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2021 gewann Djokovic die Australian Open – nun steigen die Chancen, dass er auch 2022 wieder dabei sein wird.
2021 gewann Djokovic die Australian Open – nun steigen die Chancen, dass er auch 2022 wieder dabei sein wird.Bild: keystone

«Der Staat kniete nieder» – das sind die Reaktionen zum Djokovic-Urteil am Montag

10.01.2022, 13:4310.01.2022, 14:12

Am Montagmorgen gab es zumindest einen Teilerfolg für Novak Djokovic: Richter Anthony Kelly hat die Annullierung des Visums des Serben aufgehoben, womit Djokovic aus der Haft entlassen wurde. Somit wird die Weltnummer 1 bis auf Weiteres in Australien bleiben dürfen.

Dieses Urteil sorgte weltweit für Schlagzeilen. Nicht nur in der Tenniswelt wurde der Entscheid des australischen Gerichts kommentiert und diskutiert – so gehen die Meinungen weit auseinander.

Die Tenniswelt

Rafael Nadal äusserte sich nach seinem Turniersieg in Melbourne ebenfalls zum Djokovic-Urteil. Dabei zeigte sich der Spanier gegenüber «Onda Cero» gewohnt diplomatisch.

«Es ist egal, ob man mit den Sachen, die Djokovic gemacht hat, einverstanden ist oder nicht. Das Gericht hat entschieden. Sportlich wäre es mir natürlich recht gewesen, wenn er nicht gespielt hätte. Aber jetzt wünsche ich ihm viel Glück.»

Unterstützung erhielt Djokovic vom US-Amerikaner John Isner. Der Serbe solle nun den Titel erneut holen, Melbourne verlassen und nie wieder zurückkehren, so der US-Amerikaner auf Twitter.

Auch Paul McNamee, der ehemalige Turnierdirektor der Australian Open, stellte sich auf die Seite Djokovics. Der Australier forderte nach dem Gerichtsurteil, man solle dieses nun akzeptieren.

Die Presse

In Djokovics Heimatland Serbien ist die Freude über den ersten Erfolg gross. Der australische Staat habe sich niedergekniet, schreibt etwa die Zeitung «Blic».

«Novak gewinnt gegen Australien! Der Staat kniete nieder.»

Deutlich nüchterner wurde das Urteil im Ausland betrachtet. So habe Djokovic einen ersten Erfolg feiern können – noch könne aber viel passieren. Der britische Journalist Otto English vermutet etwa, dass er beim australischen Publikums nach den ganzen Schlagzeilen viel Kredit verloren hat.

US-Tennisjournalist Ben Rothenberg wies zudem einmal mehr darauf hin, wie merkwürdig Djokovics medizinische Ausnahme sei. Diese bekam er wegen eines positiven Corona-Tests am 16. Dezember – in den Tagen darauf hatte er allerdings einige öffentliche Auftritte, ohne dabei eine Maske zu tragen oder sonstige Sicherheitsmassnahmen zu treffen.

Die australische Politik

Nicht nur Djokovic steht derzeit regelmässig in der Kritik. Auch die australische Regierung um Premierminister Scott Morrison bekam für ihr langes Hin und Her ihr Fett weg. Zu den prominentesten Kritikern gehören etwa Ex-Premierminister Kevin Rudd sowie die Senatorin Kristina Keneally.

Noch einen Schritt weiter ging Craig Kelly. Der politische Rivale Morrisons forderte, der Premierminister solle sich bei Djokovic entschuldigen und von Innenministerin Karen Andrews, sie solle zurücktreten.

(dab)

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99 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Sitzplätzler
10.01.2022 13:54registriert April 2017
Bin erstaunt, wie egal v.a. dem Staat Serbien das Verhalten von Djokovic ist, nachdem er (anscheinend) positiv getestet wurde.
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SadSon
10.01.2022 14:00registriert Juni 2020
Nun können also gewisse Revolverblätter weiter an ihrer serbischen Heldenlegende spinnen.
Da haben also gewisse nationalistische Kritzerlinge Jahrzehntelang diese Bevölkerungsgruppe für ihre rassistischen Anfeindungen benutzt, um jetzt genau diese Nationalisten auf den Sockel zu heben.
Widerlicher und demaskierender geht es nicht mehr.
«Der Staat kniete nieder» – das sind die Reaktionen zum Djokovic-Urteil am Montag\nNun können also gewisse Revolverblätter weiter an ihrer serbischen Heldenlegende spinnen.
Da haben also gewisse nationalistische Kritzerlinge Jahrzehntelang diese Bevölkerungsgruppe für ihre rassistischen Anfeindungen benutzt, um jetzt genau diese Nationalisten auf den Sockel zu heben.
Widerlicher und demaskierender geht es nicht mehr.
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fexder
10.01.2022 15:23registriert August 2018
Ich mochte ihn vorher nicht und jetzt mag ich ihn noch weniger.
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99
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