werden. Am Schalter kostet er bereits 35 Franken und am Gate 55 Franken. Am Gate noch kurz online gehen und einen Koffer Buchen ist nicht möglich.
- 12 Franken für die Sitzplatz-Reservation.
- 25 Franken für einen Sitz in der «bevorzugten Zone», das sind die ersten vier Reihen hinter dem Vorhang zur Businessklasse.
- Unterschied zu Billigfliegern wie Easyjet: Essen und Trinken bleiben gratis.
Economy Classic
- Der zweitbilligste Tarif entspricht weitgehend dem bisherigen Economy-Angebot: Koffer und Sitzplatzreservation sind im Preis inbegriffen.
Economy Flex
- Im teuersten Tarif ist alles inbegriffen, sogar eine Umbuchung. Gegen eine Gebühr wird auch der Ticketpreis zurückerstattet.
Sinken jetzt die Preise?
In einem FAQ für ihre Händler schreibt Swiss: Economy Light wird im Vergleich billiger, Economy Classic bleibt gleich und Economy Flex wird teurer. Soll heissen: Wer völlig anspruchslos reist, wird tatsächlich weniger zahlen. «Die Einstiegstarife werden durch den Economy-Light-Tarif insgesamt günstiger», bestätigt Swiss-Sprecherin Ptassek. So lange es Platz in der Economy hat, sind alle drei Tarife buchbar.
Bei der Swiss spekulierte man an der Jahres-MK offen darauf, dass die Passagiere sich dem Premium-Anspruch der Airline gemäss für die teureren Varianten entscheiden werden. «Wenn 80 Prozent den günstigsten Tarif wählen, müssen wir über die Bücher», sagte Konzernchef Harry Hohmeister. (kri/pbl)
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