Konsum - Detailhandel
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Online-Shopping auf ausländischen Webseiten wird teurer 



Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, dass Versandhändler in Zukunft ab einem bestimmten Umsatz in der Schweiz Mehrwertsteuer bezahlen müssen.

Auf Kleinsendungen mit einem Steuerbetrag von weniger als fünf Franken müssen ausländische Online-Händler heute keine Mehrwertsteuer zahlen. Für einen inländischen Versandhändler gelten andere Regeln: Seine Sendungen unterliegen der Mehrwertsteuer, wenn er im MWST-Register eingetragen ist.

Gilt ab 1. Januar 2019

Mit dieser Ungleichbehandlung ist ab dem 1. Januar 2019 nun Schluss. Erzielt dann ein Versandhändler pro Jahr mindestens 100'000 Franken Umsatz mit Kleinsendungen, die er vom Ausland in die Schweiz befördert, gelten seine Lieferungen als Inlandlieferungen. Er muss sich im MWST-Register eintragen und wird steuerpflichtig.

Der Bundesrat hat am Mittwoch die Verordnung zur Versandhandelsregelung auf den 1. Januar in Kraft gesetzt. Diese gehört zur Teilrevision des Mehrwertsteuergesetzes und hat zum Ziel, gleich lange Spiesse für ausländische und Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zu schaffen. Der Bundesrat schätzt die Zusatzeinnahmen aufgrund der neuen Versandhandelsregelung auf 20 Millionen Franken pro Jahr.

Mehr Bestellungen im Ausland

Online-Shopping auf ausländischen Webseiten ist beliebt. Allein 2017 haben Schweizer 23 Prozent mehr aus dem Ausland bestellt als noch 2016, wie eine im Februar veröffentlichte Studie des Verbands des Schweizerischen Versandhandels (VSV), des Marktforschungsunternehmens GFK und der Schweizerischen Post zeigt.

Bereits in Kraft ist eine neue Regelung, wonach Unternehmen mehrwertsteuerpflichtig werden, wenn sie im In- und Ausland mindestens 100‘000 Franken Umsatz erzielen. Bisher war nur der in der Schweiz erzielte Umsatz massgebend, was ausländischen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffte. (whr/sda)

Diese 10 Probleme kennen wir alle beim Einkaufen

Wie viel Bargeld tragen wir Schweizer auf uns?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bosshard Matthias 16.08.2018 07:44
    Highlight Highlight Da hat der Bund tatsächlich das Gefühl das kleine ausländische Firmen Ihren Umsatz bekannt geben.
    Bei AliExpress kann der Bund froh sein wen überhaupt der wirkliche Warenwert angegeben wird! Kein Shop muss übrigens ausländische MWST abziehen wen er das nicht möchte das ist nicht Pflicht und bedeutet deutlich mehr Aufwand in der Buchhaltung. Man verteidigt wieder einmal die Hochpreis-Insel CH. Wer an der Grenze wohnt macht es besser über eine DE Adresse das spart die überteuerten Verzollungskosten auch da wird abgezockt mit Fantasie Gebühren und Zuschlägen
  • Spellbinder 15.08.2018 19:07
    Highlight Highlight Führt das nicht einfach dazu das viele nicht mehr in die schweiz liefern, aus angst vor dem aufwand bei einer allfällig nötigen anmeldung?
  • Erarehumanumest 15.08.2018 14:59
    Highlight Highlight Schon krass habe Adidas Runningschuhe in Sale mit 50% Rabatt in der Schweiz gekauft, konnte nun die identischen Schuhe zum identischen Preis online aus DE inkl. Versand bestellen, da fragt man sich schon...
    • bebby 15.08.2018 16:29
      Highlight Highlight Adidas kosten in der Herstellung nicht mehr als 10 usd...alles andere ist marketing und retail. Die Hersteller der Schuhe fabrizieren auch für andere Marken. Ein teil der differenz ist der CH-Lohn, ein anderer der Importeur.
      Adidas war ja mal einfacher Verkäufer von Mizuho, nicht mehr.
  • roger_dodger 15.08.2018 14:24
    Highlight Highlight Wenn dann auch überall die ausländische MWST wegfällt würde es ev. sogar günstiger. In DE ist der MWST Satz deutlich höher aber nur wenige Lieferanten ziehen die deutsche MWST bei Lieferung nach CH ab.
    • bebby 15.08.2018 16:30
      Highlight Highlight Amazon ist da sicher im Vorteil, die bekommen das sicher hin. Wird schwierig für die Kleinen.
  • Crack'nAvocado 15.08.2018 13:37
    Highlight Highlight Gilt das auch für Darknetbestellungen?

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